lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

Scherr

mhd. bis Dial. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
6 in 6 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
Verweise rein
4
Verweise raus
4

Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Scherr

Bd. 17, Sp. 743
Scherr, Johannes, Schriftsteller, geb. 3. Okt. 1817 in Hohenrechberg bei Schwäbisch-Gmünd, gest. 21. Nov. 1886 in Zürich, besuchte das Gymnasium in Gmünd und die Universitäten in Zürich und Tübingen, wirkte dann eine Zeitlang als Lehrer und ließ sich 1843 in Stuttgart nieder. wo er 1844 mit der Schrift »Württemberg im Jahr 1844« den politischen Kampfplatz betrat, auf dem er sich in den nächsten Jahren als Vorkämpfer aller freiheitlichen Bestrebungen hervortat. 1848 wurde er in die württembergische Abgeordnetenkammer und in den Landesausschuß gewählt und stand während der Revolutionszeit an der Spitze der demokratischen Partei, weshalb er nach Auflösung der Kammer 1849 nach der Schweiz flüchtete. Er ließ sich zunächst in Winterthur nieder, wo er längere Zeit schriftstellerisch tätig lebte, bis er 1860 als Professor der Geschichte und Literatur an das eidgenössische Polytechnikum in Zürich berufen wurde. Außer einer Reihe von Romanen und Erzählungen (darunter: »Schiller«, Leipz. 1856; 3. Aufl. 1902, 2 Bde.; »Michel. Geschichte eines Deutschen unserer Zeit«, Prag 1858, 4 Bde.; 10. Aufl., Leipz. 1905, 2 Bde.; »Rosi Zurflüh«, Prag 1860; »Die Gekreuzigte«, St. Gallen 1860; 2. Aufl., Leipz. 1874) sowie einigen humoristischen Schriften veröffentlichte er: »Bildersaal der Weltliteratur« (Stuttg. 1848; 3. Aufl. 1884, 3 Bde.), woraus im Sonderdruck der »Bildersaal der deutschen Literatur« (1887) erschien; »Deutsche Kultur- und Sittengeschichte« (Leipz. 1852–53, 11. Aufl. 1902); »Allgemeine Geschichte der Literatur« (Stuttg. 1851; 10. Aufl. als »Illustrierte Geschichte der Weltliteratur«, das. 1900, 2 Bde.); »Geschichte der deutschen Literatur« (2. Aufl., Leipz. 1854); »Geschichte der englischen Literatur« (das. 1854, 3. Aufl. 1883); »Geschichte der Religion« (das. 1855 bis 1857, 2 Bde.; 2. Aufl. 1859); »Dichterkönige« (das. 1855; 2. Aufl. 1861, 2 Bde.); »Geschichte der deutschen Frauenwelt« (das. 1860; 5. Aufl. in 2 Bdn. 1898); »Schiller und seine Zeit« (illustrierte Quartausgabe, das. 1859, 3. Aufl. 1902; Volksausgabe, 4. Aufl. 1865); »Drei Hofgeschichten« (das. 1861, 3. Aufl. 1875); »Farrago« (das. 1870); »Dämonen« (das. 1871, 2. Aufl. 1878); »Blücher, seine Zeit und sein Leben« (das. 1862–63, 3 Bde.; 4. Aufl. 1887); »Studien« (das. 1865–66, 3 Bde.); »Achtundvierzig bis Einundfünfzig« (das. 1868–70, 2 Bde.; 2. Aufl. u. d. T.: »1848, ein weltgeschichtliches Drama«, das. 1875); »Aus der Sündflutzeit« (das. 1867); »Das Trauerspiel in Mexiko« (das. 1868); »Hammerschläge und Historien« (Zürich 1872, 3. Aufl. 1878; neue Folge 1878); »Sommertagebuch des weiland Dr. gastrosophiae Jeremia Sauerampfer« (das. 1873); »Goethes Jugend« (Leipz. 1874); »Menschliche Tragikomödie«, gesammelte Studien und Bilder (das. 1874, 3 Bde.; 3. Aufl. 1884, 12 Bde.); »Blätter im Winde« (das. 1875); »Größenwahn, vier Kapitel aus der Geschichte menschlicher Narrheit« (das. 1876); das Prachtwerk »Germania. Zwei Jahrtausende deutschen Lebens kulturgeschichtlich geschildert« (Stuttg. 1876–78, 6. Aufl. von H. Prutz, 1905); »1870–71. Vier Bücher deutscher Geschichte« (Leipz. 1878, 2 Bde.; 2. Aufl. 1880); »Das rote Quartal« (das. 1882); »Vom Zürichberg«, Skizzen (das. 1881); »Porkeles und Porkelessa« (Stuttg. 1882, 3. Aufl. 1886); »Haidekraut«, neues Skizzenbuch (Teschen 1883); »Neues Historienbuch« (Leipz. 1884); »Gestalten und Geschichten« (Stuttg. 1885); »Die Nihilisten« (u. Aufl., Leipz. 1885); »Letzte Gänge« (Stuttg. 1887). S. war ein vorzugsweise der eigentümlichen darstellenden und räsonierenden Weise Th. Carlyles nachgearteter Schriftsteller, von blitzender Lebendigkeit, begeistert oder maßlos in seinen Abneigungen, von schneidiger Schärfe und gelegentlich körnigster Grobheit, in seinen letztern Schriften jedoch allzusehr der Kopist seiner eignen Manier. Ein Teil seiner Erzählungen erschien gesammelt als »Novellenbuch« (Leipz. 1873–77, 10 Bde.).
3880 Zeichen · 122 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    schërrswm.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    schërr , schërre swm. s. schër.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    scherradj.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    scherr , adj. zur bezeichnung eines feinen geschmacks: der koch soll haben scherren mund, also der käller inn sim schlun…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Scherr

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Scherr , Thomas, geb. 1801 zu Rechberg in Württemberg, Schulmann, war zuerst bei dem Blinden- und Taubstummeninstitut zu…

  4. modern
    Dialekt
    Schërr

    Elsässisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Schërr f. 1. Scharre. D e r Kaminfëjer het e grossi S. Bf. 2. Rda. Uf d S. ge hn auf Buhlschaft gehen Türkh.

Verweisungsnetz

12 Knoten, 8 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 2 Kompositum 6 Sackgasse 4

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit scherr

43 Bildungen · 33 Erstglied · 2 Zweitglied · 8 Ableitungen

Zerlegung von scherr 2 Komponenten

sch+err

scherr setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

scherr‑ als Erstglied (30 von 33)

Scherrahm

Campe

scher·rahm

Der Scherrahm , — es, Mz. — e , oder der Scherrahmen, — s, Mz . gl. bei den Kattunwebern, ein großer Haspel, dessen Achse an der Decke und a…

scherrahmen

DWB

scherr·ahmen

scherrahmen , m. gestell, um das garn von den laufspulen zu scheren, d. h. zu gängen zu ordnen, gewöhnlich ein haspel oder eine winde. Adelu…

Scherrebones

ElsWB

Scherrebones n. Begrüssung, Kompliment, von einem Scharr- od. Kratzfuss begleitet. ‘Isch das e Geplaüder, Schärrebones, Geknix!’ Stöber Fürs…

Scherrech

RhWB

scher·rech

Scher-rech šErEχ Kobl-Rübenach m.: Erhebung im Acker mit Steingeröll.

schërreham

Lexer

scherre·ham

schërre-ham swm. BMZ eine art fischernetz Gr.w. 3,360. vgl. schërre, schërren.

scherrehame

KöblerMhd

scherre·hame

scherrehame , sw. M. nhd. Fischernetz Q.: WeistGr (14. Jh.) E.: s. scherre, hame W.: nhd. DW- L.: Lexer 182a (scherreham), LexerHW 2, 711 (s…

scherren

DWB

scher·ren

scherren , verb. scharren, schaben, kratzen. das alte starke verbum, das scharren zu grunde liegt, vgl. daselbst und kehren th. 5, sp. 406. …

Schërrerei

ElsWB

scherre·rei

Schërrerei f. fortwährendes Scharren. Was mache n die Ross für e S.! Hlkr.

Schërret(e)

ElsWB

scher·rete

Schërret(e) [ʿSárətə Liebsd. Pfetterhsn. Hi. ; ʿSártə Felleri. Strüth ; ʿSartə Orschw. Su. Ruf. Osenb. Geberschw. NBreis. M. Horbg. Dü. ; ʿS…

Scherrfisscher

LothWB

Scherr-fisscher [-fîsχər Fo. u. s.; –fislə Ri. ] pl. Kratzfüßchen, übertriebene Höflichkeitsbezeugungen: du bruchscht kä Sch.-f. ze mache! F…

scherrfisslen

LothWB

scherr-fissle n intr. v. Ri. Hom. Rom. Ha. schmeicheln, ein Speichellecker sein. s. d. vorige.

Schërrhäfel

ElsWB

Schërrhäfel [‘Særhǽwl Büst ] n. 1. kleiner eiserner Kochtopf. 2. Schalen der Teichmuschel.

Scherri I

SHW

Scherri I Band 5, Spalte 259-260

Scherri II

SHW

Scherri II Band 5, Spalte 259-260

scherrkuchen

DWB

scherr·kuchen

scherrkuchen , m. : bloszkuchen, butterkuchenn und scherrkuchen oder dizschber ( eine art gebäck ). Weim. urkunde von 1559 bei Dief.-Wülcker…

Scherrmaus

PfWB

scherr·maus

Scherr-maus , Scherr-pflug , Scherr-rumpfel , Scherr-wachtel s. Schärrmaus , -pflug, -rumpfel, -wachtel;

scherr als Zweitglied (2 von 2)

Ableitungen von scherr (8 von 8)

beschërren

Lexer

be-schërren stv. I, 3. BMZ beschaben, beschneiden Frl. ; zuscharren, verscharren Frl. Myst. mîn viur ist gar beschorren Altsw. 125,28.

erscherren

DWB

erscherren , corradere, heute erscharren. das organische praet. erscharr begegnet kaum, sein part. lautet erschorren: der bauch verkocht und…

gescherr

DWB

gescherr , s. geschärre .

gescherre

KöblerMnd

gescherre , N. Vw.: s. geschirre L.: MndHwb 1/2, 84 (gescher[re])

geschërren

Lexer

ge-schërren stv. I, 3. schaben. swaʒ er ab dem trog geschirret ( deraserit ), daʒ ist sîn Geis. 436.

scherre

DWB

scherre , f. 1 1) scharreisen ( vergl. scharre ), ahd. scerra, scherra Graff 6, 538 , mhd. scherre Lexer handwb. 2, 711 ; strigilis .. eyn s…

verschërren

Lexer

ver-schërren stv. BMZ verscharren Mgb. 451,8.