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Scheppe

mhd. bis Dial. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
10 in 6 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
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17

Eintrag · Rheinisches Wb.

Scheppe

Bd. 7, Sp. 1049
Scheppe šęp, –- [Siegld, Berg ö. Ürd-L. šępə], Pl. -pə (n), Demin. šępχə(n), –kə Verbr. lrhn. n. einschl. Prüm-Rommersh Schönf, Daun-Tettschd (šEp) OEhe, Ahrw, rrhn. n. einschl. kurköln. Neuw, NAltk, Siegld bis lrhn. einschl. Heinsb, Kemp, Kref, rrhn. bis einschl. Düss, Sol, Mettm, Lennep (südl. dieser Geb. s. folg.); hier noch Schepp Saarl-Roden (u. -pərt u. šęfərt; šEp Bernk-Neumag) f.: 1.a. Wasserschöpfe aus Blech, Kupfer (Messing) oder aus Emaille mit Henkel oder eisernem Stiel, Durchmesser 10—15 cm, hing früher in jedem Hause beim Wassereimer zum Wassertrinken; en bleche Sch., en Wassersch.; gewöhnl. wird von dem grösseren, für das Vieh gebrauchten Schöpfgefäss der in der Küche für den menschlichen Bedarf gebrauchte Wasserschöpfer als Schäbbche unterschieden Allg.; die Schäbbᵉ für das Vieh heisst auch Dränkeschäbbᵉ (Johannld.) und Schbölschäbbᵉ (Oberschelden), weil in den Zuber, in dem sie lag, das Spülwasser aus der Küche (ohne Fettbestandteile!) geleitet wurde Siegld; ausserdem schöpft man mit der Sch. Milch, kocht man in der Sch. Milch, schöpft man mit der Sch. Reis, Zucker udgl., in eine Sch. pflückt man die Beeren Allg.; mit einer Sch. schrappt man die Borsten des geschlachteten, gebrühten Schweines ab Wippf, MülhRh; der Honigeimer beim Schleudern wird Sch. genannt Erk-Örath; mit der hölzernen Sch. wirft man die Getreidekörner um OBerg; ein grösseres Schöpfgefäss an langem Stiel ist die Sch. als Jaucheschöpfer (auch Schepper), de Addels-, Secksch. Allg.; RA.: Der hät en Nas wie en Sch. (Wassersch.) so klobig u. breit Allg. Hellige Marije, bettge (ich bitte), gef mer jet en et Scheppche! aus einem Heischeld. Schleid-Marmag. Die sind en ē Sch. vertragen sich gut Kemp-Hüls, — kuəne wiər en ēn Sch. SPeter. Jule, J. met der Spule, met der Sch., Sch., Sch. Neckvers Gummb-Berghsn. — b. einmaliger Inhalt einer Sch.; gemmer noch en Sch. Wasser (Zopp, Erbessen in Daun u. abseits Bernk-Neumag) RA.: Schütt em (dem Aufgeregten) en Sch. Wasser üvver de Balg, da kütt he et ersch widder zo sech! Neuw-Asb, Allg. — c. Massgefäss, 1 Sch. = ½ oder 1 l Monsch. — 2. übertr. a. Schale in der Kirche, in die die Opferpfennige eingesammelt werden Kemp-Kaldenk. — b. Schale an der Ladenwaage Gummb-Berghsn. — c. Vertiefung im Bachufer oder Treppchen am Ufer eines Teiches, um das Wasser bequem schöpfen zu können Eusk-Zülp, Köln-Poulh, Grevbr-Wevelinghv. — d. verächtl. α. hängende Unterlippe Gummb, Wippf, Bo-Friesd. — β. Schwatzmaul ebd. — γ. en Scheppchen maken den Mund zum Weinen verziehen, von Kindern ebd. — δ. Stülpnase Elbf.
2594 Zeichen · 85 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    scheppe

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    scheppe , scheppen s. schope, s. scheffen.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    scheppeSb.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    scheppe , Sb. Vw.: s. scheffe

  3. modern
    Dialekt
    scheppe

    Schweizerisches Idiotikon · +3 Parallelbelege

    scheppe Band 8, Spalte 1006 scheppe 8,1006

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit scheppe

48 Bildungen · 42 Erstglied · 5 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von scheppe 2 Komponenten

sch+eppe

scheppe setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

scheppe‑ als Erstglied (30 von 42)

Scheppefat

WWB

scheppe·fat

Scheppe-fat n. [WMünsterl] 1. Schöpfgefäß (mit langem Holzstiel für Jauche). Met’n Scheppfatt de Aale (Jauche) up’t Land verdeelen ( WmWb ).…

Scheppeimer

RhWB

schepp·eimer

Schepp-eimer (s. S.) m.: 1. E. zum Schöpfen von Wasser, auch der Brunneneimer, der am Br.seil hängt (Pötz-) Allg. — 2. Jaucheschöpfe, –eimer…

Scheppeklump

WWB

scheppe·klump

Scheppe-klump m. [WMünsterl] alter Holzschuh mit Stiel zum Besprengen der Wäsche auf der Bleiche.

Scheppekōrn

WWB

scheppe·korn

Scheppe-kōrn n. Teil des Kornes, den sich der Müller früher als Mahllohn nahm (Frbg.) ( Bor Mu).

Scheppeliᵉpel

WWB

Scheppe-liᵉpel m. [ Ahs Kos Rek Gel Dor MSauerl Bri] 1. Schöpflöffel (spez. für Suppe). — 2. Gefäß zum Einfüllen von Schweinefutter in den F…

scheppeln

RhWB

schepp·eln

scheppeln -ęb- Bernk-Maring schw.: Flüssigkeit verschütten.

Scheppelō²n

WWB

scheppe·lon

Scheppe-lō²n m. Teil des Kornes, den sich der Müller früher als Mahllohn nahm (Frbg.) ( Bor Bl).

Scheppemeªl

WWB

Scheppe-meªl n. [Bor] Teil des Kornes, den sich der Müller früher als Mahllohn nahm.

Scheppenap

WWB

scheppe·nap

Scheppe-nap m. [verstr. WMünsterl Enr] 1. Gefäß mit Stiel (bes. zum Schöpfen des Schweinefutters). — 2. Napf, Kelle zum Schöpfen von Wasser …

scheppen(e)

MNWB

schep·pene

schēpen(e) , scheppen(e) , schēpe , scheppe , m. , Schöffe, Urteilsfinder. schēpenbank, ~bôk, ~brêf, ~dach, ~gerichte, ~hûs, ~kāmere, ~klôt,…

Scheppengerichte

WWB

scheppen·gerichte

Scheppen-ge-richte n. Schöffengericht ( Det Is). Ge- scheppe n. Geschöppe Geschöpf ( Bri Ka). ¶ NdsWb 5,363: Geschöpp(e), Geschöpf(e) .

scheppen I

RhWB

scheppen I -e- Rasen losgraben s. schüppen II;

scheppen II

RhWB

scheppen II -e- = schnellen s. schüppen III.

scheppen III

RhWB

scheppen III das Wort ist allg.; nur das WMosfrk hat eine andere zugrunde liegende Form scheffen (-ęf-, –Ef-); s. d. W.; Rhfrk, Mosfrk šębə(…

schepp(e)nis(se)

MNWB

scheppe·nisse

schepp(e)nis(se) (schepnis[se]) , schēpenisse , schipp(e)nis(se) (schipnisse) , ° schapnus (Westfäl. Ps. 91, 5), f. , 1. Schöpfung, Erschaff…

Scheppenstädt

Herder

Scheppenstädt , braunschweig. Stadt mit 2700 E.; im norddeutschen Volkswitze steht S. neben Schilda.

scheppentlīken

KöblerMnd

schepp·entlīken

scheppentlīken , Adv. nhd. „schaffentlich“?, kreatürlich, erschaffenerweise E.: s. scheppentlīk, scheppen (1), līken (1) L.: MndHwb 3, 81 (s…

scheppe als Zweitglied (5 von 5)

sēntscheppe

MNWB

sent·scheppe

° sēntscheppe , -scheffe , m. , städtischer Schöffe der als Vertreter der weltlichen Obrigkeit Sitz im geistlichen Gericht hat (Münster).

sēntscheppe

KöblerMnd

sēntscheppe , M. Vw.: s. sēntschēpe*

vrīscheppe

KöblerMnd

vrīscheppe , M. Vw.: s. vrīschēpe

Ableitungen von scheppe (1 von 1)