Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
schamper
schamper , in vollerer form schampar, adj. unanständig, zuchtlos, unzüchtig, wol eher auf mhd. schandebære, schantbære ( Lexer mhd. handwb. 2, 656 ) als auf ein mhd. schamebære zurückzuführen: mimologus, mimographus, der schampar vers macht; mimi, schandbar vers. Alberus ; darum recht in unserm tütschen heissen sie schamper, schantber, als gebaren schandsemliche wort. Keisersberg narrensch. 143 a . im älteren nhd. wird es als selbständige bildung empfunden und hat sich in den mundarten erhalten. auf nld. und nd. gebiete begegnet ein schamper, dessen bedeutung auf eine ganz andere bildung weist…