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schaken

mnd. bis sprichw. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
10 in 9 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
Verweise rein
6
Verweise raus
10

Eintrag · Rheinisches Wb.

schaken

Bd. 7, Sp. 870
schaken das Wort zum Typus taken (-:-) »tastend schreiten« u. zu Schochen (-k-) »Beine«, ist an der Mos (abseits Saarbg-Serrig Stdt), in Goar, Neuw-Dattenbg Isenbg, Altk-Hellert u. Siegld, Sieg-Honnef verbr., u. zwar Altk (s. o.), Siegld -g-, in Siegld-Birlenb Eiserf Eisern Geisweid NHeusl OSchelden auch -a- wie auch Altk-NFischb; Mos, Goar, Neuw-Isenbg -:- u. Sieg-Honnef; -E:- Koch-Leienkaul, Kobl. Goar-Weiler; -i:- Saarbg-Stdt schw.: 1. intrans. a. beim Gehen oder Tanzen mit den Beinen weit ausgreifen, mit ausgespreizten Beinen unbeholfen gehen, durch dick u. dünn g., er kimmt geschokt; er schokt hin un her; an-, heronner-, herangeschokt komme Allg. [Siegld-Obersd 1840 -ā-, unbeholfen, plump gehen; -E- weit ausgreifend schreiten, von Kühen]. RA.: De Jongen spröngen, de Alen sch. Altk-NFischb. — b. et schokt, et hot geschökt es (die Arbeit) geht flott vonstatten Saarbg-Serrig, Trier, Bernk, Zell, Koch, Goar. — 2. trans. a. de Schuh krumm sch. schief treten Saarbg (-ī:-). — b. einen sch., aus Ungeschick treten; schok em än! gib ihm einen Tritt; mit den Füssen an die Tisch- u. Stuhlbeine geraten Siegld. RA.: Wenn du an oser Meste vörbikommst, sän (sage) ech gen (gegen) os Gückel (Hahn), he söll dech sch.! Siegld-Ernsd. — c. absol. mit Klickern in eine Kaule stucken (s. d.) Goar-Leining. — Abl.: die Schokerei, dat Geschok(s), –kə.
1377 Zeichen · 40 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    schaken

    Mnd. Handwb. (Lübben/Walther) · +2 Parallelbelege

    schaken, sw. v. rauben.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schakenv., intrs, trs

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    † Schaken , v. intrs . u. trs . s. 3. Schachen .

  3. modern
    Dialekt
    schakenintr. v.

    Lothringisches Wb. · +3 Parallelbelege

    schaken , schieken [šàkə, šíkə Bi. u. s.] intr. v. mit schiefen, einwärts gesetzten Füßen gehen; krumm, unbeholfen auftr…

  4. Sprichwörter
    Schaken

    Wander (Sprichwörter)

    Schaken Et schall sik wol schak'n. – Eichwald, 1648.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schaken

10 Bildungen · 3 Erstglied · 4 Zweitglied · 3 Ableitungen

Zerlegung von schaken 2 Komponenten

scha+ken

schaken setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schaken‑ als Erstglied (3 von 3)

Schakener

Wander

schak·ener

Schakener Die Schakener ziehen sich Parêsken an, gehen zur Kirche und singen: Ein Wohlgefallen Gott an uns hat. ( Samland. )

schakenholz

DWB

schaken·holz

schakenholz , n. holzklotz, der zur anfertigung von schaken, kettengliedern, dient. Jacobsson 7, 181 b ( vgl. schake 1).

schaken als Zweitglied (4 von 4)

Leschaken

Wander

lesch·aken

Leschaken He leschakt rom. (S. Landtagen.) ( Danzig. ) – Frischbier 2 , 2291.

vorschāken

MNWB

vorsch·aken

°vorschāken , swv. , sich davonmachen (Zs. vaterl. Gesch. u. Altertumskde. 51, 102: Münster 1534).

Ableitungen von schaken (3 von 3)

beschaken

RhWB

be-schaken: einen b. 1. mit schweren, schmutzigen Stiefeln treten; beschok mech net! Siegld . — 2. mit Kot bespritzen Siegld-Obersd 1840.

verschaken

MeckWB

verschaken Kettenglieder schlecht miteinander verbinden Ro GSchwaß .