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schärpe

nhd. bis spez. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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12 in 11 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

schärpe f.

Bd. 14, Sp. 2213
schärpe, f. breite binde, fascia, in älterer zeit auch scharpe Stieler 2049. Frisch 2, 163c, scharfe, scherfe quelle von 1716 bei Weigand 2, 550, mundartlich scherf brem. wb. 4, 645, scherfe Pfister 247, aus franz. écharpe, das seinerseits vielleicht wieder deutschen ursprungs ist. Diez4 287. schärpe wird vorzugsweise gebraucht von der binde der offiziere, die über dem waffenrock um den leib oder über die rechte achsel bis zur linken hüfte getragen wird. Frisch 2, 163c. Jacobsson 3, 551a, fascia militaris Stieler 2049: Ferdinand (fängt an stärker zu gehen, und beunruhigter zu werden, indem er schärpe und degen von sich wirft). Schiller kab. u. liebe 5, 7; schärpe des ritters: als sie nun ausgeredet, fuhr sie fort mit ihrer nadel ihm zu nähn die schönste scherpe. Herder lit. u. k. 5, 85; 'hab ich', versetzt sie (Blanscheflur) 'mich verfehlt in irgend einer pflicht, gezählt zur courtoisie der damenpflichten? ich denk's, herr Riwalin, mit nichten. ward eurer tapfern siegerfaust mit schärp' und schleife nicht gedanket?' Immermann 13, 34 Boxberger; schärpe nennt man die binde derer, die einen arm nicht brauchen dörfen, weil sie daran zur ader gelassen oder verwundet. Frisch 2, 164a; den arm in der scharpe tragen, brachium mitella involvere. Stieler 2049; weiber-schärpe, so die schultern deckt, worüber sie als gespannt liegt, bis an den gürtel, und vornen lang mit zwey enden herunter hängt. Frisch 2, 163c.
1444 Zeichen · 21 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schärpe

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Schärpe , plur. die -n, ein Wort, welches überhaupt eine Binde bedeutet, und bey den Wundärzten, wenigstens einiger …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Schärpe

    Goethe-Wörterbuch

    Schärpe langes, breiteres Stoffband als (um die Schultern bzw Taille od quer über der Brust getragener) Bestandteil der …

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schärpe

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Schärpe (franz. Écharpe , v. althochd. scharpe , »Tasche«), Schulter-, Leibbinde, besonders Dienstabzeichen der deutsche…

  4. modern
    Dialekt
    Schärp(e)

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Schärp(e) , Schärf [ʿSêrpə Roppenzw. ; ʿSèrp Su. ; ʿSèrf K. Z. Betschd. ] f. Schärpe, Abzeichen des Bürgermeisters, Pfar…

  5. Sprichwörter
    Schärpe

    Wander (Sprichwörter)

    Schärpe Eine Schärpe macht keinen Soldaten. – Parömiakon, 78. »Sonst wären auch die Engel am Fronleichnamstage Soldaten.…

  6. Spezial
    Schärpe

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Schär|pe f. (-,-n) sciarpa (-pes) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schaerpe

3 Bildungen · 3 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

schaerpe‑ als Erstglied (3 von 3)

schärpen I

RhWB

schärpen I = schärfen (s. d. bei scharf).

schärpen II

RhWB

schärpen II -ę- Mörs schw.: schreien, von jungen Vögeln; s. schirpen. — Abl.: die Schärperei, dat Geschärp.