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Schǟper

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WWB
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Eintrag · Westfälisches Wb.

Schǟper m.

Bd. 4, Sp. 1145
Schǟper m. [verbr.] 1. Schäfer, Schafhirte. De Schǟper drīew de Schope in de Knäppe (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@GesekeGe). En föilen Schǟper fauler Mensch (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@AlmeAl). ’n aollen Schaiper ein unhöflicher Mensch (Kr. LüdinghausenLhs Kr. Lüdinghausen@DrensteinfurtDr). — Scheeper, laot de Schaope loss wildes Kinderspiel (WmWb). — Paarformel: Schäper un Schinner verächtliche Leute (Kr. WarburgWbg Kr. Warburg@NeuenheerseNh). — Ra.: Fiul olln Schöpa sehr faul (Kr. LübbeckeLüb Kr. Lübbecke@GehlenbeckGb || mehrf.). Diäm gait ’t wi ’n Schoper, dai wäsket sik et Ǭbems läuft den ganzen Tag schmutzig herum, macht sich abends fein (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs). Dat dē (tat) ’me säo guet,ǟ wenn de Schoper ’n Schōp schmiärt er empfand es als Wohltat (Kr. SoestSos WWB-Source:256:SchmBSchmB). Dat Kind sittet amme Diske ärr en Schoper das Kind sitzt nicht ordentlich bei Tisch (Gemeindeschäfer waren meist Gelegenheitsarbeiter ohne ausgeprägte Tischsitten) (KkWb). De wille Schäper Nebel (Kr. BürenBür Kr. Büren@VerlarVe). Dei Schöper driebet ut der Wind schlägt Wellen im Korn (Frbg.) (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@PlettenbergPb). De Scheipa hött an’n Himmel wenn Schäfchenwolken am Himmel sind (Zeichen für gutes Wetter) (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@GohfeldGo || mehrf.); ... hött söine Schape dass. (Kr. MindenMin Kr. Minden@VennebeckVe || mehrf.); ... driff suine Schope iut dass. (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@ObernbeckOb); ... tüt üower dass. (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@SundernSu); ... es inne Lucht dass. (Kr. BielefeldBie Kr. Bielefeld@DeppendorfDd). De witte Scheper tǖt der (Wiesen-)Nebel zieht; der Himmel ist mit vielen kleinen weißen Wolken bedeckt (es gibt darauf heiteres Wetter) (Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa || mehrf.). De swadde Schaiper hött der Himmel ist mit vielen kleinen schwarzen Wolken bedeckt (es gibt schlechtes Wetter darauf) (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). — Sprichw.: Wann de Schöper keinen Ruien hä un de Pastäuer keinen Duiwel, dann wören ’t arme Luie (Kr. SoestSos Kr. Soest@SoestSo). Wenn Schöpa, Bäcker un WWB-Source:196:MöllerMöller den Beag hendalwältert, es jümmer äin Spitzbobm bobm Berufsschelte (Kr. LübbeckeLüb Kr. Lübbecke@GehlenbeckGb). Wenn veuer Scheipers teohaupe stoet, hocket jeude in suinen eugen Wind (Lippe WWB-Source:219:OesterhOesterh). Em ehrliken Schäper wasset Hoore in der Hand den ehrlichen Schäfer gibt es nicht (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@DüdinghausenDü || ähnl. mehrf.). De Schaiper met de Schüpp is nao fuler äs de Bück (Münsterl WWB-Source:308:WagenfWagenf). ’n gudden Schäper mott de Wulle uppen Schopen wassen hören (Kr. WarburgWbg Kr. Warburg@NeuenheerseNh). — Sagw.: Ächter rüm, siet de Schääper, dann maint hai ’n Rüen (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@OestrichÖs). — 2. Ameise (im geflügelten Zustand) (Kr. MindenMin Hi). ⟨Vokalismus: ›Schaeper‹ u. vor allem ›Schǟper‹; in vielen Orten (z.B. Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@DorstenDo die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@KurlKu Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Kr. Unna u. die krfr. Stadt Hamm@AfferdeAf Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@ElseyEl) kommen beide Lautungen vor⟩ Zus.:→ Ammeten~, Bō²nen~, Buteljen~, Doªrp~, Drīf~, Feld~, Hāmel~, Kō¹~, Mīg-ammeten~.
2355 Zeichen · 58 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. modern
    Dialekt
    SchäperPl.

    Mecklenburgisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Schäper Pl. -s m. Seemann, Schiffer: 'myt scheper Klas Holsten syn schep' Rost.-Osl. Hand. (B.) 101; de Schäpers Seeleut…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schaeper

29 Bildungen · 29 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von schaeper

schaep + -er

schaeper leitet sich vom Lemma schaep ab mit Suffix -er.

Zerlegung von schaeper 2 Komponenten

scha+per

schaeper setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schaeper‑ als Erstglied (29 von 29)

Schǟperdrē¹sk

WWB

Schǟper-drē¹sk m. zur Schafhude jahrelang stillliegendes Ackerland (Lippe Oesterh ).

schǟperen

WWB

schaep·eren

schǟperen V. (von Nichtschäfern) Schafe hüten (Lippe Oesterh ). — Ra.: Et schäpert wenn die weißen Wolken zu sehen sind (Frbg.) ( Min Ph).

Schǟperfǖr

WWB

schaeper·fuer

Schǟper-fǖr n. [ Stf Mün Bek Hal] IdW.: ’n Schaiperfüer böten sich durch allerlei Leibesübungen (Arme untereinander schlagen, Hände unter di…

Schǟpergek

WWB

schaeper·gek

Schǟper-gek m. Zeichen, durch welches das Betreten eines Grundstücks, Feldes oder einer Schonung untersagt wird (Frbg.) ( Unn Hm).

Schǟperhk

WWB

schaeper·hak

Schǟper-hak m. Hirtenstab; Haken, mit dem die Schafe am Bein gefasst werden ( WmWb ).

Schǟperhāke

WWB

schaeper·hake

Schǟper-hāke m. [verstr.] 1. Schäferhaken, Hirtenstab (langstielig, um Schafe zu fassen bzw. um Erdklumpen zu werfen, um die Schafe zu scheu…

Schǟperhütte

WWB

schaeper·huette

Schǟper-hütte f. [ Hal Det Wie Wal] (fahrbare) Hütte, in der der Schäfer (bei der Herde) schläft, übernachtet.

Schǟperkāre

WWB

schaeper·kare

Schǟper-kāre f. [verstr.] geschlossener Karren, in dem der Schäfer (bei der Herde) schläft, übernachtet.

Schǟperknecht

WWB

schaeper·knecht

Schǟper-knecht m. [verstr.] Gehilfe des Schäfers (der an Stelle des Schäfers die Schafe hütet ( Hal Bh)).

Schǟperkniᵉp

WWB

schaeper·kniep

Schǟper-kniᵉp m. schlauer Streich (da die Schäfer beim Hüten viel Zeit zum Nachdenken haben, traut man ihnen das Aushecken vieler schlauer S…

Schǟperkrants

WWB

Schǟper-krants m. Kranz als Verbotszeichen, damit der Schäfer dort seine Herde nicht weiden lässt ( Hal Bh).

Schǟperlǟre

WWB

schaeper·laere

Schǟper-lǟre f. Scheipers - für Schulentlassene bis zum Alter von 20 Jahren verbindlicher Religionsunterricht, der sonntagnachmittags im Ans…

Schǟperman

WWB

schaep·erman

Schǟper-man m. Schäfer. — Sprichw.: Wat eun ehrlick Scheipersmann es, deu hät fuif Spuier Hore in suiner Luchthand. Wer hät söch eunen funne…

Schǟperrecht

WWB

schaeper·recht

Schǟper-recht n. „das vom Schäfer beanspruchte und tatsächlich ausgeübte Recht, mit Hilfe von Berufsgenossen den Verführer ihrer Gattin zu e…

Schǟperschüppe

WWB

schaeper·schueppe

Schǟper-schüppe f. 1. Schippe der Schäfer (Lippe Oesterh ); Stange mit Haken (zum Fassen von Schafen) und Löffel (zum Werfen von Erdbrocken)…

Schǟperschūte

WWB

schaeper·schute

Schǟper-schūte f. [ Hal Höx] mit einem kleinen Spaten versehener Hirtenstab, um damit aus der Reihe brechende Schafe mit Erde zu bewerfen.

schæperwolle

Lexer

schaeper·wolle

schæper-wolle f. schêper-, schêpperwol, vellus Dfg. 609 c , n. gl. 377 b . s. schâpære.