Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
samenunge stf.
1. vereinigung, versammlung, zusammenkunft. an den vîretagen ist ir samenunge kommen sie zusammen Nith. 21,4. zuo der rehten samenunge versammlung der gerechten MS. 2,166. b. daʒ alte unde junge hæten ir samenunge vor der stat Mai 69,40. si haben gerichte under in unde machen sammunge wen si wollin zitt. jahrb. 27,25. in einer samunge und in eime râte das. 49,24. in den samenungen dirre lûte myst. 189,26. — bes. versammlung oder aufgebot eines heeres zu einem kriegszuge. Lanzelet sprach sîn samenunge ûf einen bühel Lanz. 8101. ze Rôems kom ich zer samenunge Parz. 47,15. hete geboten ein starke samenunge in sîn lant Trist. 1378.
2. versammelte menge, schar, gesellschaft. des wirtes samnunge seine dienerschaft Iw. 20. diu stolze samenunge ze ganzer wirde komen was troj. s. 47. c. ein samenunge sich dô las zu houf Pass. K. 9,46. ir samenunge samte sich gegen dem gûten Stephano das. 38, 63. ir kleine samenunge! myst. 204, 11. der megede samenunge troj. s. 177. c. von den zwein samenungen scharen Hector in angest wart getriben troj. s. 210. c. vgl. s. 301. b.
3. verein, korporation. Schmeller 3,244. si sint ein schande unde ein galle geistlîcher samnunge tod. gehüg. 225. in die sammenunge vier gulden geben H. zeitschr. 8,311. — bes. geistliche congregation, convent. ich erwirbe dir umb unser samenunge, daʒ si dich nement ze herren Gregor. 1299. der abbet und al diu samenunge Barl. 403, 7 Pf. vergl. Heinr. 3243. 3424. myst. 327,17. zitt. jahrb. 48,22. zürch. richtebr. 64.