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Salvĭa

ahd. bis Lex. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Salvĭa

Bd. 17, Sp. 493
Salvĭa L. (Salbei), Gattung der Labiaten, Kräuter, Halbsträucher und Sträucher mit ganzrandigen, gezahnten oder fiederig eingeschnittenen Blättern, mei st mit differenzierten Brakteen, zwei- bis vierblütigen Scheinwirteln zu sehr mannigfaltigen Blütenständen zusammentretend, mit sitzenden oder gestielten, sehr kleinen bis großen Blüten und eiförmig-dreieckigen, glatten Nüßchen. Etwa 500 Arten in allen gemäßigten und warmen Klimaten. S. officinalis L. (Gartensalbei), ein bis 1 m hoher Halbstrauch oder Strauch, in Südeuropa auf sonnigen Bergen, in Mittel- und Nordeuropa häufig in Gärten, auch als Arzneipflanze kultiviert, mit gestielten, länglichen, am Rande gekerbten, netzig-narbigen, etwas behaarten, grauweißlichen Blättern und blauen, auch roten und weißen Blüten, enthält in den angenehm riechenden, bittersüßlich, adstringierend, schleimig schmecken den Blättern ein ätherisches Öl, das aus dalmatischen Pflanzen gewonnen wird (Ausbeute 1,3–2,5 Proz.). Es ist gelblich oder grünlichgelb und besteht aus Pinen, Cineol, Thujon (Salviol) und Borneol. Man benutzt die Blätter hauptsächlich als Küchengewürz, zu Gurgelwasser, gegen Nachtschweiße etc. Salbei war schon bei den alten Römern als Arzneipflanze geschätzt und wurde von Karl d. Gr. zum Anbau empfohlen. S. sclarea L. (Muskateller salbei, großes Scharlachkraut), ein zweijähriges Gewächs, in Südeuropa und im Orient, wird bei uns häufig in Gärten gezogen und ist in Westdeutschland hier und da verwildert. Der Stengel ist zottig, schmierig, die Blätter sind herzförmig-länglich, gekerbt, runzelig, zottig, die Blüten bläulichweiß zwischen weißen Deckblättern. Die ganze Pflanze riecht stark, fast betäubend. Kraut und Blätter sollen dem Wein zugesetzt werden, um ihm Muskatellergeschmack zu geben. Mit Zucker und Hefe der Gärung unterworfen, geben sie den Clary wine. S. pomifera L, ein Strauch in Griechenland und Syrien, mit eirunden, gekerbten, graufilzigen, am Rande welligen Blättern und auf der Unterlippe weiß gefleckten Blüten, erzeugt an den jungen Trieben infolge des Stiches einer Gallwespe runde, fleischige, graue Auswüchse von 5 cm Durchmesser, die angenehm gewürzhaft schmecken. Auch geben die Stengel mit Blättern und Blüten einen in Griechenland beliebten Tee. Viele andre Arten, wie S. coccinea L., mit scharlachroten Blüten in sechsblumigen Quirlen aus Florida; S. cyaniflora Otto et Dieie. mit dunkel kornblumenblauen, quirlständigen Blüten in fast fußlangen Ähren; S. fulgens Car. mit karmin scharlachroten, 5 cm langen Blüten in vier- bis sechsblumigen Quirlen; S. patens Car. in Mexiko; S. splendens Sell. in Brasilien, mit leuchtend ponceauroten Blüten und Brakteen in langen Ähren, S. argentea Sibth. auf dem Parnaß, mit großen, langwollig weißbehaarten, auf dem Boden liegenden Blättern u. a. werden bei uns als Zierpflanzen kultiviert.
2846 Zeichen · 37 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    salvia

    Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA) · +1 Parallelbeleg

    salbsmîzaAWB f. ōn-St., nur NMC: ‚Göttin der Salbung; Unxia‘. Determinativkomp. aus salba (s. d.) und einem nicht als Si…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Salvia

    Goethe-Wörterbuch

    Salvia abgekürzt ‘S.’ N7,323 , -vie LA II 9A,180,231 botan, Gattung aus der Familie der Lippenblütler: Salbei; im Zshg m…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Salvĭa

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Salvĭa L . ( Salbei ), Gattung der Labiaten, Kräuter, Halbsträucher und Sträucher mit ganzrandigen, gezahnten oder fiede…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit salvia

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Zerlegung von salvia 2 Komponenten

sal+via

salvia setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

salvia‑ als Erstglied (2 von 2)

Salviānus

Meyers

salvi·anus

Salviānus , gelehrter Presbyter, geb. um 400, wahrscheinlich in Trier, gest. nach 480 in Marseille, trat in seinen Schriften: » Adversus ava…

Salviāti

Meyers

Salviāti , Antonio , Industrieller, geb. 1816 in Vicenza, gest. 25. Jan. 1890 in Venedig, studierte in Padua und Wien die Rechte, wurde dann…