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Salomo

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Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Salomo

Bd. 17, Sp. 477
Salomo (hebr. Schělomō, griech. Salōmōn, unserm »Friedrich« entsprechend), Davids Sohn von Batseba, den der Prophet Natan »Jedidja«, d. h. »Gottlieb«, genannt hatte, regierte nach des Vaters Tode 40 Jahre über Israel (1018–978, nach andrer Zeitrechnung 993–953 v. Chr.). Jung zum Herrscher berufen, regierte er besonnen und energisch. In ungestörtem Frieden blühte die Wohlfahrt seiner Untertanen, Volkstum und Religionswesen gelangten zu organisch ausgeprägter Verbindung, und alle regierende Gewalt im Lande vereinte sich im Königtum. Trotz seiner Militärmacht war S. dem Krieg abhold, förderte Handel, Kunst und Gewerbe, erwarb sich den Namen eines Weisen und seinem Volke Ruhe und Reichtum. Mit angesehenen Nachbarhöfen befreundet, mit dem ägyptischen Königshause verschwägert, wußte er das Volksleben in dem von ihm auf dem Berge Moria bei Jerusalem gebauten prachtvollen Tempel zu konzentrieren. Für diesen Tempel lieferte ihm der König Hiram von Tyrus Material und, nachdem phönikische und ägyptische Künstler den Bau in sieben Jahren vollendet hatten, konnte sich in ihm der israelitische Gotteskultus rein entfalten. Für sich baute S. einen kunstreichen Palast, ein Zeughaus mit Säulen- und Thronhalle, legte Befestigungen an, schuf zahlreiche, die Gartenkunst fördernde Lustbauten und gründete Karawansereien und Vorratsstädte, von denen Tadmor (Palmyra) zu eignem Ruhm emporstieg. Diese Bauten wurden ermöglicht durch Fronarbeit und Reichtum, den der Handel, dessen in Ezjongeber von Tyrern gebaute Flotte von Ophir (s. d.), einem arabischen Stapelplatze, Gold und andre Produkte Afrikas und Indiens holte, und der Tribut der Vasallenfürsten häufte. Die durch Salomos Baulust geschaffenen Frondienste, das schwelgerische Hofleben und der seinen heidnischen Haremsfrauen zuliebe begünstigte Götzendienst führten nach Salomos Tode die Teilung des Reiches herbei. Salomos Weisheit, die sich in Liedern, Sprüchen und Rätseln, besonders auch bei einem Besuche, den ihm die Königin von Saba (s. d.) abstattete, kundgab, bewirkte, daß ihm die biblischen Bücher »Hoheslied«, »Prediger Salomos« (Kohelet) und »Die Sprüche Salomos« zugeschrieben wurden. In der spätern morgenländischen Literatur (vgl. Grünbaum, Neue Beiträge zur semitischen Sagenkunde, Leiden 1893, S. 189 ff.) gilt S. als Beherrscher der Geister und als Urbild der Weisheit. Der Siegelring Salomos ist der Talisman der Weisheit und der Zauberei; der Salomonische Tempel hat in der Freimaurerei und Rosenkreuzerei symbolische Bedeutung.
2508 Zeichen · 28 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Salomo

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Salomo d.h. der Friedliche, häufig „der Weise” genannt, Sohn Davids von der Bethsabe u. König von Israel 1015—975 v. Chr…

  2. modern
    Dialekt
    Salomo

    Mecklenburgisches Wb.

    Salomo israelitischer König; auf seine Prunkliebe zielt: dee (jem., der geputzt einhergeht) kleed't sick as Salomo Ha Re…

  3. Sprichwörter
    Salomo

    Wander (Sprichwörter)

    Salomo 1. Als Salomo kahl war der Scheitel (schlapp war der Beutel), so rief er: Alles ist eitel. Jüd.-deutsch : Wie Sch…

  4. Spezial
    Salomo

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Sa|lo|mo nom. propr. m. ‹bibl› Salomon .

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit salomo

19 Bildungen · 19 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

salomo‑ als Erstglied (19 von 19)

Salomo III

Meyers

Salomo III. , Bischof von Konstanz, Verwandter seiner Vorgänger Salomo I. (838–71) und Salomo 11. (875–889), 885 Kanzler Karls III. (s. Karl…

salomonich

LDWB1

salomo·nich

salomonich [sa·lo·mǭ·nich] adj. (-cs, -ca) salomonisch ◆ iudize salomonich salomonisches Urteil.

Salomoninseln

Meyers

Salomoninseln , Inselgruppe im Stillen Ozean, zu Melanesien gehörig (s. Karte »Bismarck-Archipel«), erstreckt sich östlich von der Südspitze…

salomonisch

Pfeifer_etym

salomo·nisch

salomonisch Adj. ‘weise wie Salomo, ihm zugehörig, ihm ähnlich, von ihm stammend’ (17. Jh.), besonders in der Fügung salomonisches Urteil (n…

Salomonsinseln

Herder

Salomonsinseln , Archipel von Neugeorgien, Inselgruppe zwischen Neuguinea und den Neuhebriden, aus 8 größeren u. vielen kleineren Inseln bes…

Salomonssägel

MeckWB

Salomonssägel n. Salomonssiegel, Polygonatum: Salomonssägel Convallaria polygonatum Siemss. Nat. 2, 296; Wred. Flora 2, 53; Pritz.-Jess. 108…

salomonssiegel

DWB

salomon·s·siegel

salomonssiegel , n. eine pflanze, convallaria polygonatum, mittelalterlich sigillum Salomonis. Nemnich 1, 1202 . Pritzel-Jessen 108 a . auch…

Salomon u. Morolf

Herder

Salomon u. Morolf , 2 mittelhochdeutsche Gedichte, das eine ein episches, das andere ein Spruchgedicht, beide ohne besonderen Werth; herausg…

Salomon und Markolf

Meyers

Salomon und Markolf , mittelalterliche Sage von König Salomon und seinem Widersacher, hervorgegangen aus altjüdischen Überlieferungen von Sa…

Salomossiegel

Campe

salomo·s·siegel

† Das Salomossiegel , — s, Mz . gl. die Wurzel der Weißwurz (Convallaria polygonatum L .), weil auf den Knoten derselben verschiedene, einem…