Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
rusten
(1,132,42 [Pa, Kb, Ra]. 142,5 [Pa, Kb]. 230,23
[Ra]) und weiteren Gl., bei O: ‚ausrüsten,
schmücken, zurechtmachen, bekränzen; ac-
cingere, comere, expedire, instruere, ornare,
polire‘ (mhd. rusten, rüsten sw.v. ‚zurechtma-
chen, bereiten, ausrüsten, bereit machen‘, nhd.
rüsten sw.v. ‚sich bewaffnen, vorbereiten, fer-
tigmachen‘, sich rüsten ‚sich für etw. bereit ma-
chen‘; mndd. rüsten sw.v. ‚[ein Gebäude] mit
einem Gerüst versehen, mit Waffen ausstatten,
bewaffnen‘, sik rüsten ‚sich bereit machen, Vor-
bereitungen für kriegerische Auseinanderset-
zungen treffen‘; mndl. rusten sw.v. ‚ausrüsten,
rüsten‘; mit Metathese ae. hyrstan sw.v. ‚schmü-
cken, verzieren‘: < westgerm. *χrustii̯e/a-). De-
nom. Bildung. S. rust. – girustenAWB bei O und Gl.
2,695,29 (wohl Anfang des 11. Jh.s); 4,351,39
(11. Jh., alem.): ‚zurechtmachen, ausstatten,
sich vorbereiten; instruere‘ (frühnhd. gerüsten
‚rüsten, ausrüsten, sich bereit machen, sich für
den Krieg vorbereiten‘ [Dt. Wb. 5, 3781], nhd.
mdartl. schweiz. gerüsten ‚schmücken, sich fest-
lich kleiden, ausrüsten, bereit machen, ein Ge-
rüst errichten‘ [Schweiz. Id. 6, 1554; Stalder,
Versuch eines schweiz. Id. 2, 294], els. gerüsten
‚ein Baugerüst errichten‘ [Martin-Lienhart, Wb.
d. els. Mdaa. 2, 297], bad. gerüsten ‚dss.‘
[Ochs, Bad. Wb. 2, 379], schwäb. gerüsten ‚ein
Gerüst aufrichten, rüsten‘ [Fischer, Schwäb.
Wb. 3, 437], vorarlb., bair., steir. gerüsten ‚ein
Gerüst errichten‘ [Jutz, Vorarlberg. Wb. 1, 1139;
Schmeller, Bayer. Wb.² 2, 162; Unger-Khull,
Steir. Wortschatz 284]; ae. gehyrstan ‚schmü-
cken, verzieren‘). In der Bed. ‚ein Gerüst auf-,
errichten‘ ist das sw. Verb vom Subst. Gerüst
abgeleitet. – Ahd. Wb. 7, 1298 f.; Splett, Ahd.
Wb. 1, 777; eKöbler, Ahd. Wb. s. vv. girusten,
rusten; Schützeichel⁷ 268; Starck-Wells 500;
Schützeichel, Glossenwortschatz 8, 46 f.