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Ruet(e)

Lex. bis Dial. · 3 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

ElsWB
Anchors
3 in 3 Wb.
Sprachstufen
2 von 16
Verweise rein
5
Verweise raus
8

Eintrag · Elsässisches Wb.

Ruet(e)

Bd. 2, Sp. 307b
Ruet(e) [Ryətə S.; Rŷət Ruf.; Rỳət Hlkr.; Rỳat Obhergh. bis K.; Ryùt M.; Rỳèt Z.; Rŷt Str.; Rût Betschd. Lobs.; Pl.; Demin. Riètli Olti., Rîətl Felleri., Rìatlə Dü.] f. 1. Rute von Birkenzweigen als Züchtigungsmittel. D Ruet macht d Kinder guet Rchw.; s. auch Stöber Volksb. 68. ‘Liebe ruot, trute ruot, Werestu (nit), ich thet niemer guot’ Geiler bei Stöber Volksb. 69. D R. holen als erste Drohung Geisp. Willst s Rüetle? Olti. Sparet d R. nit! Logelnh. ‘das soll mit der ruoten darumb gestrofet und dozu der stat verwisen werden’ Str. 1493 Brucker 466. Rda. sich e R. uf de-n-Arsch binden sich durch eine Handlung, deren peinliche Folgen nicht ausbleiben, ins Unglück und Elend stürzen oder sich Kummer bereiten, gewöhnlich bei einer unglücklichen Heirat Bf. Er het sich e R. uf der Hinder geladen Rapp. Dünne Gerte am Busch: s ist mir e Rüetle in's Oüg gfahren, wo ich durch d Hecken bin Dü.; dünner Spazierstock Felleri. Spw. ‘Ein jung rütlin ist gut biegen’ Geiler, s. Als. 1862/64, 147. 2. Stiel am Dreschflegel allg., s. auch Zss. 3. Wiesenfläche von 4 Ar Ruf.; 5 Ar Ackerfeld in den Hauptgemeinden des Kreises Gebw. Hlkr. Logelnh., od. Reben: Mir hän e R. Rëwen gsetzt Obhergh.; 5 Ar, Flächenmass für Feld, Wiese und Wald, wird besonders angewendet, wenn man von Flächen spricht, die kleiner sind als ein Ich (30 Ar) oder ein Ichert (45 Ar), oder wenn es sich um Bruchteile handelt, die nicht bequem durch eines der beiden letzteren Masse ausgedrückt werden können, z. B. siwen Rueten = 35 Ar Obhergh. Die Rute als Feldmass wurde 1722 von Frankreich eingeführt. Bayer. 2, 190.
1632 Zeichen · 60 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Ruete

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57)

    Ruete , Christian Georg, sehr verdienter Ophthalmolog, geb. 1810 zu Scharmbeck im Herzogthum Bremen, von 1841—47 Profess…

  2. modern
    Dialekt
    Ruet(e)

    Elsässisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Ruet(e) [Ryətə S.; Rŷət Ruf. ; Rỳət Hlkr. ; Rỳat Obhergh. bis K. ; Ryùt M. ; Rỳèt Z. ; Rŷt Str. ; Rût Betschd. Lobs. ; P…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ruete

68 Bildungen · 66 Erstglied · 1 Zweitglied · 1 Ableitungen

ruete‑ als Erstglied (30 von 66)

Ruete(n)chämiⁿ

Idiotikon

Ruete(n)chämiⁿ Band 3, Spalte 260 Ruete(n)chämiⁿ 3,260

Ruete(n)pfänning

Idiotikon

Ruete(n)pfänning Band 5, Spalte 1129 Ruete(n)pfänning 5,1129

Ruete(n)schlag

Idiotikon

Ruete(n)schlag Band 9, Spalte 245 Ruete(n)schlag 9,245

Ruete(n)schneller

Idiotikon

Ruete(n)schneller Band 9, Spalte 1230 Ruete(n)schneller 9,1230

Ruete(n)staupe

Idiotikon

Ruete(n)staupe Band 11, Spalte 1148 Ruete(n)staupe 11,1148

Ruete(n)streich

Idiotikon

Ruete(n)streich Band 11, Spalte 1976 Ruete(n)streich 11,1976

Ruete(n)stuel

Idiotikon

Ruete(n)stuel Band 11, Spalte 318 Ruete(n)stuel 11,318

Ruete(n)wiggel

Idiotikon

Ruete(n)wiggel Band 15, Spalte 1118 Ruete(n)wiggel 15,1118

rǖteked

WWB

rǖteked Adj. [Stf] (blau oder rot) kariert. Raut un grön rǖtket ( Stf Rh). ⟨ ge-r - u. r - ⟩

ruᵉteken

WWB

ruete·ken

ruᵉteken V. 1. schaukeln ( Bek Al ). — 2. ziellos, unordentlich arbeiten ( Mün Mü).

Rǖtekenbetog

WWB

Rǖteken-be-tog blauer Kissenbezug (Frbg.) ( Tek Bi).

rüteln

DWB

rut·eln

rüteln , verb. , schweiz. rüeteln, jemanden mit der rute züchtigen, hart mitnehmen. den flachs rüteln, rutenförmige stäbchen zwischen densel…

Rütelsfell

RhWB

ruetel·s·fell

Rütels-fell rtəltsfEl (s. Rüsel) Mörs-Neuk f.: Haut vom Nierenfett.

Rütelstëcken

ElsWB

ruetel·stecken

Rütelstëcke n Obhergh. bis Lobs. , Rigelstëcke n [Rékltakə Ingersh. ] m. Stab mit Rütel ( s. II 307) zum Beseitigen der am Pflugbrett hänge…

Rǖtenhoªnig

WWB

Rǖten-hoªnig m. „Honig mit Brut durchsetzt“ ( Bor Bh).

rü̂terbêr

MNWB

rueter·ber

*° rü̂terbêr , n. : Einstandsgabe der neu aufgenommenen Reitendiener in Hamburg, ēr gewȫntlĩke plichtige r. gēven (Hamb. Reitendiener 1556).

rü̂terdênst

MNWB

rueter·denst

rü̂terdênst , m. ( Pl. -e ) : bewaffnete Unterstützung , Kriegsdienst, ümme ênen r. vrüntlĩken angesöcht (Meckl. Jb. 20, 106), hê ... dêde v…

rüterēren

WWB

ruete·reren

rüterēren V. 1. (z.B. für ein Fest) zurüsten ( Hal Bh ). — 2. hin und her bewegen ( Alt Oa ). — 3. (+ sik ). — 3.1. sich rühren ( Hal Bh ). …

rǖtergār

WWB

rueter·gar

rǖter-gār Adj. [verstr. bes. OWestf SWestf] 1. halbgar, nicht ganz weich gekocht oder durchgebraten, nicht ausgebacken und daher wasserstrei…

rü̂tergelt

MNWB

rueter·gelt

rü̂tergelt , n. ( Gen. Sg. -des ) : Abgabe für Rüstungsaufwendungen, (Hamburg:) dat sê tô Hamburg ê(i)n mâl r. alse 1 mc. lü̂b. ... gēven mo…

ruete als Zweitglied (1 von 1)

spruete

KöblerMnd

spruete , M. Vw.: s. sprūte

Ableitungen von ruete (1 von 1)

Gerüte

PfWB

Ge-rüte n. : 1. 'Gerüst über der Scheunentenne (für Getreide, Heu und Stroh)', Geriet (gerīd) [NWPf], Griet [ KU-O'eisb ], Gerie (gərī) [ KU…