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rogel

mhd. bis nhd. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
10 in 8 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
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Verweise raus
7

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

rogel adj.

Bd. 14, Sp. 1109
rogel, adj. locker, lose, oberdeutsches wort, bair. rogel, roglich Schm. 2, 75; tirol. rogel, rogl, auch in der bedeutung 'lind, sanft, sachte' Schöpf 562, mit rogeln, riglen, rügglen, auflockern, in bewegung setzen 555. 562; kärntn. rougel locker, porös, beweglich Lexer kärntn. wb. 209; schwäb. regel (so nach der aussprache gegeben, für rögel) Schmid 428; im zusammenhang mit dem schweiz. rugele fortrollen, fortwälzen, kollern, herunterfallen wie eine kugel Seiler 243a, rugele rollen, mit der rugel, was cylinderförmig ist und gerollt werden kann, rundes holz, das rugeli, kleine cylinder, kleine kugel Hunziker 212; weiter vergleicht sich spät mhd. rugeln, flink rühren: rugel dich, guot weidmann, mit jagen, paissen, rogken in den tan. Wolkenstein 41, 79, s. 142; norweg. rugla, rigla wackeln, locker sein, isländ. rugla confundere, turbare, rugl confusio, ineptiae, gerrae Biörn Haldarson 2, 215b; schles. rüge beweglich, biegsam, ungerüge unbändig, störrisch Weinhold 78b; doch wird das wort schwerlich zu der wortreihe, die unter regen sp. 508 angeführt worden ist, gestellt werden dürfen. das adj. ist erst verhältnismäszig spät bezeugt, tener rogel Dief. 577c; von speisen: ain voressen, alsz ain rogel durchgeschlagen erbes. anz. für kunde d. vorz. 1857, 44. von andern lockern dingen: rogel gemessenes scheitholz. Schm. a. a. o.; sie schütten auch solch futter nicht rogell ein, sondern es musz eingestoszen sein. ebenda; die pflanzen, so etwan durch das ausjetten (des unkrauts) gerigelt und rogel gemacht worden, soll man sanft und sachte wieder eindrucken. Hohberg 1, 467b; wann die bäume von den winden hin und wieder getrieben sind, wird die wurzel rogel und lücker. 2, 472b; die wurzen (des spargels) in wein gesotten, stillet das zahnwehe und befestet die rogeln zähne. 1, 498b. auch bei Adelung aus lebendiger oberdeutscher sprache: der zahn ist rogel, rogeles erdreich. in den sinn 'dünn, schwach' übergegangen: rogel, dünn sein, extenuare Aventin. werke 1, 433, 11. von der luft: rarus, rogel, ut aër qui non humectat. Dief. 484b. bildlich: wie sind deine rhumwort so rogel. H. Sachs 2, 4, 36b. weiterbildung rogelicht, von dem lockern gefüge des schwammes: als ein duffstein oder bimbstein, roglet und gelöchert auf schwammen art. Paracelsus opp. 1, 160 A.
2318 Zeichen · 47 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    rogelstm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +4 Parallelbelege

    rogel stm. mîne pfaffen die suln rogel eʒʒen gegen der slahte masten (?) bei Lachm. zu Walth. 34,12. Wackernagel schlägt…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    rogelN.

    Köbler Mnd. Wörterbuch

    rogel , N. Vw.: s. rōgen (1)

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Rogel

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    * Rogel , -er, -ste, adj. et adv. welches nur im Oberdeutschen üblich ist, wo es locker bedeutet. Der Zahn ist rogel, lo…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit rogel

11 Bildungen · 8 Erstglied · 3 Zweitglied · 0 Ableitungen

rogel‑ als Erstglied (8 von 8)

rogelen

KöblerMhd

roge·len

rogelen , sw. V. nhd. locker legen, aufschichten, schichten auf Q.: Berth (um 1275) E.: s. rogel W.: nhd. (ält.) rogeln, V., rogeln, wackeln…

Rogel, Hanns

DWBQVZ

Rogel, Hanns meistersinger in Augsburg.

rogelich

KöblerMhd

roge·lich

rogelich , Adj. nhd. locker E.: s. rogel W.: nhd. DW- L.: Hennig (rogelich)

rogelīchen

KöblerMhd

roge·līchen

rogelīchen , Adv. nhd. locker Q.: OvW (2. Viertel 15. Jh.) E.: s. rogelich W.: nhd. DW- L.: Hennig (rogelīchen)

rogel als Zweitglied (3 von 3)

G(e)trogel

Idiotikon

G(e)trogel Band 14, Spalte 658 G(e)trogel 14,658

gesprogel

Lexer

ge-sprogel stn. das gesprogel und die stein am Mein heissen abe tuon Frankf. brgmstb. 1442 vig. III. p. exaudi. vgl. Schm. 3,590.