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Röteln

nhd. bis spez. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
10 in 8 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Röteln

Röteln

rot Adj. Die Farbbezeichnung ahd. rōt (8. Jh.), mhd. rōt, auch ‘falsch, listig’, asächs. rōd, mnd. rōt, mnl. root, nl. rood, afries. rād, aengl. rēad, engl. red, anord. rauðr, schwed. röd, got. rauþs (germ. *rauda-), daneben (ablautend) aengl. rēod ‘rötlich’ (germ. *reuda-) führt wie 2Rost (s. d.) mit aind. rudhiráḥ ‘rot, blutig’, rúdhiram ‘Blut’, griech. erythrós (ἐρυθρός) ‘rot’, lat. ruber ‘rot’ (s. Rubin, Rubrik), air. rūad ‘rot’, lit. raũdas ‘rotbraun, fuchsrot, rötlich’, aslaw. ruda ‘Erz, Bergwerk’, aruss. rudъ, russ. (landschaftlich) rudój (рудой), rúdyj (рудый) ‘blutrot’ auf eine Wurzel ie. *reudh-, *roudh-, *rudh- ‘rot’. Es handelt sich wohl um die älteste und zugleich in den ie. Sprachen am weitesten verbreitete Farbbezeichnung. – Röte f. ‘das Rotsein, rote Färbung’, ahd. rōtī (um 1000), mhd. rœte. Rötel m. Mischung von Ton, Kreide und Eisenoxid, Rötelstein, roter Farbstoff, rœtel(stein) (14. Jh.). Röteln Plur. Kinderkrankheit, bei der sich rote Flecken auf der Haut bilden (2. Hälfte 16. Jh.), älter Rötel Plur. (Mitte 16. Jh.). röten Vb., ahd. rōtēn ‘rot werden, rötlich schimmern’ (8. Jh.), rōten ‘rot machen’ (9. Jh.), mhd. rōten ‘rot sein oder werden’, rœten ‘rot machen’, reflexiv ‘erröten, sich schämen’. erröten Vb. ‘rot werden’, ahd. irrōtēn (10. Jh.), mhd. errōten (auch ‘rot machen’). rötlich Adj. ‘ins Rote spielend, leicht rot’ (15. Jh.), vgl. mhd. rœteleht und rœtec. Rotauge n. ‘Plötze’, ahd. rōtouga (Hs. 13. Jh.), spätmhd. rōtouge, benannt nach einem roten Ring um die Augen. Rotkehlchen n. kleiner Singvogel mit rotgefiederter Kehle und Brust (Anfang 16. Jh.); vgl. ahd. rōtila, rōtilo (Hs. 12. Jh.), frühnhd. rötel (15. Jh.). Rotwild n. Sammelbezeichnung für Edelhirsche (mit im Sommer rötlichbraunem Fell), mhd. rōtwilt.
1763 Zeichen · 91 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    rötelnverb.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +2 Parallelbelege

    röteln , verb. 1) rötlich, rot sein oder werden: röthelen, ein wenig rot werden. Stalder 2, 284 ; sie ( die alten ) lass…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    röteln

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    röteln -th- rot od rötlich erscheinen; ins Rote hinüberspielen die Alten..lassen das Gelbe r., weil es in seiner Steiger…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Röteln

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Röteln ( Rubeola ), rotfleckiger Hautausschlag, der unter Fieber und gleichzeitiger Affektion der Schleimhäute auftritt …

  4. modern
    Dialekt
    rœteln

    Mecklenburgisches Wb. · +2 Parallelbelege

    rœteln rasseln, klappern: Nu hür eens, wu dat Water stött, Klunkt, rœtelt, rummeln deit Bri. 1, 63; Lat 'n rœteln (Hasel…

  5. Spezial
    Röteln

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Rö|teln pl. ‹med› rosolia f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit roeteln

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Zerlegung von roeteln 2 Komponenten

roet+eln

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