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robbe

nhd. bis spez. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
7 in 7 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

robbe f.

Bd. 14, Sp. 1087
robbe, f. eine art von seethieren; am bekanntesten der seehund, phoca vitulina. das thier und sein name blieben den Oberdeutschen lange fremd; aufgenommen wurde in ganz junger zeit das niederd. rabbe, m. brem. wb. 3, 536; neuniederl. rob, robbe, m. f., nebenformen rubbe und roppe bei Nemnich. merkwürdigerweise glossiert Kilian robbe, robbeken durch cuniculus (kaninchen); dagegen Kramer 317 'ein hartschuppiger seehund'. unser wort fehlt bei Dasypodius (phoca, ein meerkalb), Maaler, Henisch, Schottel, Steinbach und Stieler; auch in den groszen thierbüchern des 16. jahrh. fehlt die bezeichnung robbe und werden dem thiere andere namen beigelegt. φώκα vitulus marinus, meerkalb, meerschwein. Heyden Plinius (1571) 166; mOerhund bei M. Herr (1546) 70b; Gesner-Forer (1583) und Gesner-Forer-Horst (1669) scheinen ein solches thier überhaupt nicht zu kennen. wie imn. und holl., so schwankt das geschlecht des wortes auch im deutschen: Adelung hat nur der robbe; bei Nemnich ist masculiner und femininer gebrauch gleich vertheilt; Campe sagt der robbe und fügt hinzu: bei andern die robbe. heute ist das fem. allein üblich, was um so auffälliger erscheinen musz, als noch Heinsius (1820) nur das masc. kennt; ebenda heiszt es 3, 1195b die zunge eines robben. belegt ist das wort nicht allzu häufig: dort (am nordpol) werde ich (Bolz) während dem rest meiner tage traurig mit eisbären domino spielen oder unter den robben die anfänge journalistischer bildung verbreiten. Freytag dram. werke 2, 61; wahrlich, die lauer bekam uns fürchterlich! denn zum ersticken quälte der gräszliche dunst der meergemästeten robben. Voss Odyss. 4, 442; ietzo entstiegen der fluth dichtwimmelnde robben, und ringsum streckten sich alle gereiht am wogenschlage des meeres. 448; robben ruhten geschaart am kieselgepflasterten meerstrand. Kosegarten dicht. 35 (1824), 95; wolken, rauch und asche wallen, und am strand die robben winseln, und die rothen steine fallen nieder auf entfernten inseln. Freiligrath ged. (1841) 4. robbe wird häufig mit anderen wörtern zusammengesetzt, um eine besondere gattung zu bezeichnen; die naturgeschichte unterscheidet bärenrobben, bartrobben, blasenrobben, elephantenrobben, kappenrobben, kegelrobben, kuppenrobben, löwenrobben, mönchsrobben, mützenrobben, ohrenrobben, rüsselrobben.
2324 Zeichen · 34 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Robbe

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Robbe , die -n, plur. die -n, der Nahme des Seehundes in den mitternächtigen Sprachen, welcher durch die Schifffahrt…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Robbe

    Goethe-Wörterbuch

    Robbe pl: Walrosse, Ohren- u Hundsrobben umfassende Gruppe im Meer lebender Raubtiere mit plumpem, langgestreckem, mit P…

  3. Sprichwörter
    Robbe

    Wander (Sprichwörter)

    Robbe 1. Die eigene Robbe ist besser als das fremde Walross. ( Wiburg. ) 2. Robben is en goden Fisch, wenn nicks anders …

  4. Spezial
    Robbe

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Rob|be (Pinnipedia) f. (-,-n) ‹zool› cian dl mer m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit robbe

20 Bildungen · 20 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

robbe‑ als Erstglied (20 von 20)

robbeln I

RhWB

robbeln I -ǫb- = rappeln (s. d.);

robbenart

DWB

robben·art

robbenart , f. diese oder jene besondere art der robben. Nemnich.

Robbenfelle

Meyers

Robbenfelle , die Felle verschiedener Robbenarten (s. Robben ), sind 1–3 m lang und 0,6–1,9 m breit, sie werden meist eingesalzen und nach L…

robbengebiet

DWB

robben·gebiet

robbengebiet , n. : ( das schiff ) war sein ( des Norddeutschen ) seepferd, sein wasservogel, die höhlung war die brust, das vordertheil der…

robbenklopfer

DWB

robben·klopfer

robbenklopfer , m. einer, der robben klopft, oder todtschlägt; ein schiff, welches auf den robbenfang ausläuft. Campe.

robbenknüppel

DWB

robben·knueppel

robbenknüppel , m. knüppel mit einem eisen an der einen seite, an der andern mit einem haken, die robben damit todt zu schlagen und dann for…

robbenschar

DWB

robben·schar

robbenschar , f. schar von robben: man sieht des hirten pfeife glimmen, und vor ihm her die heerde schwimmen, wie Proteus seine robbenschaar…

robbenschläger

DWB

robben·schlaeger

robbenschläger , m. personen und schiffe, welche jährlich aus Niederdeutschland auf den fang der seehunde auslaufen. Adelung.

robbenzunge

DWB

robben·zunge

robbenzunge , f. 1 1) die zunge von einer robbe. 2 2) übertragen, bezeichnung der pflanze tellina scobinata. Nemnich. name einer art muschel…

robbern

MeckWB

rob·bern

robbern Whist spielen Mi Nachtr. ; Robber heißt eig. ein Gang im Whistspiel, engl. rubber. Zs. utrobbern .

Robbert

RhWB

Robbert -ǫb- s. bei roppen;