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rip

mnd. bis Dial. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MeckWB
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8 in 6 Wb.
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Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

rip

Bd. 5, Sp. 926
Wossidia rip reif, ausgewachsen, zum Abernten geeignet: riip Niem. Idiot. 21; rip Mi 71a 1. von Pflanzen; ihre Reifezeit wird nach den bekannten Kalendertagen angegeben: Jakobi (25. 7.) is dei Roggen, dat Kuurn rip allgem.; soväl dei Sleeduurn vör Maidag bläuht, so väl Dag' vör Jakobi ward dei Roggen rip Schö; s. auch Jakobi (Bd. 3, 1060), Fleeder (Bd. 2, 978), Fleederblaum (ebda); Petrikett (1. 8), Wenn de Roggen nich rip is, is hei fett Wa; Bartelmeis (24. 8.) is dat Kuurn rip Ro, gilt bes. für den Hawern als letzter Erntetermin; auch die Nachmahd des Heues ist dann gut (s. Bd. 1, 638), ferner die Haselnüsse (s. Hasselnœt, Bd. 3, 502); Micheil (29. 9.) sünd dei Appel rip SchöSchönberg@Hohen SchönbergHSchönb; ... dei Ketüffel Ha; Lu; bes. die Reifegrade des Getreides beobachtet der Landmann aufmerksam von half rip, gräunrip, gräun, tau weik, melkrip (dem noch nicht reifen Korn) über notrip und drög'rip (dem frühreifen) bis rip, hart-, meih-, snittrip (dem reifen) und gäl-, gold-, stock-, stocken-, knaken-, vullrip, dull rip, hoch-, œwer- und dod-, dodenrip (dem sehr oder überreifen Korn), seltenere Bezeichnungen verbleikt, verschient, kütig, melkig, snappig s. d.; vom noch nicht ausgereiften Korn sagt man sonst auch: dat Kuurn steiht inne Melk, inne Wälrip, is tau feucht, noch bunt, mengt sick, hett Notdöp krägen; ehe der Hafer aufgebunden wird, muß er swaddrip sein; das Anmähen des ausgereiften Roggens war im Bauerndorf gemeinsame Sache: bi 'n Schulten ward de Rogg' rip maakt WaWaren@LansenLans; weitere Belege s. Rogg' und Wo. Ernt. 14; zum Einfahren muß das Korn rip, hockrip, drög' sein; de Rogg' is œwer de Welt rip RoRostock@DierhagenDierh; dat Kuurn hadd' rip sin künnt, dat hett lang' naug Tit hatt tau wassen Elm; im Bastlösereim: Wenn dei Rogg' rip is Bartsch 2, 263; die nicht ausgereiften Kartoffeln nennt man allgem. gräun, unrip oder nich rip, nich utwussen, sei pöllen noch, öft. snappig, sei sitten noch fast an de Stangen, Stauden, seltener natt, weik, külpig, säutlich, pellig, tau frisch, tau jung, nich utriept, sei hüden, hebben Flunken (s. Flunk 3, Bd. 2, 1024), sitten noch fast ant Krut, de Hut, dat Fell lett nich los; vor der Reife vertrocknet das Kraut: dat Krut ward rip Gü; Pa; Schö; von den reifen Kartoffeln heißt es allgem. sei sünd rip, utwussen, auch drög', seltener ierdrip, mählig, gäl, afwussen, laten los von de Stangen, sitten los' an 'n Struk, nich mihr ant Krut, de Schal, Pöll sitt fast; von Apfelsinen gesagt: in Sizilien wir de Aust rip WiWismar@WangernWang; Ausruf beim Kartenspiel, wenn gleich anfangs ein Stich gemacht oder ein Spiel gewonnen wird: de iersten Plummen sünd madig un de letzten warden nich rip RoRostock@KühlungsbornKühl; den Rat, vor der eigenen Tür zu kehren, enthält die Rda. ick kann an minen Nahwer sin Beeren sehn, wenn min rip sünd Bri. Volkssp. 22. 2. von Menschen, Tieren, Gegenständen a. von Mädchen geschlechtsreif, heiratsfähig: rik nich, œwer rip HaHagenow@Groß KramsGKrams; die ältliche Braut wir rip, as se plückt würd' StaStargard@WulkenzinWulk; 'eene riepe Deeren' (1712) Kohf. Hg. 11, 3; von der Bienenkönigin reif für den Hochzeitsflug: ne rip Königin (s. d., Bd. 4, 530) U. Imm. 1, 7; vom Honig verkaufsfähig, in Kandierung übergehend: wenn de Honnig rip is U. Imm. 1, 7; wenn de Kronen ropen, is dat Speck rip kann angeschnitten werden RoRostock@DierhagenDierh; s. Kraun (Bd. 4, 637), galstrig (Bd. 3, 29); üble Nachrede geißelt: nicks is swönner to drägen as ne Bücks vull rip Schit RoRostock@RibnitzRibn. b. rip sin häufig im Sinne von dem Tode, dem Verderben geweiht sein: nu büst du rip Reut. 1, 232; ick dacht, nu büst du rip StaStargard@Klein NemerowKNem; Hey. Punsch. 71; Pip, Dän, pip, Tau Water büst du rip verloren, zit. Bri. 1, 219; im Vergleich: der Todkranke is rip as ne gäl Beer Wa; prägnant: dee (das elende Schaf) is ok rip för de Kreigen GüGüstrow@GülzowGülz; der Verbrecher is rip för Bützow näml. das bekannte Zuchthaus Dreibergen RoRostock@RibnitzRibn. 3. in a. Spr., formelhaft zu Rat getreten, reiflich: 'hebben wy ... dyt alle woll overwegen unde uns des rypes rades gebruket' (Wi 1464) Jb. 36, 98; 'na ripeme rade' (Ro 1482) 53, 163; 'mitt Vernunfft und rypen Rade' Union der Landesstände von 1523. Weitere Zss.: ei-, karn-, mut-, nest-, slacht-, tittrip. — Mnd. rîpe. — Br. Wb. 3, 499; Da. 173a; Kü. 2, 645; Me. 4, 99.
4173 Zeichen · 78 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    ¹rîp

    Mittelniederdeutsches Wb. · +2 Parallelbelege

    1 rîp s. 1 rîpe.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    rip

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    rip , s. rips.

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    R. I. P

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    R. I. P. (d.h. requiescat in pace; lat.), er (sie) ruhe in Frieden!

  4. modern
    Dialekt
    rip

    Mecklenburgisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    rip reif, ausgewachsen, zum Abernten geeignet: riip Niem. Idiot. 21; rip Mi 71 a 1. von Pflanzen; ihre Reifezeit wird na…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit rip

401 Bildungen · 378 Erstglied · 19 Zweitglied · 4 Ableitungen

rip‑ als Erstglied (30 von 378)

Ripaille

Meyers

Ripaille (spr. -páj'), Schloß, s. Thonon.

ripan

DRW

ripan, v. [Ergänzung zur Druckversion] wie plündern hy hergiaþ and heawaþ, rypaþ and reafiaþ and to scipe lædaþ oJ. Bosw.-Toller 800 Faksimi…

Ripatransōne

Meyers

Ripatransōne , Stadt in der ital. Provinz Ascoli Piceno, Kreis Fermo, Bischofssitz, hat mittelalterliche Mauern, einen Palast des Podestà (1…

ripdrög'

MeckWB

rip·droeg

ripdrög' das trockengewordene Kartoffelkraut is ripdrög' Wi.

Rīpede

WWB

Rīpede f. [verstr.] Zustand des Reifseins. Vor de Ruipte ( Hal Bh). Zus.:→ Geªl~ , Gold~ , Gro¹n~ .

ripel

DWB

ripel , m. ein zum gestübe im hüttenbau gebräuchlicher satz. minerallex. (1743) 450 a .

¹rîpen

MNWB

1 rîpen , swv. ( *° st. Part. Prät. gerēpen [Oldecop 638]): sich als Rauhreif absetzen, „bru- mare pruinare” (Voc. Strals. ed. Damme), (nur …

ripen1

MeckWB

ripen 1 reifen, reif werden, z. B. Obst, Korn Mi 71 a ; von Kartoffeln öft.; sprw.: wat tidig riept, rott't ok tidig Schw Pamp ; ähnl. Bey. …

ripen2

MeckWB

ripen 2 reifen, Reif bilden: dat hett ript es hat gereift, etwas gefroren Mi 71 a ; im Schwank vom Buhlen: Dat hett so dull riept un froren,…

rîpengelt

MNWB

ripen·gelt

° rîpengelt , n. : Abgabe auf die Getreideernte , wî ... tü̂gen ... dat wî ēm und sînen erven gedân und gelēgen hebben dat rîpenkōrne r. kām…

rîpenkōrn

MNWB

ripen·korn

° rîpenkōrn , n. ( Gen. Sg. -es ) : Abgabe an geerntetem Getreide, dâr plach de hêrschop inne tô hebbende 4 drȫmet r.es (Klempin 549).

Ripere

DRW

rip·ere

Ripere, m. [Ergänzung zur Druckversion] wie Räuber (I), Plünderer licceteras ⁊ leogeras, ryperas ⁊ reaferas godes graman habban, butan hig g…

Rīper(t)

WWB

rip·ert

Rīper(t) m. 1. ›Rīpert‹ Tasche (zum Tragen) [ Dor Enr Isl]. — 2. ›Riᵉper(t)‹ grobe Schürze aus Sacktuch; Sackleinen als Knieschutz ( Hal Bh …

Ripert I

RhWB

Ripert I -ī- = Tasche s. Reipert;

Ripert II

RhWB

Ripert II -ī- im Rätsel von der Möhre s. ripp III.

Ripes

RhWB

Ripes rībəs [ Daun-Michelb -i- ], Pl. -əsən m.: 1. kleine rote Ameise Wittl-Meerf , Daun-Michelb . — 2. übertr. a. spindeldürrer Mensch Bitb…

rīpetha

AWB

rīpetha aostndfrk. st. f. , mnl. ripede ( vgl. Mnl. wb. 6,1395 s. v. rijpheit); ae. rípð ( vgl. Clark Hall-Meritt, Suppl. ). Verschrieben: r…

ripfel

DWB

rip·fel

ripfel , f. falte ( vgl. dazu riefe sp. 921): ja er spricht, ein eynfeltige betrachtung des lydens Cristi, aber ob du do zuo kumest, das sie…

riphante

AWB

riphante Gl 1,726,19 s. rîban.

rîphêⁱt

MNWB

rip·heit

rîphêⁱt ( rypet [Monotess. 133]), f. : 1. Zustand des Reifseins, Reife, dat höü des ackers und de grö̂nende krü̂der der dēker dat vordrö̂get…

RIPHEVS

Hederich

RIPHEVS , ëi , ( Tab. XIV .) ein Centaur von solcher Größe, daß er über die höchsten Wälder hervor ragete, den aber dennoch Theseus auf des …

rîpichêⁱt

MNWB

rîpichêⁱt ( rijpic- ), rîpec-, f. : 1. Zustand des Reifseins, Reife, dat kōrn vorvrôs up den velde unde quam nicht tô der r. (Chr. d. d. St.…

Ripidolith

Meyers

Ripidolith , Mineral, s. Chlorit .

rip als Zweitglied (19 von 19)

grip

KöblerAhd

*grip , st. M. (a?, i?) nhd. Griff ne. grip (N.) Vw.: s. ana-

anagrip

KöblerAhd

ana·grip

anagrip , st. M. (i) nhd. Angreifen ne. touch (N.), assault (N.) ÜG.: lat. (culpa) LLang Q.: LLang (643) E.: s. ana, grīfan

anetrip

KöblerMhd

anet·rip

anetrip , st. M. nhd. Weideplatz E.: s. ane, trip W.: s. nhd. Antrieb, M., Antrieb, DW2 3, 47 L.: Lexer 366b (antrip), LexerN 3, 29 (antrip)

antrip

KöblerMhd

ant·rip

antrip , st. M. Vw.: s. anetrip

begrip

MNWB

beg·rip

begrip , begrîp , begrēp (begreyp) , n. , vereinzelt m. , 1. das Ergreifen. 2. Gebiet, Umfang , Bezirk. 3. Absicht, Begriff, Gedanke, Vorste…

bigrip

KöblerAfries

bigrip , st. M. (i) nhd. Satzung, Abmachung, Bestimmung ne. agreement Q.: S E.: s. bi-, *grip L.: Hh 36b, Rh 635a

gegrip

KöblerAe

gegrip , F. nhd. Vernichtung, Verderben, Verwesung ÜG.: lat. corruptio Hw.: s. gegripnėss I.: Lüt. lat. corruptio E.: s. ge-, *grip L.: Hh 1…

getrîp

Lexer

get·rip

ge-trîp , -bes stn. BMZ das treiben, getreibe Pass. sich ûʒ zeichen mit allen getrîben W. v. Rh. 113,14. eʒ was gar sîn getrîp, antrieb Hein…

gräunrip

MeckWBN

graun·rip

Wossidia gräunrip halbreif, vom Getreide Schö Schönberg@Wohlenberg Wohl .

ofetrip

KöblerAe

ofetrip , N. nhd. Ernte ÜG.: lat. messis Gl Q.: Gl E.: s. ofet, rī̆p L.: Hall/Meritt 259a

prachertrîp

MNWB

pracher·trip

*° prachertrîp ( Pracher Triep ), subst. : eine halbsamtartige Stoffart (Klingged. 15).

Rugrîp

Wander

rug·rip

Rugrîp Rurîp – in drê Dagen deit (thauet) de der of, of weit (weht) der of. – Kern, 1260. Aus dem Reife soll zu schliessen sein, dass bald W…

скрип

RDWB2

скрип перен. со скрипом идиом. , разг. - mühsam, gerade noch, kaum, knapp закончил школу со скрипом / с большим скрипом - j-d hat mühsam / k…

strip

KöblerAn

strip , st. N. (a) nhd. gestreiftes Zeug I.: Lw. mnd. strīpe E.: s. mnd. strīpe L.: Vr 553b

ümmegrîp

MNWB

uemme·grip

° ümmegrîp , m. : äußere Begrenzung, Umfang , „ To deme ersten so maken se in de erden vele hoͤger bome / welke dar maken den vmme gryp edde…

vihetrîp

Lexer

vihe·trip

vihe-trîp , vihe-trip stm. einem vichtreib in den walt geben Chr. 1. 30,25. viehtriep und weidegank Mone z. 7,301 ( 1483 ). viechtrieb Kaltb…

übertrip

KöblerMhd

übertrip , st. M. nhd. „Übertrieb“, Recht über die Weide eines anderen auf seine Weide zu treiben, widerrechtliches Beweiden fremder Gründe …

Ableitungen von rip (4 von 4)

berîpen

MNWB

berîpen , swv. , mit Reif überziehen.

ripe

AWB

ripe Gl 4,346,4 s. ribbi.

unrip

MeckWB

unrip unreif: 1. uva acerba 'unrype Druven' Chytr. 482; dat Kuurn is noch unrip Ro Ribn ; verdarw di nich de Mag' mit unrip Stickelbeeren! e…

unrîpe

MNWB

unrîpe , adj. : 1. (Früchte:) unreif, „Jnmaturus vnripe ” (De Man 209), „ Vnripe immaturus” (Voc. Strals. ed. Damme 446), „Omphacium , sapp …