lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

ribbeln

nhd. bis Dial. · 3 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
3 in 3 Wb.
Sprachstufen
2 von 16
Verweise rein
35
Verweise raus
40

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

ribbeln

ribbeln

reiben Vb. ‘einen Gegenstand an einem anderen hin und her bewegen, mit den Händen unter leichtem Druck über einen Körperteil streichen’. Für das nur westgerm. bezeugte starke Verb ahd. rīban (um 800), mhd. rīben, mnd. mnl. wrīven, nl. wrijven (westgerm. *wrīban) mit dem Intensivum nd. wribbeln ‘wirbeln, schwenken, reiben, quetschen’ (vgl. auch seemännisch Wreifholz ‘Reibeholz, das zwischen Schiff und Anlegestelle gehängt wird’) bietet sich keine sichere außergerm. Anknüpfungsmöglichkeit. Am ehesten läßt sich noch griech. rhī́ptein (ῥίπτειν) ‘werfen, schleudern, stoßen, stürzen’ vergleichen, so daß mit einer Ausgangsbedeutung ‘drehen, hin und her bewegen’ über eine Labialerweiterung ie. *u̯reip-, *u̯rīp- Anschluß an die Wurzel ie. *u̯er- ‘drehen, biegen’ (s. auch werden, werfen, Wurm) möglich ist. S. auch gerieben. – Reibe f. ‘Küchengerät mit durchlöcherter, rauher Oberfläche zum Zerkleinern, Zermahlen verschiedener Lebensmittel oder Gewürze’ (15. Jh.). Reibeisen n., mhd. rībīsen. Reiberei f. ‘Meinungsverschiedenheit, Auseinandersetzung, Streitigkeit’ (19. Jh.), gebildet im Anschluß an sich an jmdm. reiben ‘mit jmdm. Streit anfangen, in Streit geraten’ (16. Jh.). abreiben Vb. ‘durch Reiben entfernen, säubern, reibend bearbeiten, frottieren, massieren, durch Reibung abnutzen’, mhd. aberīben ‘durch Reiben entfernen, loslösen’; Abreibung f. ‘das Abreiben’ (16. Jh.), umgangssprachlich ‘Tracht Prügel’, auch ‘Schelte, Abkanzelung’ (Anfang 20. Jh.). aufreiben Vb. ‘völlig zerreiben, wundreiben’, übertragen ‘eine militärische Einheit im Kampf vernichten, überbeanspruchen und völlig verbrauchen, zermürben, erschöpfen, ermüden’ (um 1500). zerreiben Vb. ‘durch Reiben zerkleinern, pulverisieren’, mhd. zerrīben. ribbeln Vb. ‘reiben, aufrauhen’, Intensivbildung (16. Jh.) zu reiben. Daneben die Lautvariante rubbeln Vb. ‘heftig reiben’, regional auch ‘poltern, rumpeln’ (20. Jh., wohl älter), vgl. engl. to rub. In Weinanbaugebieten dazu ablautend rebeln Vb. ‘Trauben zerreiben, pressen, quetschen’ (18. Jh.).
2023 Zeichen · 62 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    ribbeln

    Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

    reiben Vb. ‘einen Gegenstand an einem anderen hin und her bewegen, mit den Händen unter leichtem Druck über einen Körper…

  2. modern
    Dialekt
    ribbelnschw.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    ribbeln , riebeln , rippeln schw. : 1. 'reiben, bes. (mit den Händen oder Fingern) zu Krümeln zerreiben', riwwele, daneb…

Verweisungsnetz

44 Knoten, 56 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Hub 1 Kompositum 41 Sackgasse 2

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ribbeln

5 Bildungen · 2 Erstglied · 0 Zweitglied · 3 Ableitungen

Zerlegung von ribbeln 2 Komponenten

ribb+eln

ribbeln setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

ribbeln‑ als Erstglied (2 von 2)

ribbeln III

RhWB

ribbeln III das Wort, ein Frequentativum zu riben ‘reiben’, zu dem auch fribbeln zu vergleichen ist, ist in drei geschlossenen Geb. bezeugt …

Ableitungen von ribbeln (3 von 3)

beribbeln

RhWB

be-ribbeln: etwas b., bezahlen, blechen Saarbr-Sulzb .

verribbeln

PfWB

ver-ribbeln schw. : 1. a. 'in kleine Teilchen zerreiben', z. B. ein Stück Brot, veriww(e)le [verbr.], -ribble [ ZW-Battw ]; vgl. verreiben 1…

zerribbeln

RhWB

zer-ribbeln: etwas z., zerreiben Allg.