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Reibeisen

nhd. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
9 in 9 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Reibeisen

Reibeisen

reiben Vb. ‘einen Gegenstand an einem anderen hin und her bewegen, mit den Händen unter leichtem Druck über einen Körperteil streichen’. Für das nur westgerm. bezeugte starke Verb ahd. rīban (um 800), mhd. rīben, mnd. mnl. wrīven, nl. wrijven (westgerm. *wrīban) mit dem Intensivum nd. wribbeln ‘wirbeln, schwenken, reiben, quetschen’ (vgl. auch seemännisch Wreifholz ‘Reibeholz, das zwischen Schiff und Anlegestelle gehängt wird’) bietet sich keine sichere außergerm. Anknüpfungsmöglichkeit. Am ehesten läßt sich noch griech. rhī́ptein (ῥίπτειν) ‘werfen, schleudern, stoßen, stürzen’ vergleichen, so daß mit einer Ausgangsbedeutung ‘drehen, hin und her bewegen’ über eine Labialerweiterung ie. *u̯reip-, *u̯rīp- Anschluß an die Wurzel ie. *u̯er- ‘drehen, biegen’ (s. auch werden, werfen, Wurm) möglich ist. S. auch gerieben. – Reibe f. ‘Küchengerät mit durchlöcherter, rauher Oberfläche zum Zerkleinern, Zermahlen verschiedener Lebensmittel oder Gewürze’ (15. Jh.). Reibeisen n., mhd. rībīsen. Reiberei f. ‘Meinungsverschiedenheit, Auseinandersetzung, Streitigkeit’ (19. Jh.), gebildet im Anschluß an sich an jmdm. reiben ‘mit jmdm. Streit anfangen, in Streit geraten’ (16. Jh.). abreiben Vb. ‘durch Reiben entfernen, säubern, reibend bearbeiten, frottieren, massieren, durch Reibung abnutzen’, mhd. aberīben ‘durch Reiben entfernen, loslösen’; Abreibung f. ‘das Abreiben’ (16. Jh.), umgangssprachlich ‘Tracht Prügel’, auch ‘Schelte, Abkanzelung’ (Anfang 20. Jh.). aufreiben Vb. ‘völlig zerreiben, wundreiben’, übertragen ‘eine militärische Einheit im Kampf vernichten, überbeanspruchen und völlig verbrauchen, zermürben, erschöpfen, ermüden’ (um 1500). zerreiben Vb. ‘durch Reiben zerkleinern, pulverisieren’, mhd. zerrīben. ribbeln Vb. ‘reiben, aufrauhen’, Intensivbildung (16. Jh.) zu reiben. Daneben die Lautvariante rubbeln Vb. ‘heftig reiben’, regional auch ‘poltern, rumpeln’ (20. Jh., wohl älter), vgl. engl. to rub. In Weinanbaugebieten dazu ablautend rebeln Vb. ‘Trauben zerreiben, pressen, quetschen’ (18. Jh.).
2023 Zeichen · 62 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Reibeisen

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Das Reibeisen , des -s, plur. ut nom. sing. ein eisernes Werkzeug, andere Dinge damit oder darauf zu reiben. So wird in …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Reibeisen

    Goethe-Wörterbuch

    Reibeisen 1 Reibe, Raspel; als Küchengerät [ Märten: ] Das ist ja ein Brot.|.. [ Schnaps: ] Da wird nun auch das Nöthige…

  3. modern
    Dialekt
    Reibeisenn.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Reib-eisen n. : 1. 'Küchengerät zum Zerreiben von Lebensmitteln (Kartoffeln, Meerettich u. a.)', Rew(w)eise [verbr., auc…

  4. Sprichwörter
    Reibeisen

    Wander (Sprichwörter)

    Reibeisen Aem a techtich Rîbaisa gân. (S. Heimleuchten.) ( Oesterr.-Schles. ) – Peter, 445.

  5. Spezial
    Reibeisen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Reib|ei|sen n. (-s,-) 1 grata (-tes) f. 2 rafadú (-dus) m. 3 rasciadú (-dus) m. 4 sferiadú (-dus) m. ▬ mit dem Reibeisen…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit reibeisen

2 Bildungen · 2 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von reibeisen 2 Komponenten

reibe+isen

reibeisen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

reibeisen‑ als Erstglied (2 von 2)

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Cotta, M. (2026). „reibeisen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 11. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/reibeisen/pfeifer_etym
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Cotta, Marcel. „reibeisen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/reibeisen/pfeifer_etym. Abgerufen 11. May 2026.
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Cotta, Marcel. „reibeisen". lautwandel.de. Zugegriffen 11. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/reibeisen/pfeifer_etym.
BibTeX
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