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raumen

nhd. bis Dial. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

FWB
Anchors
11 in 7 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
Verweise rein
14
Verweise raus
7

Eintrag · Frühneuhochdeutsches Wb. (FWB)

raumen

raumen

  1. ›eine räumliche bzw. räumlich gedachte Bezugsgröße verlassen‹; dies überwiegend Zwang, Notwendigkeit implizierend: ›von einem Ort, aus einem Land weggehen, wegziehen, flüchten, abziehen (müssen)‹; spe
  2. ›weichen, den Rückzug antreten‹; salopp: ›abhauen, verschwinden‹; speziell: ›(aus einem Haus) ausziehen‹; ohne Explikation der mitgedachten räumlichen Bezugsgröße
  3. ›jm. etw. freimachen, etw. (meist: einen Ort, Platz) von der Anwesenheit unerwünschter Personen räumen‹; mit Dat.obj. d. P.: ›jm. etw. (z. B. ein besetztes Gebiet, ein Grundstück, ein Lehen) überlasse
  4. ›etw. (meist: einen Ort, Platz) zu einem bestimmten Zweck von etw., das als störend vorausgesetzt, aber nicht genannt wird, freimachen, reinigen‹; im Einzelnen: ›etw. (z. B. Wasserläufe, Weideland, Gr
  5. ›etw. von / aus einer räumlichen bzw. räumlich gedachten Bezugsgröße wegschaffen, entfernen, tilgen, verschwinden lassen‹
  6. ›etw. (ohne Erlaubnis, ohne Recht) ausräumen, plündern‹; tendenziell ironisierend, an 4 anschließbar.
  7. ›nachgeben‹; ›jm. / e. S. etw. zugestehen, Raum geben‹; als Ütr. zu 3 auffassbar

Etymologie: zu mhd.

1097 Zeichen · 33 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    raumenverb.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +4 Parallelbelege

    raumen , verb. für rahmen, den rahm abnehmen sp. 67, wie das subst. raum für rahm steht ( oben sp. 283); bildlich den bu…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Raumen

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Raumen , seemännisch vom Wind gesagt, wenn er günstiger zur Kursrichtung wird (Raumwind) ; das Gegenteil bezeichnet schr…

  3. modern
    Dialekt
    raumen

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    raume n [ràimə Bebelnh. ; roimə M. ; rmə Brum. ; rámə Ndrröd. ] 1. Sahne an die Suppe tun: d Supp is t g e raümt. 2. de…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit raumen

4 Bildungen · 0 Erstglied · 1 Zweitglied · 3 Ableitungen

Zerlegung von raumen 2 Komponenten

rau+men

raumen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

raumen als Zweitglied (1 von 1)

anberaumen

DWB

anberaumen , diem praestituere, mhd. berâmen, wofür auch hin und wieder anberahmen gesagt wird, mit wandlung des â in au, Stieler 1535 hat s…

Ableitungen von raumen (3 von 3)

beraumen

DWB

beraumen , was berämen, anberaumen: gen Brieg tagefahrt beraumet. Schweinichen 3, 167 .

geraumen

DWB

geraumen , mhd. gerûmen, intr. platz machen, fortgehen, trans. räumen, verlassen, eʒ gerûmen, den platz räumen, von der stelle weichen Lexer…

Verraumen

Campe

✱ ✱ Verraumen , v. trs . bestimmen, von der Zeit, verrahmen, anberahmen, D. Verraumen .

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „raumen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/raumen/fwb
MLA
Cotta, Marcel. „raumen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/raumen/fwb. Abgerufen 9. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „raumen". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/raumen/fwb.
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