Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
räuspern
räuspern
räuspern Vb. meist reflexiv ‘durch Hüsteln die Kehle reinigen’, frühnhd. riuspern, ruspern, reuspern, reißperen (15. Jh.) ist im Sinne von ‘die Kehle (sauber)kratzen’ eine Iterativbildung mit r-Suffix (wie spätmhd. riuspeln mit l-Suffix) zu ahd. girūspen ‘sich sträuben’ (11. Jh.), mhd. riuspen, mnd. rūspen ‘aufstoßen, rülpsen’. Außergerm. vergleichbar sind lat. rūspārī ‘durchforschen, untersuchen’, eigentlich ‘aufreißend, durchwühlend nach etw. forschen’, und lit. raũsti ‘(die Erde) aufwühlen, wühlen’, so daß von ie. *reus-, *rūs- ausgegangen werden kann, einer Erweiterung der unter Raub (s. d.) angeführten Wurzel ie. *reu-, *reu̯ə- ‘aufreißen, graben, aufwühlen, ausreißen, raffen’.