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Räude

nhd. bis spez. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
Anchors
6 in 6 Wb.
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7

Eintrag · Campe (1807–1813)

Räude Die

Bd. 3, Sp. 762a
Die Räude, Mz. von mehrern Arten — n, eine Krankheit der Haut, da sie von scharfen Feuchtigkeiten unter derselben durchfressen und rauh wird; im O. D. der Rauden, sonst die Krätze, die Schäbe oder Schabe, in manchen Fällen auch der Grind. I weiterer Bedeutung wird auch diejenige Krankheit der Bäume, da die Rinde rauh wird und abspringt und der ganze Baum abstirbt, die Räude genannt. Eben so ist die Raude oder Räude eine Krankheit der Nelken, die in einem um sich fressenden Flecken an den Blumenblättern bestehet, und von dem Roste noch verschieden ist.
563 Zeichen · 6 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Räude

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Die Räude , plur. doch nur von mehrern Arten, die -n, eine Krankheit der Haut, da sie von den scharfen darunter verborge…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Räude

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Räude ( Scabies , Grind, Rande, Krätze) , die in ihrem Wesen der Krätze des Menschen entsprechende Hautkrankheit aller H…

  3. modern
    Dialekt
    Räudef.

    Pfälzisches Wb.

    Räude f. : ' Hautkrankheit des Hundes mit Krustenbildung und Haarausfall ', seltener vom Schaf und Pferd, Raid (raid, rḁ…

  4. Spezial
    Räude

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Räu|de f. (-,-n) ‹med› (Hautkrankheit, Tierseuche) rogna f. , coia f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit raeude

12 Bildungen · 11 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

raeude‑ als Erstglied (11 von 11)

Räudebipp

RhWB

Räude-bipp r·y.dəbip Neuw-Leutesd n.: verächtl. altes Pferd, Schindmähre.

Räude der Kiefer

Meyers

Räude der Kiefer , soviel wie Kienkrankheit, s. Rostpilze .

Räude II

RhWBN

Räude II f.: Hängeschaukel; die etymol. Angaben sind verfehlt u. daher zu streichen; im gleichen Geb. herrscht hierfür auch Reide, das wohl …

räudeln I

RhWB

räudeln I -øyd- ebd. schw.: rollen lassen; Löckske r. einen Ball im Kindersp. in Kaulen rollen lassen. S. räulen.

räudeln II

RhWB

räudeln II -ygd- WEif in Prüm-Leidenborn : etwas zu einem besonderen Zwecke bestimmen; dat Geld han ech mer fer Tubak gerügdelt. — Ungərødəl…

räuderig

RhWB

raeude·rig

räuderig χę·i.dəriχ Saarbg-Winchering Wellen Adj.: missraten, von Früchten; et as läuter r. Geschiər, r.ə Buadem schlechter Ackerboden.

Räudetütt

RhWB

Räude-tütt røytyt Rees-Haldern n.: schwanzloses Huhn.

raeude als Zweitglied (1 von 1)

gebräude

DWB

geb·raeude

gebräude , n. subst. verb. zu brauen, nl. gebrouwte, gewöhnlich gebrouwt, auch brouwt, mnd. broewede Sch. u. L. 1, 442 b ; vgl. gebräu . auc…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „raeude". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/raeude/campe
MLA
Cotta, Marcel. „raeude". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/raeude/campe. Abgerufen 12. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „raeude". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/raeude/campe.
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