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Räude

nhd. bis spez. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Räude

Bd. 3, Sp. 973
Die Räude, plur. doch nur von mehrern Arten, die -n, eine Krankheit der Haut, da sie von den scharfen darunter verborgenen Feuchtigkeiten durchfressen und rauch wird, und auf den durchfressenen Stellen eine Raude oder rauhe Rinde bekommt; die Krätze, in einigen Fällen auch der Grind, in den gemeinen Sprecharten die Schäbe oder Schabe, Lat. Scabies. Die Räude haben. Man gebraucht es von dieser Krankheit so wohl bey Menschen als Thieren. Aber auch die Bäume bekommen die Räude, wenn die Rinde raub wird abspringt, und der ganze Baum erstirbt. Bey den Blumenfreuden ist die Raude oder Räude auch eine Krankheit an den Nelken, welche in einem um sich fressenden Flecken an den Blumenblättern bestehet, und von dem Roste noch unterschieden wird. Anm. In Oberschwaben der Rauden. Es ist ein und eben dasselbe Wort mit dem vorigen, und wird von vielen auch Raude geschrieben und gesprochen, obgleich im Hochdeutschen Räude üblicher ist. Es druckt entweder auch die Raude oder rauhe Rinde aus, welche aus dieser Krankheit entstehet, daher sie in einigen Fällen auch der Grind genannt wird, oder auch das damit verbundene Rauhen oder Reiben, daher sie auch die Krätze und Schäbe heißt. Um eben deßwillen wird diese Krankheit auch im Holländ. die Rappe, im Angels. Hreofla, genannt. Im Tatian ist Ruf der Aussatz, und bey dem Notker Ruda ein Geschwür.
1346 Zeichen · 15 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Räude

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Die Räude , plur. doch nur von mehrern Arten, die -n, eine Krankheit der Haut, da sie von den scharfen darunter verborge…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Räude

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Räude ( Scabies , Grind, Rande, Krätze) , die in ihrem Wesen der Krätze des Menschen entsprechende Hautkrankheit aller H…

  3. modern
    Dialekt
    Räudef.

    Pfälzisches Wb.

    Räude f. : ' Hautkrankheit des Hundes mit Krustenbildung und Haarausfall ', seltener vom Schaf und Pferd, Raid (raid, rḁ…

  4. Spezial
    Räude

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Räu|de f. (-,-n) ‹med› (Hautkrankheit, Tierseuche) rogna f. , coia f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit raeude

12 Bildungen · 11 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

raeude‑ als Erstglied (11 von 11)

Räudebipp

RhWB

Räude-bipp r·y.dəbip Neuw-Leutesd n.: verächtl. altes Pferd, Schindmähre.

Räude der Kiefer

Meyers

Räude der Kiefer , soviel wie Kienkrankheit, s. Rostpilze .

Räude II

RhWBN

Räude II f.: Hängeschaukel; die etymol. Angaben sind verfehlt u. daher zu streichen; im gleichen Geb. herrscht hierfür auch Reide, das wohl …

räudeln I

RhWB

räudeln I -øyd- ebd. schw.: rollen lassen; Löckske r. einen Ball im Kindersp. in Kaulen rollen lassen. S. räulen.

räudeln II

RhWB

räudeln II -ygd- WEif in Prüm-Leidenborn : etwas zu einem besonderen Zwecke bestimmen; dat Geld han ech mer fer Tubak gerügdelt. — Ungərødəl…

räuderig

RhWB

raeude·rig

räuderig χę·i.dəriχ Saarbg-Winchering Wellen Adj.: missraten, von Früchten; et as läuter r. Geschiər, r.ə Buadem schlechter Ackerboden.

Räudetütt

RhWB

Räude-tütt røytyt Rees-Haldern n.: schwanzloses Huhn.

raeude als Zweitglied (1 von 1)

gebräude

DWB

geb·raeude

gebräude , n. subst. verb. zu brauen, nl. gebrouwte, gewöhnlich gebrouwt, auch brouwt, mnd. broewede Sch. u. L. 1, 442 b ; vgl. gebräu . auc…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „raeude". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/raeude/adelung?formid=R00489
MLA
Cotta, Marcel. „raeude". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/raeude/adelung?formid=R00489. Abgerufen 12. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „raeude". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/raeude/adelung?formid=R00489.
BibTeX
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  author       = {Cotta, Marcel},
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