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räs

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ElsWB
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5 in 3 Wb.
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Eintrag · Elsässisches Wb.

räs

Bd. 2, Sp. 284b
räs [rês Roppenzw. Lobs. Rauw.; rás O. U. fast allg.; rǽs Str. Lohr] Adj. u. Adv. 1. salzig, versalzen, gepfeffert O. W.r Salat, d Supp, s Brot, s Fleisch usw. ist r. Einmol ist d Supp ze lis, s andermol ze r. Bf. Mir ëssen als auch r. dehäm wir essen zu Hause auch immer scharf gesalzen Lohr. D Fisch sind r. Rauw. Die Bohnen sind vil ze r. Dehli. 2. scharf von Geschmack, stechend, bitter U., z. T. auch O.; bes. vom Käse und von den weissen Rüben. Mer kann dene Käs fast nit ëssen, so r. ist er Ingenh., wozu ein anderer: Je räser, je liewer, danuch kann mer auch druf trinken ebd. Käs macht s Mul räs M. JB. II 169. Gassenhauer: Münstertäler Maidele, Wie machst dënn du dine Käs? Ich brunz e bissel ins Küwele Und druck e mit dem Füdele: Drum ist min Käs so räs! Rapp. JB. VII 172. D Ruewen [Rwə] sind noch ze r., mer kann sie noch nit kochen Illk. Wënn dhe [Khí] vil Rubkrut frëssen, ward d Milich r. Lobs. Die Rëttige sind awer emol r. Molsh. Brum. ‘Dyn Zung isch jo ... spiz un räss wie Reddischniz, wo nit recht gsalse sinn’ Pfm. IV 4.r Tuwak ist r. Co. Ggs. zu r. ist geschlacht Z. ‘i gspir noch ras im Hals’ rauh (vom Rauchen) Lustig I 26. ‘räss’ Geiler P. II 29b. ‘räss salsus’ Dasyp. ‘Die Wurtz schmeckt jhn sonst nicht, sie sey denn rAess’ Fisch. Prakt. 15. ‘so sind doch jre Koppen vnd Fürtz von Gewürtz Krisamssaur räsz’ Fisch. Garg. 61. ‘räsen Pfefferwürsten’ ders. 77. 3. unrein, vom Blut: Er het r. Bluet sagt man von einer Person, welche Hautausschläge, kleine Geschwürchen hat Dü. 4. von scharfem, stechendem Geruch:r Maien (Strauss) ist r. Roppenzw. 5. teuer im Preise: Dis het er r. gekauft Betschd. Basel 237. Schwäb. 425. Bayer. 2, 137.
1743 Zeichen · 82 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Räs

    Campe (1807–1813)

    Räs , s. Räß .

  2. modern
    Dialekt
    räs

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    räs [rês Roppenzw. Lobs. Rauw. ; rás O. U. fast allg.; rǽs Str. Lohr ] Adj. u. Adv. 1. salzig, versalzen, gepfeffert O. …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit raes

52 Bildungen · 49 Erstglied · 1 Zweitglied · 2 Ableitungen

raes‑ als Erstglied (30 von 49)

Räsaunen

RhWB

Räsaunen = Räsong (s. d.).

Raesch

Adelung

rae·sch

Raesch , -er, -este, adj. et. adv. welches im Oberdeutschen am üblichsten ist, wo es in doppeltem Verstande vorkommt. 1) Von harten Körpern,…

Räschen

Wander

raes·chen

Räschen Wu e Räsche is, is aach e Gräsche. ( Kurhessen. )

räsch I

RhWB

rae·schi

räsch I -E:- = ausgetrocknet, spröde s. rösch II;

räsch II

RhWB

räsch II -E- = brünstig, von der Stute s. rossig.

Räsel

RhWB

rae·sel

Räsel -E- = Nachgeburt s. Reinsel bei rein;

Räser

RhWB

rae·ser

Räser -:- Rip, Berg m.: 1. a. aufgeregter Mensch, Hitzkopf; Wildfang von einem Kinde Allg. — b. einer, der sich in der Arbeit überstürzt, A…

Räsgerkopf

Campe

† Der Räsgerkopf , — es, Mz. — köpfe , ein Name der Lösselente. Nemnich.

Rǟske

WWB

Rǟske f. a) Wasserabfluss in einem Grubenstollen. — b) redselige Frau. Ne olle Reeske ( Mes Br). ¶ RhWb 7,508: Rösche (Lautung: Rēsche (Sieg…

Räskläwner

ElsWB

raes·klaewner

Räskläwner m. scharfer, saurer Wein. ‘Was, trinke die denn Wyn? Po jo! ’S wurd Räskläwner sin!’ Pfm. III 7.

Räsling

Campe

raes·ling

Der Räsling , — es, Mz. — e , das Moosschwämmchen, oder der Dornschwamm Dörnling (Agaricus muceron L .); auch Reißling .

räsönlich

PfWB

rason·lich

räsönlich Adj. : ' anständig, manierlich '; Abl.: unräsönlich . Er is räseenlich (ręˈsēⁿnliχ) im Esse [ KU-Schmittw/O ].

Räson

Pfeifer_etym

rae·son

Räson f. ‘Vernunft, Verstand, Einsicht, verständiges Betragen’, Entlehnung (1. Hälfte 17. Jh.) von afrz. frz. raison ‘Vernunft, Verstand, Ve…

räsonabel

PfWB

raeson·abel

räsonabel Adj. : ' vernünftig, anständig ', räsonabel (ręsoˈnābəl) [KL-Obernh Gimsb u. Umg.]. Südhess. IV 1236 ; Rhein. VII 113 ; Els. II 28…

räsonen

WWB

räs o nen V. (+ sik ) sich entscheiden. He kann sik nich resunnen ( Ahs Ab).

räsonēren

WWB

raeson·eren

räsonēren V. [verstr.] 1. laut und polternd, frech und vorlaut reden. — 2. (wortreich, laut) tadeln; schimpfen. — 3. ärgerlich, schlecht gel…

Räsoneur

Pfeifer_etym

Räson f. ‘Vernunft, Verstand, Einsicht, verständiges Betragen’, Entlehnung (1. Hälfte 17. Jh.) von afrz. frz. raison ‘Vernunft, Verstand, Ve…

räsongen

RhWB

raeson·gen

räsongen razo·ŋ.ə  Sieg-Rhönd schw.: he het sech ren (rein) rasongk ist zu Wohlstand gekommen.

räsonieren

Pfeifer_etym

raeson·ieren

Räson f. ‘Vernunft, Verstand, Einsicht, verständiges Betragen’, Entlehnung (1. Hälfte 17. Jh.) von afrz. frz. raison ‘Vernunft, Verstand, Ve…

Räsonieres

RhWB

Räsonieres risənē:rəs, Pl. -əsə Köln-Stdt m.: verächtl. einer, der gern räsoniert.

Räsonnement

GWB

raeson·nement

Räsonnement auch ‘Raisonnement’ 1 (theoret) Erwägung, Betrachtung, Überlegung; auch iSv Vernunftschluß, Schlußfolgerung; mehrf ‘im R.’ sowie…

räsonnieren

ElsWB

raeson·nieren

räsonniere n Wortstreit haben allg. Was hän ih r wi e d e r z u r.? Su. ; schimpfen, schelten: Do wurd e r awer r., wënn e r heim kummt Inge…

Räße

Campe

Die Räße , o. Mz . die Schärfe.

Rässelkraut

PfWB

rassel·kraut

Rässel-kraut n. : ' Ampfer (Rumex obtusifolius) ', Rässelkraut [LA-Edk Wey ( Wilde 3)].

raes als Zweitglied (1 von 1)

Ableitungen von raes (2 von 2)

Räse

Campe

† Die Räse , Mz. — n , in Schwaben, ein Wasser, in welchem man den Hanf weichet.

verräsen

LothWB

ver-räse n s. verreise n .

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „raes". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/raes/elswb?formid=R01046
MLA
Cotta, Marcel. „raes". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/raes/elswb?formid=R01046. Abgerufen 12. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „raes". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/raes/elswb?formid=R01046.
BibTeX
@misc{lautwandel_raes_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
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  urldate      = {2026-05-12},
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