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Räpel

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MeckWB
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Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

Räpel Pl.

Bd. 5, Sp. 783
Wossidia Räpel Pl. -s, -n f. dasselbe wie Räp 1. eig.; die vorherrschende Form: 'Ein Repel mit den Hölzern Blat' (1715) SchöSchönberg@BernstorfBernst; Repel Mantz. Ruh. 25, 74; Räpel Mi 69a; das unruhige Kind wird gemahnt: holl still, süs warden di (beim Haarkämmen) dei Hoor dörch dei Räpel treckt RoRostock@LangsdorfLangsd; bildl. heißt ein Mensch oder Vieh, namentlich Schafe, deren Zähne weit auseinanderstehn oder Lücken haben, Räpeltähn (s. d.); in den Erntekranzspruch So männig Räpel, So männig Schäpel aber hat nur der Schlagreim das Wort hineingebracht StaStargard@MirowMir; der eigentliche Wortlaut ist unt. Rispel mitgeteilt. Br. Wb. 3, 482; Dä. 372a; Kü. 2, 627; Me. 4, 85. 2. übertr. a. das weitmaschige Gitter aus Stangen, welche unten an der Sahl, oben an dem Dälenriegel oder an einem quer über die Ständer genagelten Sleit fest waren und die Viehstände von der Diele trennten, die Stallhölter; durch diese Stangen steckten die Kühe ihre Köpfe in die Futterkrippen; in LuLudwigslust@GrittelGritt wurde noch 1927 und in SchwSülst 1928 dörch dei Räpel faudert Endl.-Folk. 124; 'auf den mehrsten größern Landgütern in Mecklenburg (wird) das in den Ställen befindliche Rindvieh mit ... Klahwen (s. Bd. 4, 319) befestigt, an welchen unterwärts eine kurze eiserne Kette hängt, die mit einer ... eisernen Krampe ... an der Sohle der sogenannten Rähpels ihre Befestigung erhält' (1827) Land. Ann. 15, 204; 'daß die Kühe und Pferde mit den Köpfen durch die 'Räpel' und über die Krippe weg auf die große Diele sehen und von hier aus gefuttert werden, findet man hin und wieder heute noch' (Gegend von LuLudwigslust@EldenaEld 1908) Meckl. 3, 91; 'Kühe etc. fressen durch eine 'Repel' von der großen Diele' 92; ebenso waren die Kälber an der Räpel festgemacht, daß sie nicht die Diele beschmutzen konnten (1929) Wi; oben an der Räpel stand der Name der Kuh angeschrieben (1933) WiWismar@SteinhausenSteinh; ein Sleit ging waagerecht über den Kuhstand hinweg (1931) GüGüstrow@KritzkowKritzk; dieses hieß auch Räpel, vgl.: dei Kater ... seet up dei Repel Camm. Tid. 40, wozu 94a die Erklärung gefügt wird 'Querbalken über der Futterdiele'. Hiermit vergleicht sich ndl. repel m. vlaskam; elk van de twee staken waartussen een koe op stal is vastgemaakt; Abb. der stalreipels eines Kuhstalls in den Kempen in: Haus und Hof im nord. Raum 2, 39. b. herausnehmbarer Balken in der Mitte der großen Einfahrtstür, s. Abb. 1, Bd. 2, 387 für SchöSchönberg@BarendorfBar; die Räpel wird für GüGüstrow@KobrowKobr als die lange Holzleiste angegeben, die beim Zuschließen an die Stalltür kommt; nicht bestimmbar ist die Angabe '2 Röpeln, auf jede Röpel 2 eiserne Bußen' Horn Selmsd. 2, 41. c. Streifen Landes, mit Gestrüpp und Dorn bewachsen, zu erschließen aus der Zs. Räpelduurn (s. d.), belegt bei Me. 4, 85, der damit den ON. Katträpel als einen 'schmalen Streifen, auf dem nur eine Katze gehen kann' verbindet; doch ist eher von dem Querbalken über der Futterdiele (ob. a und Räpelbalken) auszugehen; s. Bd. 4, 176.
2872 Zeichen · 65 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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    Mecklenburgisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Räpel Pl. -s, -n f. dasselbe wie Räp 1. eig.; die vorherrschende Form: 'Ein Repel mit den Hölzern Blat' (1715) Schö Bern…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit raepel

13 Bildungen · 13 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von raepel 2 Komponenten

rae+pel

raepel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

raepel‑ als Erstglied (13 von 13)

Räpelbalken

MeckWB

raepel·balken

Räpelbalken m. der waagerecht an der Ständerreihe entlang laufende Dälenriegel Endl.-Folk. 124; auf ihn oder auf das ob. Räpel 2 a genannte …

Räpelbom

MeckWB

raepel·bom

Räpelbom m. waagerechter Baum, in welchen die Flaßräpeln eingelassen waren; s. die Abb. Bd. 2, 955 /56 mit 4 Räpelkämmen; in Wi HNiend war 1…

Räpelduurn

MeckWB

Räpelduurn m. wilde Rose, rosa canina, auf Grenzstreifen des Ackers wachsend Gü Kobr ; Ma App ; Wi Steinh ; auch im Abzählreim Wo. V. 4, 108…

Räpelrad

MeckWB

raepel·rad

Räpelrad n. ein waagerecht hoch gelegtes Rad, an dem sechs hölzerne Räpels festgemacht waren, dor stünnen wi denn rundüm un räpelten (1929) …

Räpelstänner

MeckWB

raepel·staenner

Räpelstänner m. Ständer, zwischen denen die Räpel angebracht sind und die Viehstände liegen Behr. Landbauk. 226 b ; 109.

Räpelstang'

MeckWB

raepel·stang

Räpelstang' Pl. -en f. ein Stallholt, eine der Stangen der ob. Räpel 2a erwähnten Räpel Endl.-Folk. 124.

Räpeltähn

MeckWB

Räpeltähn m. Zahn einer Räpel, bildl. Name eines Wadenzuges im Sternberger See Meckl. 32, 71; übertr. Mensch oder Stück Vieh, dem die Zähne …

räpeltähnig

MeckWB

räpeltähnig zahnlückig: repeltähnig rechenlückig, zahnlückig Mi 69 a ; Gü Bütz ; Ro Dob ; alte Schafe werden räpeltähnig; Meckl. 17, 27. Me.…

räpeltähnt

MeckWB

räpeltähnt wie eben Ro Kühl ; Körkw.

Räpeltäw

MeckWB

Räpeltäw f. zahnlückiges Frauenzimmer (1887) Wi Poel .

Räpeltun

MeckWBN

raepel·tun

Wossidia Räpeltun m. Zaun aus spitzen Pfählen oder Latten, die in geringem Abstand in die Erde gerammt und gewöhnlich mit Weidenruten durchf…