Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Radieschen n.
Radieschen n.
Radieschen n. Rettichsorte mit kleinen, runden, roten oder weißen Wurzelknollen. Radi(e)s m. (bezeugt seit der 2. Hälfte des 17. Jhs.) ist eine Übernahme von gleichbed. nl. radijs. Dieses stammt aus mfrz. radice (frz. radis), einer Entlehnung von ital. radice ‘Wurzel, Radieschen’, das aus lat. rādīx (Genitiv rādīcis) ‘Wurzel, Rettich, Radieschen’ hervorgegangen ist (s. Rettich). Radies behält nach fremdem Vorbild die Betonung auf der letzten Silbe bei, ist aber heute nur noch wenig üblich und durch die Verkleinerungsform Radieschen (Anfang 18. Jh.) verdrängt. Gleicher Herkunft, doch mit Beibehaltung von Länge und Betonung der ersten Silbe ist Radi m. bair. öst. ‘(großer) Rettich’ (19. Jh., sicher älter).