Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
quirlen
quirlen
Quirl m. ‘Rührstab, Rührinstrument’, ahd. thwiril (9. Jh.), frühnhd. (obd.) twir(e)l, (md.) quirrel, querel ‘was sich schnell herumdreht, Rührstab’, mnd. twerl, dwerl, dwarl ‘Wirbel, Kraushaar’, aengl. þwiril ‘Rührstab’, isl. þyrill, schwed. (mundartlich) tyril ist als Gerätebezeichnung (germ. *þwerila-) mit dem Instrumentalsuffix germ. -ila- (s. Meißel, Schlüssel, Zügel) gebildet zu einem in ahd. thweran ‘mengen, drehen’ (9. Jh.), mhd. twern, dwern ‘herumdrehen, durcheinanderrühren, mischen’, aengl. þweran ‘rühren’ belegten starken Verb germ. *þweran, wozu auch (anders abgeleitetes) aengl. þwēre ‘Stößel, Stampfe’, anord. þvara ‘Rührstab’, schwed. (mundartlich) tvara, tvöra gehören. Vergleichbar sind wohl aind. tváratē ‘eilt’, griech. torýnē (τορύνη, aus *τυρύνη) ‘Rührlöffel, -kelle’, lat. trua ‘Schöpfkelle (auch zum Umrühren)’; Anschluß an eine Wurzel ie. *tu̯er-, *tur-, *tu̯ṛ-, *tru- ‘drehen, quirlen, wirbeln’ ist möglich, wozu mit anlautendem s- auch stören und Sturm (s. d.) zu stellen sind. Zum Anlaut qu- s. quer. – quirlen Vb. ‘mit dem Quirl rühren’ (18. Jh.). quirlig Adj. ‘lebhaft, ständig im Bewegung, unruhig’ (19. Jh.).