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Querflöte

nhd. bis spez. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Querflöte

Querflöte

quer Adj. ‘schräg, die gerade Richtung kreuzend’, ahd. thwerah (9. Jh.), mhd. twer, dwer, quer (auch twerch, dwerch, querch), nhd. (obd.) zwerch, (md.) quer, asächs. thwerh, mnd. dwēr, dwēr(e)s, nd. dwer, mnl. dwe(e)rs, dwars, nl. dwars, aengl. þweorh, þwerh, þvēr (auch ‘zornig, ärgerlich’), anord. þvērr (auch ‘unwillig’), schwed. tvär, got. þwaírhs ‘zornig’, germ. *þwerha-. Außergerm. sind vergleichbar aind. tarkúḥ ‘Spindel’, griech. átraktos (ἄτρακτος) ‘Spindel’, lat. torquēre ‘drehen, winden, martern’, ir. trochal ‘Schleuder’, aruss. torokъ, russ. toroká (торока) Plur. ‘Sattelriemen’. Heranziehen lassen sich ferner die unter drechseln, Drechsler (s. d.) angeführten dehnstufigen Bildungen, so daß von der dort genannten gutturalen Erweiterung ie. *terk-, *trek- ‘drehen’ zur Wurzel ie. *ter(ə)- ‘reiben, drehend reiben, (reibend) durchbohren’ (s. drehen) auszugehen ist. Der für die Wortformen von quer vorauszusetzende Anlaut tu̯- ist wohl durch Kreuzung mit der unter Quirl (s. d.) angegebenen Wurzel ie. *tu̯er- ‘drehen’ entstanden. Das im Nhd. geltende quer entspricht md. Lautentwicklung, wo seit dem 14. Jh. anlautendes mhd. t- (meist aus ahd. th- bzw. d- entstanden) vor w zum Guttural (geschrieben qu-) weiterentwickelt wird (s. Quark, Quarz, Quirl, quasseln), während dafür im Obd. (im Schwäb. bereits im 13. Jh.) zw- eintritt (s. Zwerchfell, Zwerg, zwingen). Die hd. Form zwerch (s. oben) ist literatursprachlich noch erhalten in seltenem überzwerch Adv. ‘quer, über Kreuz’, Adj. ‘verkehrt, mürrisch’ (15. Jh.), mhd. übertwerch. – querfeldein Adv. ‘wahllos durch die Felder, über Stock und Stein’ (17. Jh.), älter querfeld einher, hinein, über (16. Jh.), vgl. obd. über zwerches feld (16. Jh.). Querflöte f. ‘Flöte, die beim Blasen quer (waagerecht) zu halten ist’ (Anfang 16. Jh.); vgl. auch Quer-, Zwerchpfeife (16. Jh.). Querschnitt m. ‘waagerechter Schnitt, repräsentativer, die wichtigsten Komponenten berücksichtigender Überblick’ (18. Jh.). Quertreiber m. ‘wer notorisch den normalen Ablauf eines Vorgangs behindert, Spielverderber, Querulant’, wohl nach nd. Dwarsdrīver ‘wer sein Schiff nicht richtig steuert, anderen in die Quere kommt’, übertragen ‘Querkopf’ (18. Jh.); vgl. nl. dwarsdrijver (17. Jh.); Quertreiberei f. (19. Jh.).
2261 Zeichen · 93 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Quêrflöte

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Quêrflöte , plur. die -n, eine Flöte, welche im Blasen nach der Quere an den Mund gesetzt wird; Franz. Flute travers…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Querflöte

    Goethe-Wörterbuch

    Querflöte quer an den Mund zu setzende Flöte die Art, wie er [ Rameau ] die verschiedenen Instrumente nachmachte..er pfi…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Querflöte

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Querflöte , die gewöhnliche heutige Flöte (s. d.).

  4. Spezial
    Querflöte

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Quer|flö|te f. (-,-n) ‹mus› fabló traversal m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit querfloete

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Zerlegung von querfloete 2 Komponenten

quer+floete

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