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Quäk

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MeckWB
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2 in 2 Wb.
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Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

Quäk f.

Bd. 5, Sp. 688
Wossidia Quäk f. Quecke, agriopyrum repens; nach dem D. WA. 2 der vorherrschende Name dieses bösen Ackerunkrauts im deutschen Sprachraum, daneben gilt das ndl. Päde in der Mark Brandenburg und einem Südstreifen von Sta; der Name Quäk (mnd. queke) bezeichnet die quicke, d. h. 'die ... zählebige und ständig neu sprossende (Wurzel)' Nd. Jb. 12, 104; den Zusatz Wurzel bestätigt das benachbarte Päde, dessen Grundbedeutung Wurzel ist, vgl. Teu. Sprachreste 206. Belege: 'gramen caninum arvense Bauhini, cuius radices ... vernacula lingua QuAecken, herbam autem seu folia QuAecken-Graß vocamus' Paulli 528; Queke N. Monschr. 5, 77; Quäken triticum repens Niem. Idiot. 20; Quäck Wred. Flora 1, 84; E. Boll Flora 324; Schill. Kr. 1, 27b; E. Krüg. 11; den Begriff der zählebigen Wurzel bezeugen außer Paulli noch folgende Belege: Quek Quecke, allgemein für weitausgehende Graswurzel gebraucht Mi 67b; de Bifot (s. d., Bd. 1, 859 unt.) hett Johannidag ne swarte Kahl an de Quäk (1929) RoRostock@WustrowWustr; die Wurzelstöcke des Bitterlings, polyganum lapathifolium, heißen Bitterlingsquäken (Bd. 1, 903); die Wurzeln aller andern wuchernden Gräser sowie des ranunculus repens, der campanula ranunculoides, der poa pratensis und der carex arenaria (grote Quäk) werden nach K. E. H. Krause Nd. Jb. 12, 104 unter Quäken verstanden; Belege für den eingeschränkten Sinn Quecke: gelegentlich m. Sg. in kollektiver Verwendung: dat klütert den Quäk gaut ut (1932) WaWaren@RogeezRog; ein untüchtiger Ackerer maakt de Quäken Luft Jab; Mädchen, die beim Graben die Queckenwurzeln nicht genau auslesen, läßt der Volksmund sagen: Quäk, duk di, Fru süht 't nich, tokumm' Johr graw ick di nich WiWismar@ZierowZier; Quäk, düker di, Herr un Fru süht 't nich, Tokumm' Johr kümmt ne jung' Brut, Dee söcht de Quäken bäter rut Wa; übertr. 'n Gesicht as 'n Hümpel Quäken voll Runzeln Ma; mit Quäken deckten die Hirtenjungen ihre Hütte WaWaren@PoppentinPopp; auch wurden sie früher zum Heizen gebraucht WiWismar@KirchdorfKirchd; fehlte dem Nägenkohl (Bd. 5, 24) eines der neun Heilkräuter, so wurde es durch die bleichen Keime der Quecke ersetzt; Vorschläge, aus Quäken (Queckenwurzeln), nachdem diese gereinigt, gewaschen, hart getrocknet, zu Häcksel geschnitten und auf der Kornmühle gemahlen sind, mit einem Zusatz von Roggenmehl Brot zu backen, sind 1762 von Mantz. Ruh. 4, 60 und N. Strel. Anz. 1847, S. 295 mitgeteilt worden. Syn. Sandkleewer (spöttisch), Wullband. Die Wortkarte 'Quecke' des D. WA. 2 zeigt nd. Queke gegenüber hd. Quecke. Diesen Gegensatz führt Iris Nordstrandh Brennessel und Quecke (Lund 1954) 78 darauf zurück, daß im deutschen Süden das inlautende -k- der germ. Urform *kwikw-ōn durch -w- verdoppelt wird, im Norden dagegen die Gemination unterbleibt, so daß sich ahd. quecca und as. queka scheiden. — Mnd. queke f. — Queek m. Br. Wb. 3, 401; Queek, Quäk Dä. 368a; Quäk Da. 165b; Kü. 2, 596; Quäk, Queck Me. 4, 11; Quitsch 18.
2867 Zeichen · 70 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. modern
    Dialekt
    Quäkf.

    Mecklenburgisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Quäk f. Quecke, agriopyrum repens; nach dem D. WA. 2 der vorherrschende Name dieses bösen Ackerunkrauts im deutschen Spr…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit quaek

49 Bildungen · 46 Erstglied · 1 Zweitglied · 2 Ableitungen

quaek‑ als Erstglied (30 von 46)

Quäkäg'

MeckWB

Quäkäg' f. Egge, mit welcher die Quäken aus dem gepflügten Acker herausgezerrt werden (Bd. 1, 224).

Quäkel

RhWB

qua·ekel

Quäkel -Eək-, Pl. -əlts Erk-Elmpt m.: verächtl. Kind, das immer klagt u. jammert.

Quäkelei

GWB

quaek·e·lei

Quäkelei a sinnloses Geschwätz, wertloses Zeug Wir müssen einem jeden Leser überlassen diese neue Q. bei dem Verfasser [ Newton ] selbst zu …

quäkeln

RhWB

quaek·eln

quäkeln schw.: 1. -Eg- kränkeln Kreuzn-Bockenau , Simm-Laub . — 2. ein Kind fərkwEəkələ verweichlichen, verziehen Erk-Elmpt . — Abl.: die Qu…

quäken

Pfeifer_etym

qua·ken

quäken Vb. ‘ein gepreßtes, klägliches Geschrei (auch Getön eines Musikinstruments) von sich geben’, in älterer Sprache auch quecken; seit de…

quäken1

MeckWB

quäken 1 quarren; bellen.

quäken2

MeckWB

quäken 2 1. von Quäk f. Quecke a. in den Zss. in- , tau-, verquäken verquecken, durch wuchernde Quecken verunkrauten. Br. Wb. 3, 401; Me. 4,…

Quäkenbuer

MeckWB

quaeken·buer

Quäkenbuer m. Landwirt, der Quecken auf seinem Lande duldet; Spottname für einen schlecht ackernden Landwirt Sta Wulk . Me. 4, 11.

Quäkendörp

MeckWB

Quäkendörp n. Spottname für einen Teil von Pa Retz .

Quäkenfrosch

Campe

quaeken·frosch

† Der Quäkenfrosch , — es, Mz. — frösche , der braune Grasfrosch, Landfrosch (Rana temporaria L .).

Quäkenkaker

MeckWB

Quäkenkaker m. abschätzig für Apotheker Sta Feldb .

Quäkenpuker

MeckWB

quaeken·puker

Quäkenpuker m. spöttisch Gärtner Gü Gülz , Ha Red , Ro Bast , Körkw, -ü- Wi Jörnst ; -puker im Munde des Seemanns Schelte auf die Landleute …

Quäkenschürrer

MeckWB

quaeken·schuerrer

Quäkenschürrer m. in der scherzhaften Order wird ein Junge, der beim Graben zusieht, ausgeschickt, ihn zu holen Gü Penz .

Quäkensupp

MeckWB

quaeken·supp

Quäkensupp f. aus Queckenwurzeln gekochte Suppe zum Schwitzen Bri. 3, 73; Ro HDamm .

Quäkenwörtel

MeckWB

quaeken·woertel

Quäkenwörtel Pl. -n f. Wurzel der Quecke; ein Vorschlag, aus Queckenwurzeln Brot zu backen N. Strel. Anz. 1847, S. 295; s. Quäk f. Me. 4, 12…

quäker

DWB

qua·ker

quacker , quaker ; quäcker , quäker , m. einer der quackt, quäckt. 1 1) der quakende frosch: da er ( storch ) im begriff war, den kleinen un…

Quäker2

MeckWBN

Wossidia Quäker 2 m. Bergfink, fringilla montifringilla Wüstn.-Clod. 161.

Quäkerei

Campe

quaek·e·rei

Die Quäkerei , Mz. — en . 1) Das Quäken, besonders ein anhaltendes, wiederholtes Quäken. 2) Die Lehre der Quäker.

quaek als Zweitglied (1 von 1)

Ableitungen von quaek (2 von 2)

Quäke

Pfeifer_etym

quäken Vb. ‘ein gepreßtes, klägliches Geschrei (auch Getön eines Musikinstruments) von sich geben’, in älterer Sprache auch quecken; seit de…

verquäken

MeckWB

verquäken verquecken, durch wuchernde Quecken verunkrauten: de Acker mag dor giern towrieten un verquäken Loep. 41.