Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
pulen verb.
pulen , puhlen , verb. zupfen, rupfen, bohren, wühlen: die braut sas, und puhlte an ihren kleidern wie eine gans die sich baden will. Hermes Soph. (1776) 3, 242 ; und da steht sie vielleicht jetzt und puhlt sich die nase. H. Heine 2, 246 . ein nd. wort: mnd. pulen, die pulen ( hülsen, schoten ) von der frucht abnehmen, daher klauben, mit den fingern mühsam los machen, überhaupt eine mühsame, langsam von statten gehende arbeit verrichten Schiller - Lübben 3, 385 a ; nd. in der näse pulen, mit den fingern in der nase wühlen, sik pulen, sich herumzausen u. a. brem. wb. 3, 372.