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piepe

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Pfeifer_etym
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2 in 2 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

piepe

piepe

piep, intensivierend pieps indeklinables Schallwort zur Wiedergabe eines hellen Pfeiftones oder eines Vogellauts (17. Jh., wohl älter); bildlich (als Ausdruck des Nichtigen) in der Wendung keinen piep (mehr) sagen (können) ‘nichts (mehr) sagen (können)’ (19. Jh.). piepe Adj. indeklinabel ‘gleichgültig’, es ist mir piepe ‘es bedeutet mir soviel wie nichts’ (19. Jh.), auch verstärkt piepegal (20. Jh.), oder (im Wortspiel) schnurz und piepe. piepen Vb. ‘einen hellen, pfeifenden Ton von sich geben’ (besonders von jungen Vögeln und kleinen Tieren). Im 16. Jh. ins Hd. aufgenommenes (und dort neben pfeifen, s. d., tretendes) mnd. md. (1. Hälfte 15. Jh.) pīpen (nd. piepen) ist wie gleichbed. engl. to peep, nl. piepen, schwed. pipa lautmalender Herkunft. Außergerm. sind vergleichbar griech. pippízein (πιππίζειν), lat. pīpilāre, pīpāre, pīpiāre, lit. pỹpti, tschech. pípati ‘piepen’, ohne daß etymologische Verwandtschaft angenommen werden muß. piepsen Vb., ‘mehrfach den Laut piep ertönen lassen, piep piep machen’ wie junge Vögel (17. Jh.), bildlich ‘mit hoher oder schwacher Stimme sprechen’ (17. Jh.), piepsig Adj. ‘dünn, leise’ (von der Stimme), ‘schwächlich, kränklich’ und Piep m. für den Laut des Vogels, dann auch für einen dünnen, hohen Ton (19. Jh.). Piepvogel m. ‘piepender, singender Vogel’, vgl. auch Piephahn, Pieplerche, Piepmatz (s. Matz) und Piepmaus (alle 18./19. Jh., doch wohl älter). In Anlehnung an umgangssprachliches einen Vogel haben ‘fixe Ideen haben, überspannt, verrückt sein’ (vgl. Grillen, Mucken im Kopf haben) stehen Wendungen wie einen Piepmatz, einen Piep(s) haben sowie bei dir piept’s; ferner das ist zum Piepen ‘ist zum Lachen’.
1668 Zeichen · 54 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    piepef.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    piepe , pipe , pippe , f. , das dem hochdeutschen pfeife entsprechende nd. pipe, piep ( Schiller - Lübben 3, 330 a . bre…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit piepe

11 Bildungen · 10 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

piepe‑ als Erstglied (10 von 10)

piepelig

DWB

piepelig , adj. , ostfries. nordthür. pieplig, pipelig, von feiner piepender stimme Stürenburg 175 b . Kleemann 16 a ( s. pieperig); preuszi…

piepeln

DWB

piep·eln

piepeln , verb. , iterativ zu piepen (3), oft stöhnen und klagen Hennig a. a. o.

piepenstab

DWB

piepen·stab

piepenstab , pipenstab , m. faszdaube von eichenholz ( s. piepe 3) Ludwig 1406 . Schedel waarenlex. 2, 217 a : alle piepen-, oxhoft- und bra…

piepenstock

DWB

piepen·stock

piepenstock , m. , kurh. pîpenstock der stock, in welchem das röhrwasser zum auslaufen aufsteigt ( s. piepe 2) Vilmar 302 .

Pieper(er)

BWB

Pieper(er) Band 2, Spalte 2,729f.

pieperei

DWB

piepe·rei

pieperei , f. das piepen, gepiepe: die einwendung gegen das heut ist die unstatthafteste piperei von der welt. Bürger (1829) 6, 133 .

pieperig

DWB

piepe·rig

pieperig , adj. , ostfriesisch von feiner, piepender stimme Stürenburg 175 b ( s. piepelig); holst. kränklich, klagend, stöhnend ( s. piepel…

pieperling

DWB

pieper·ling

pieperling , m. , brem. pipperling, ein zärtling der nichts vertragen kann. brem. wb. 3, 322.

Ableitungen von piepe (1 von 1)

gepiepe

DWB

gepiepe , n. anhaltendes piepen ( s. d. ): gepip Krämer 534 a , gepipe Rädlein 1, 355 b , gepiepe Chr. A. Overbeck Anakreon 59 ; das frühe g…