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pfiffig

nhd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
14 in 13 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

pfiffig

pfiffig

pfeifen Vb. ‘durch Luft (mit gespitztem Mund, mit einem Instrument) Töne hervorbringen’, ahd. phīfōn (11. Jh.), mhd. phīfen, mnd. mnl. pīpen, aengl. pīpian, engl. to pipe, nl. pijpen ‘mit dem Mund bzw. mit einem Instrument (Flöte, Geige, Trompete, Dudelsack) hohe Töne erzeugen’ sind Entlehnungen aus lautmalendem lat. pīpāre (s. piepen). Unter dem Einfluß von Pfeife gilt das Verb im Germ. vornehmlich für das Spielen eines Instruments; entlehntes mnd. mnl. pīpen fällt in den Präsensformen mit altem lautmalendem pīpen (s. piepen) zusammen. Im Mhd. Mnd. Mnl. nimmt das aus dem Lat. stammende Verb (bis auf Ausnahmen) starke Flexion an (analog mhd. grīfen, slīfen, nhd. greifen, schleifen), so daß sich in der Regel gegenüberstehen entlehntes (nunmehr starkes) mnd. mnl. pīpen, nl. pijpen ‘ein Instrument spielen’ und altes, lautmalendes (schwaches) mnd. mnl. pīpen, nl. piepen ‘piep(s)en’ (entsprechend dem hd. pfeifen gegenüber piepen). – Pfiff m. ‘schriller Ton des Pfeifens’, ablautende Rückbildung (Anfang 16. Jh.) zu pfeifen; die Bedeutung ‘Kniff, Trick’ (Ende 18. Jh.) ist entweder gaunersprachlicher Herkunft nach dem Ablenkungspfiff der Betrüger, Taschenspieler, dem Verständigungspfiff der Kartenspieler oder entsteht nach dem Lockpfiff der Jäger, Vogelsteller. Dazu pfiffig Adj. ‘schlau, gewitzigt’ (18. Jh.). Pfiffikus m. ‘Schlaukopf, anstelliger Mensch’, studentensprachliche Bildung zu pfiffig mit latinisierender Endung (um 1700).
1446 Zeichen · 45 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Pfiffig

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Pfiffig , -er, -ste, adj. et adv. von der figürlichen Bedeutung des Wortes Pfiff, Fertigkeit besitzend, seinen Handlunge…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    pfiffig

    Goethe-Wörterbuch

    pfiffig a über viel Schläue, Findigkeit u Geschick verfügend; gelegentl auch pejor iSv listig, verschlagen [ Lucie über …

  3. modern
    Dialekt
    pfiffig

    Bayerisches Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    pfiffig Band 2, Spalte 2,577

  4. Sprichwörter
    Pfiffig

    Wander (Sprichwörter)

    Pfiffig 1. Allzu pfiffig ist nicht klug, sagte der weise Mann. Frz. : Le vrai moyen d'être trompé, c'est de se croire pl…

  5. Spezial
    pfiffig

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    pfif|fig adj. 1 (schlau) furbo (-bi, -ba) 2 (schelmisch) maradët (-ëc), da mostricio.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit pfiffig

3 Bildungen · 3 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von pfiffig

pfiff + -ig

pfiffig leitet sich vom Lemma pfiff ab mit Suffix -ig.

Zerlegung von pfiffig 2 Komponenten

pfif+fig

pfiffig setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

pfiffig‑ als Erstglied (3 von 3)

pfiffig I

Idiotikon

pfiffig I Band 5, Spalte 1086 pfiffig I 5,1086

pfiffig II

Idiotikon

pfiffig II Band 5, Spalte 1088 pfiffig II 5,1088

pfiffigkeit

DWB

pfiffig·keit

pfiffigkeit , f. das pfiffigsein, eine pfiffige handlung: ( so etwas ) will ausgeführt sein, wies erfunden ist: mit aller pfiffigkeit, gewan…