Eintrag · Deutsches Rechtswörterbuch
Pferch
Pferch, m. u. n.
-
ðis syndon þa land gemæro. ærest of þaem ge mannan treope on Bogeles pearruc942 Birch,CartSax. II 515
-
carcere perriche11. Jh. AhdGl. II 707, 55 Faksimile
-
pratum dictum der pherrich1269 WirtUB. VII 17
-
sie insollent auch keynen perrich machen uffe den walde1307 PfälzWB. I 814
-
men sel ghene parricke maken binnen der stat opte graft bi enen ponde1340/79 UtrechtRBr. I 24 Faksimile
-
mogen die burger pferchen, wie von alter herkomen ist, doch sollen sie keinen acker mit dem pferche belegen, er gebe dann minem gnedigsten hern zehen alles [albus?] ungeverlich1492 Walldürn 264 Faksimile
-
ist ... verabschidet, daß sye im frielings uf st. Ambrosy den pferch uffs veld schlagen und selbigen wie von altherhero uff ihren güetteren nutzen ... sollen und wer selbigen hat, den hürten underhalt mit essen und trincken geben1609 WürtLändlRQ. I 789 Faksimile
-
dieweilen aber ... demselben seiner feldgüter halben des pferches zu entraten ohnmöglich, als ist das anerbieten beschehen, daß der von H. den pferch vor sich und seine güter behalten ... soll1618 BadW. 129 Faksimile
-
es soll auch keiner seinen pferrich ... auff einer andern marckung setzen ... bey peen drey pfund hellerWürtLO. 1621 S. 832 Faksimile
-
es sollen diejenige, so schaͤffereyen haben, und des pferchs alles fuͤr ihren eigenen acker-bau nicht beduͤrfftig seyn, sondern andern um ein gewisses gedinge lagern, auff ein hundert schafe acht huͤrten schlagen und jede deren vierzehen schuhe lang seyn1666 GothaLO. II 3 Tit. 22 Faksimile
-
doch solle die lehensherrschafft zu hergebung des pferchs nicht verbunden sein, wann wegen kriegsgefahr die schaaf nicht wohl sicher auf dem feld zu laßen, und von solchem pferch solle bißherigem gebrauch gemäs die vierdte garb gegeben werden1678 Gochsheim 763 Faksimile
-
wollen wir, daß ... uns von solchen hemeln, wie von andern pferchen, die trifft- und weidhemel, sampt anderm trifftgeldt ... einbracht [werden]1682 HessSamml. III 187 Faksimile
-
daß des pferchs halben gebührend bescheid und ordnung gehalten ... werden möge17. Jh. KirchheimW. 114
-
dasselbig alles, so der pferch ertragen, solle jeder zeit den inwohnern dises flecken zu gutem ... kommen1701 WürtLändlRQ. II 121 Faksimile
-
den pferch und pferchcasten muß der schäfer auf seinen costen erhalten1727 WürtLändlRQ. II 76 Faksimile
-
hier werden ... der pferch, huͤtten und andere zur schaͤferei vorraͤthige instrumenten zu der von beiden theilen unbestimmten fahrenden habe gerechnet1789 Thomas,FuldPrR. II 140 Faksimile
-
mit dem vichtrüb werde es also gehalten, daß junker H. moge funfhundert schaf und darob ein eigen schafer halten ... und seihe der pferrich allain sein1551 BadW. 330 Faksimile
-
solle auch keiner ... den pferich ausser einer gemeind oder der gemeindsleüthen verkaufen bey verliehrung des pferichs1616 WürtLändlRQ. I 270f. Faksimile
-
das eintreiben der steuern und auflagen, auch der verkauf des pferchs ... ist an sonn- und feiertagen nicht zu gestatten1792 Hartmann,WürtGes. II 42
-
der pfoͤrch soll entweder im aufstreich verliehen, oder nach dem steuerfuß oder dem ackerfeld jedes buͤrgers unter den buͤrgern vertheilt werden1815 WirtRealIndex III 367 Faksimile
-
alze se quemen in den perck, to hant spreken se Reynken to1498 ReinekeVos V. 6536
-
so bereyde hi hem totten percke eerlijck te comenum 1540 MnlWB. VI 138