Eintrag · Deutsches Rechtswörterbuch
Pfaffenkind
Pfaffenkind, n.
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dat papen kinderen ende andere die van gheenre wittige geboirte en sijn, niet en selen mogen tugen1330 Willems,Brab. I 785 Faksimile
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papenkynder ende bastaert en moghen niet tughen, dat enighen poerter litten of deren mach aen sijn lijf of aen sijn goet1356 WoudrichemRbr. II 90
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papen kindere vnd di vnnechte geboren syn die nemen noch erue noch lehn wen sy elos sint gebore1397/98 BerlinStB.(Hs.) 107r
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ydoch so sint vnechte kindere nicht so vnnechte alse papenkindere wen eyn vnnechte kint mach echte werden1397/98 BerlinStB.(Hs.) 107v
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weert sake dat yenighe lude doetslach deden, de alsoe gheteelt synt datse gheen erfnyssen moghen ontfanghen, als papenkynder, monnikes kynder, hoeren kynderen, ende der ghelyck, dat sullen sie mytten halse betalen1448 Richth. 321 Faksimile
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alle pfaffenkinder, mönchskinder, alle hurenkinder, zwittere gehören mit hüenern und bede uf das haus B.1532 Hessen/GrW. III 348 Faksimile
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papenwiver und papenkinder sollen nicht in gilden genohmen werden, dat en enschege dan mit sunderlingen consent1533 HammStR. 31 Faksimile
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sollen pfaffen-kinder und huren-soͤhne, so ausser verbottener vermischung erzeugt, und gebohren seynd, gaͤntzlich ausgeschlossen seyn, von einigem meister dieser bruderschafft verwandt, zulernen1554 Reyscher,Ges. XII 282 Faksimile
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es soll auch kein bastert oder pfaffenkindt oder einer, der unehrlich geborn ist, in unsere zunfft auffgenommen werden1565 FrankfZftUrk. II 411
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wer unsere löbliche innung gewinnen und haben will, der soll ehelicher geburt, herkommens und freundtschafft sein, und darnach einen geburtsbrieff, das er ehelichen geborn, auch deutscher und nicht wendischer art sey, auch kein unehelich pfaffen oder hurenkindt zur ehe genohmmen [habe, vorweisen]1596 Ramdohr,MagdebSeidInn. 85
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diejenigen kinder, welche geistliche mit ihren beyschlaͤferinnen erzeugt haben. nach dem saͤchsischen landrecht sind alle pfaffenkinder unehrlicher geburt1803 RepRecht XI 223