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Nothdurft

nhd. bis sprichw. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
Anchors
5 in 4 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Nothdurft Die

Bd. 3, Sp. 518a
Die Nothdurft, o. Mz. 1) Der Zustand der Noth, des Bedürfens. Es reicht zur Nothdurft hin, die Nothdurft zu befriedigen. Nach Nothdurft zu leben haben, so viel als das Bedürfniß erfodert. »Meine frau die wil die sach nach nottdurft ratschlagen,« so viel als nöthig ist. Theuerdank. Die Nothdurft erfodert es. »Denn es ist Nothdurft, daß ihr beide der Ruhe pfleget.« Michaeler. (R.) Etwas aus Nothdurft thun, aus Noth, weil man dazu genöthiget war.[] Aus gleicher Nothdurft sich zu jücken. Thümmel. I gemeinen Leben heißt zur Nothdurft und nach Nothdurft auch, gerade oder kaum für das Bedürfniß hinreichend; zur Noth. Es reicht nur zur Nothdurft hin. »Daß sie einen Tag länger nach Nothdurft haben möchten.« Judith 7, 12. Etwas zur Nothdurft thun, gerade nur so viel und so, daß der Noth dadurch abgeholfen wird. I engerer Bedeutung, der Zustand, da man der zur Wohlfahrt, besonders zur Erhaltung des Lebens unentbehrlichen Mittel bedarf, Mangel daran leidet. Nothdurft leiden. »Nehmet euch der Heiligen Nothdurft an.« Röm. 12, 13. Was zur Leibes Nahrung und Nothdurft gehört, Speise und Trank, Kleidung und Wohnung. »Kleider damit er seine Nothdurft decken kann.« Sir. 29, 28. 2) Alles was nöthig, zu einer Sache erfoderlich ist. So sagt man im O. D. und in den Kanzeleien, seine Nothdurft reden, was man für nöthig, zur Sache erfoderlich hält; daß ihr eures Orts die Nothdurft dabei beobachten möget, d. h. das was nöthig ist. Seine Nothdurft essen, schlafen , im O. D. so viel nöthig ist, nach seiner Nothdurft. Die Schreibenothdurft, ◎ der Schreibbedarf, als Feder, Dinte, Papier. C. I engerer und gewöhnlicher Bedeutung, was zur Erhaltung des Lebens erfoderlich ist und so viel dessen dazu erfoderlich ist. Seine Nothdurft haben. Einem die Nothdurft verschaffen. Sich etwas an der Nothdurft abbrechen. I gemeinen Leben ist, seine Nothdurft verrichten, ein anständiger Ausdruck für, ein Naturbedürfniß durch Ausleerung des Leibes befriedigen.
1950 Zeichen · 44 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Nothdurft

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Nothdurft , plur. inus. ein Wort, welches in einem doppelten Hauptverstande gebraucht wird. 1. Als ein Abstractum. 1…

  2. Sprichwörter
    Nothdurft

    Wander (Sprichwörter)

    Nothdurft 1. Hab' ich meine Nothdurft und ein gut Gewissen, so will ich keine Leckerbissen. Holl. : Schamel en nooddruft…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit nothdurft

4 Bildungen · 1 Erstglied · 3 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von nothdurft 2 Komponenten

noth+durft

nothdurft setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

nothdurft‑ als Erstglied (1 von 1)

nothdurftsgabe

DWB

nothdurft·s·gabe

nothdurftsgabe , f. gabe für den nothwendigen unterhalt: so viel nothdurftsgaben, als unser leib bedarf. Günther 746 .

nothdurft als Zweitglied (3 von 3)

leibesnothdurft

DWB

leibesnoth·durft

leibesnothdurft , f. was dem leibe notwendig ist: sachen welche zur leibesnothdurft gehören. Chr. Weise kl. leute 317 ; ein hübsches zimmer …

unternothdurft

DWB

unter·nothdurft

unternothdurft , f. , zu nothdurft 2; vgl. zur bildung underbat sp. 1447; 1488: dazu mügen wir sein wapen ... mit gutem gewissen aufs heimli…