Eintrag · Dt. Etym. Rechtswb. (Köbler)
Nießbrauch M.
Nießbrauch, M. ›Belastung einer Sache in der Weise daß derjenige zu dessen Gunsten die Belastung erfolgt berechtigt ist die Nutzungen (z.B. Mietzinsen) der Sache zu ziehen‹, 16. Jh. (Gobler 1551) bzw. 17. Jh. (Hayme 1738) Lüt. lat. ususfructus, M., ›Nießbrauch‹, zu Brauch, nießen nießen, V., ›genießen‹, mhd. niezen, V., ›gebrauchen, benutzen, genießen‹, ahd. niozan (765), V., ›nutzen, genießen, ge- brauchen, verbrauchen‹, as. niotan, V., ›nießen, benutzen, sich erfreuen‹, germ. *neutan, V., ›einfangen, nutzen, genießen‹, idg. *neud-?, V., ›greifen, ergreifen, nut- zen‹?