Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
nassen verb.
nassen , verb. , mhd. naʒʒen, nasz werden oder sein, feuchtigkeit von sich geben: schütt wasser zu dem windtloch ein auff den filtz, so nast der filtz hinder sich, bisz die feuchte an den kalckstein kompt. Fronsperger kriegsb. 2, 195 a ; das thu so lang, bisz die augen aufhören zu nassen. Sebiz feldbau (1580) 153 ; die wunde naszet, vulnus madet Stieler 1334 , nassen (: hassen) Zesen Helic. 1, M 8 b ; die trüben augen nassen, das hirn ist matt und schwach von wachen und von laid. Rompler 76 ; liebster! als du neulich uns verlassen, und mein aug um dich begann zu nassen. Rückert ges. ged. 1, 42…