Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Narzisse f.
Narzisse f.
Narzisse f. Name für ein stark duftendes Zwiebelgewächs mit ansehnlichen weißen oder gelben Blüten, entlehnt (16. Jh.) aus gleichbed. lat. narcissus m., griech. nárkissos (νάρκισσος) m., selten f. Da die Pflanze einen betäubenden Duft verbreitet und eine beruhigende Wirkung haben soll, ist der Name möglicherweise an griech. nárkē (νάρκη) ‘Krampf, Lähmung, Erstarrung’ (s. Narkose) anzuschließen; dabei kann eine volksetymologische Umdeutung eines Fremdwortes unbekannter Herkunft nicht ausgeschlossen werden. – Narzißmus m. ‘übertriebene Selbstliebe und Verlangen, stets bewundert zu werden’, Bildung (Freud 1924, vgl. frz. narcissisme, 1917) zu Narziß ‘eitler, sich selbst bewundernder Mensch’, nach lat. Narcissus, griech. Nárkissos (Νάρκισσος), in der griechischen Sage Name eines Jünglings, der sich in sein eigenes Spiegelbild verliebte, an dieser Liebe zugrunde ging und in eine Narzisse verwandelt wurde.