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namhaft

mhd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
13 in 13 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

namhaft

namhaft

Name m. ‘Benennung, Bezeichnung, Eigenname, Ansehen’, ahd. namo (8. Jh.; Genitiv namen), mhd. nam(e), asächs. namo, mnd. mnl. nāme, nl. naam, afries. aengl. nama, engl. name, (mit ursprünglich neutralem Genus) got. namō, germ. *naman-, (und mit veränderter Stammbildung) anord. nafn (aus *namn-), schwed. namn. Außergerm. vergleichbar sind aind. nā́ma, lat. nōmen, griech. ónoma (ὄνομα), aslaw. imę, russ. ímja (имя), air. ainmm. Als Ansatz läßt sich erschließen ie. *en(o)men-, *nomen- ‘Name’, das in den Einzelsprachen in unterschiedlichen Ablautformen vorliegt. S. auch nennen. – namhaft Adj. ‘bekannt, berühmt, nennenswert’, ahd. namahaft (8. Jh.), mhd. namhaft. namentlich Adj., heute Adv. ‘besonders erwähnenswert, vornehmlich’, eigentlich ‘(mit Namen) benannt’ (vgl. noch namentliche Abstimmung, namentlich nennen); mit unorganischem t gebildet (15. Jh.) nach mhd. name(n)lich; daneben die umgelautete Form nämlich Adj., in der nämliche ‘eben derselbe’ (heute unüblich), mhd. dirre nemelīche; in älterer Sprache auch ‘namentlich angegeben, ausdrücklich’, vgl. auff einem nähmlichen tag (16. Jh.), ahd. neminlīh (10. Jh.), namalīh (um 1000), mhd. name-, nemelich ‘namentlich benannt, bekannt, bedeutend’. Gebräuchlicher ist heute adverbieller Gebrauch im Sinne von ‘genauer gesagt, das heißt’, vgl. ahd. namalīhho ‘dem Namen nach’ (10. Jh.), mhd. nam(en)-, nem(e)līche ‘mit namentlicher, ausdrücklicher Hervorhebung, vorzugsweise’. Namenstag m. ‘Kalendertag des Heiligen, dessen Namen man trägt’ (17. Jh.). Namensvetter m. ‘wer den gleichen Namen trägt’ (18. Jh.).
1570 Zeichen · 65 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    namhaftadj.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +3 Parallelbelege

    namhaft adj. namentlich bestimmt ( noch jetzt namhaft machen), berühmt, bekannt. er was verre namhaft Pass. K. 52,25. er…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Namhaftadj, adv

    Campe (1807–1813) · +3 Parallelbelege

    Namhaft , adj . u. adv . einen Namen habend. Etwas namhaft machen, den Namen, welchen es hat, geben, es nennen. Sich nam…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    namhaft

    Goethe-Wörterbuch

    namhaft selten nahm- 1 namentlich bekannt, genannt; auch ‘jdn/etw n. machen’: jdn/etw benennen (u verdeutlichen), mit Na…

  4. modern
    Dialekt
    namhaftAdv.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    nam-haft Adv. : nach dem Schd.; een namhaft mache 'jemanden benennen, ausfindig machen' [ LU-Opp , vereinzelt].

  5. Spezial
    namhaft

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    nam|haft adj. 1 (beträchtlich) conscidrabl (-i, -a), bindebó de 2 (bekannt) conesciü (-s, -da) ▬ eine namhaft e Summe bi…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit namhaft

10 Bildungen · 6 Erstglied · 1 Zweitglied · 3 Ableitungen

Ableitung von namhaft

nam + -haft

namhaft leitet sich vom Lemma nam ab mit Suffix -haft.

namhaft‑ als Erstglied (6 von 6)

namhaftec

BMZ

nam·haftec

namhaftec adj. dasselbe. di wêgisten und di namhaftigisten in dem here under dem dûtschen volke Ludw. 42,18.

namhaftic

Lexer

nam-haftic adj. ib. dasselbe Ludw. Ab. 1, 119. wir söllen kainen namhaftigen krieg an fâhen, dann nâch rêt der landherren Heum. 168 ( 1393 )…

namhaftig

DWB

nam·haftig

namhaftig , adj. und adv. gleich namhaft. 1 1) adj. ahd. namahaftig, mhd. namhaftic, mnd. namaftich, namachtich. 1@a a) nammhaftig, nominatu…

namhaftigkeit

DWB

namhaftig·keit

namhaftigkeit , f. nobilitas Maaler 302 d ; denn mit sollicher ordnung macht er der weltlichen ordnung ain ansehen oder namhafftigkait. Mela…

namhaft als Zweitglied (1 von 1)

genamhaft

MWB

genamhaft Adj. ‘namhaft, anerkannt’ di vzlegunge ir [der hl. Schrift] , di von ginamhaften vnde lobhaften cristinlichen vatirn gimach sint B…

Ableitungen von namhaft (3 von 3)

genamhaft

MWB

genamhaft Adj. ‘namhaft, anerkannt’ di vzlegunge ir [der hl. Schrift] , di von ginamhaften vnde lobhaften cristinlichen vatirn gimach sint B…

namhafte

KöblerMhd

namhafte , st. F. nhd. Herrschaft Q.: Seuse (1330-1360) (FB namhafte) E.: ahd. namahaftī* 2, st. F. (ī), „Namhaftigkeit“, Ansehen, Anrede, B…

unnamhaft

DWB

unnamhaft , adj. , gth. v. namhaft a: ungewisse und unnamhaffte farb Garg. 180 ndr.; J. Böhme 3, 206 . anonym A. Gryphius 2, 349 . gth. v. n…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „namhaft". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 20. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/namhaft/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „namhaft". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/namhaft/pfeifer_etym. Abgerufen 20. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „namhaft". lautwandel.de. Zugegriffen 20. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/namhaft/pfeifer_etym.
BibTeX
@misc{lautwandel_namhaft_2026,
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  urldate      = {2026-05-20},
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