Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
nässen verb.
nässen , verb. 1 1) transitiv, nasz machen, erst im 17. jahrh. neben netzen aufgekommen: nässen, madefacere Stieler 1334 (: fressen) Zesen Helic. 1, N 1 a ; nimm diese rosen .. Velleda hat sie mit zähren heute noch sanft genäszt (1. ausg. benetzt). Klopstock Wingolf 2, 21 ; durch und durch genäszt, träufelnd von abflieszender feuchte. Göthe 30, 50 ; wer eine ruhestatt bot den müden füszen und trockenung dem auge dem genäszten. Rückert 88 ; hoch steigt das blut, das bald den fusz dir näszt. Lenau (1880) 1, 272 ; wem hat das auge keine ( thräne ) je genäszt? Freiligrath (1870) 2, 144 . 2 2) unpe…