Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
nachlese f.
nachlese , f. 1 1) das nachsammeln ( von ähren, weintrauben u. s. w. ), die nachernte und das in der nachlese eingesammelte. 1@a a) eigentlich: nachlese in der ernde, spicilegium; im weinberge, racematio. Stieler 1167 . 1@b b) übertragen von andern sachen: der Kroat es ganz anders trieb, uns nur die nachles übrig blieb. Schiller 12, 22 ( Wallenst. lager 6); 1@c c) bildlich: die sache ist mehr als zu klar, es bedarf hier keiner nachlese. Chr. Weise kl. leute 303 ; seine geschickte hand hält nachlese und sammelt vollends alles ein, was dem fleisze des Scaramouche entwischt war. Lessing 4, 428 ; …