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nachdenklich

nhd. bis spez. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
8 in 7 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

nachdenklich

nachdenklich

denken Vb. ‘geistig arbeiten, überlegen’, ahd. thenken (8. Jh.), mhd. mnd. mnl. nl. denken, asächs. thenkian, afries. thanka, aengl. þencan, engl. to think, anord. þekkja (‘wahrnehmen, erkennen’), aschwed. þækkia, got. þagkjan. Das germ. jan-Verb (germ. *þankjan) steht als Kausativum im Ablaut (wie Dank, Gedanke, s. d.) zu einem Verb, das sich in dünken (s. d.) fortsetzt. Es findet eine sichere außergerm. Entsprechung in lat. tongēre ‘kennen, wissen’ und kann mit diesem auf eine Wurzelform ie. *teng-, *tong- ‘denken, fühlen’ zurückgeführt werden. Das Prät. dachte und das Part. Prät. gedacht (beide mit Kürzung des Stammvokals) sind durch Ausfall von -n- und Ersatzdehnung entstanden (ahd. thāhta, githāht, mhd. dāhte, gedāht, aus germ. *þanht-). – gedenken Vb. ‘an jmdn., etw. zurückdenken, sich erinnern, beabsichtigen’, ahd. githenken ‘an etw. denken’ (um 800), mhd. gedenken, auch ‘ausdenken, bestimmen, eingedenk sein, sich erinnern’, heute besonders einer Sache, eines Menschen gedenken sowie gedenken, etw. zu tun. nachdenken Vb. ‘eine Sache gründlich durchdenken, überlegen, erwägen’, (selten) ‘etw. in Gedanken nachvollziehen’ (15. Jh.); vgl. mhd. denken nāch ‘mit Gedanken nachfolgen, zurückdenken an’; nachdenklich Adj. ‘zu Überlegungen neigend, in Gedanken versunken, zum Nachdenken anregend’ (Mitte 17. Jh.). verdenken Vb. ‘übelnehmen, verübeln, verargen’ (meist verneint und in Verbindung mit können), ahd. firthenken ‘verachten, geringschätzen’ (8. Jh.), mhd. verdenken ‘(zu Ende) denken, erwägen, sich erinnern, Übles von jmdm. denken, jmdn. in Verdacht haben, verargen’ (s. Verdacht). Denker m. ‘Philosoph’ (1. Hälfte 18. Jh. nach engl. thinker); vgl. vereinzeltes ahd. thenkāri (11. Jh.). Denkzettel m. ‘Merkzettel als Gedächtnishilfe’, übertragen ‘eindringliche Lehre in Form eines Verweises, einer Bestrafung’ (16. Jh.), vgl. rechtssprachliches mnd. denksed(d)del, -cēdel ‘Urkunde, Vorladung, Merkblatt’. Frühnhd. auch Gedenkzedele, -zettul (16. Jh.). S. 2Zettel.
1989 Zeichen · 83 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Nachdênklich

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Nachdênklich , -er, -ste, adj. et adv. 1) Fertigkeit zum Nachdenken besitzend. Ein nachdenklicher Mann, ein nachdenkende…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    nachdenklich

    Goethe-Wörterbuch

    nachdenklich auch -ck- 1 nachdenkend, überlegend a in Beschreibung eines Naturells, einer angeborenen Neigung; auch in d…

  3. Spezial
    nachdenklich

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    nach|denk|lich I adj. pinsirus (-sc, -rosa) II adj./adv. surapinsier. ▬ nachdenklich stimmen dé da ponsé, fá ponsé do.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit nachdenklich

2 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von nachdenklich

nachdenken + -lich

nachdenklich leitet sich vom Lemma nachdenken ab mit Suffix -lich, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

nachdenklich‑ als Erstglied (1 von 1)

Ableitungen von nachdenklich (1 von 1)

unnachdenklich

DWB

-denklich ( adj. adv. pass. ' unerdenklich ': Meyfart Jerusalem 1, 126 . act. gth. von nachdenklich 1: schäferei 1641, c 7 b ; Dahlmann gesc…