moralisch gelegentl im adj Gebrauch Großschr, im subst Gebrauch Kleinschr; einmal ‘Moral-Aufsatz’ fälschlich für ‘moral[ischer] Aufsatz’ (abgekürzt mit Abbrechungszeichen u Doppelpunkt) GWBGT5
1,108,4 1
als Wesensbestimmung Gottes; häufig ‘m-e Weltordnung’ als Existenzform Gottes in der Einheit von Sittengesetz u Wirklichkeit1) Gott nur ist
m., kein Mensch ist es vis à vis von sich; man ist es nur gegen andere, denn niemand kann sich selbst subordiniren. Gott erzeigt uns die Ehre, uns für etwas gelten zu lassen, und nur im Fall der höchsten Not sich der Subordinierung zu entziehen, um sich selbst zu erhalten GWBGespr(He2,552) Riemer 9.8.10 Alle Gesetze sind Versuche, sich den Absichten der m-en Weltordnung im Welt- und Lebenslaufe zu nähern GWB42
2,215,4 MuR(831) [
Lenardo, über seine vergebliche Suche nach Nachodine:] ich ward im Augenblick fromm genug mich an die m-e Weltordnung zu wenden und zu bitten: sie möge sich..einmal wunderbar gnädig offenbaren GWB24,214,28 Wj I 11 jenes Dämonische..steht..vorzüglich mit dem Menschen im wunderbarsten Zusammenhang und bildet eine der m-en Weltordnung, wo nicht entgegengesetzte, doch sie durchkreuzende Macht GWB29,176,15 DuW 20 kann ich nur sagen, daß ich die geneigte Manifestation der m-en Weltordnung nicht genug verehren kann, die mir erlaubte mich [
nach Augusts Tod] körperlich und geistig..wieder herzustellen GWBB48,152,5 Boisserée 20.3.31 B35,170,11 Schubarth 7.11.21 B28,120,24 August 5.6.17 K Gespr(He3
1,108) Kanzl Müller 28.3.19
uö scherzh: ‘m-e Weltordnung’ in Variation von Redewendungen wie ‘Gott erhalte dich!’, ‘Gott sei Dank!’ [
Briefabschluß] Die m-e Weltordnung erhalte dich GWBB27,8,15 Zelter 3.5.16 B28,99,6 Boisserée 27.5.17
uö(selten) 2
das sittliche Verhalten u Denken der Menschen betreffend; ohne wertenden Akzent a
sich auf die menschliche Sittlichkeit beziehend; auch iSv gesellschaftlich; mehrf neben ‘ästhetisch, literarisch, artistisch’, ‘politisch, ökonomisch’ ua; bildl in modifiziert-redensartlicher Verwendung: ‘einen guten m-en Magen haben’, ‘sich einen m-en Bruch heben’; ‘m-er Zigeuner’: abwertend für einen auf die sittliche Verfassung von Individuen spezialisierten Wahrsager (Physiognomiker) Der Protestantismus hält sich an die m-e Ausbildung des Individuums, also ist Tugend sein erstes und letztes, das auch in das irdische bürgerliche Leben eingreift GWBT3,271,20 v 7.9.07 Wir gestehn lieber unsre m-en Irrthümer, Fehler und Gebrechen, als unsre wissenschaftlichen GWBN11,109,9 MuR(1264) [
mBez auf GLucchesini] Er scheint mir einer von denen Menschen zu sein, die einen guten m-en Magen haben, um an dem großen Welttische immer mitgenießen zu können GWB31,270,16 ItR~B8,227,12 ChStein 1.6.87 im ästhetischen und m-en Felde wird es Mode gegen mich zu streiten und zu wirken GWBN13,445,4 MuR(873) Subordination..die ist das M-e GWBGespr(He2,190) Riemer Febr 07 45,131,20 RamNeffe Gespr(He3
1,322) Grüner 6.9.21 B4,150,5 ChStein 30.11.79 37,332,17 PhysiognFragm 38,492 Späne
uö speziell iSv von (bestimmten) sittlichen Vorstellungen geleitet; mBez auf Individuen u Gemeinwesen, einmal übertr auf die Natur; mehrf neben ‘politisch’, auch ‘m-e Welt, Verhältnisse’ iSv Gesellschaft, soziales Umfeld; mehrf im Bild [
Ferdinand IV. vNeapel, über Hackert:] wisset..daß es ein ehrlicher Mann ist, der einen vortrefflichen m-en Charakter hat, und mir mit aller Treue ohne Eidschwur dient GWB46,239,16 Hackert Anstellg Die Leipziger sind als eine kleine m-e Republick anzusehn. Jeder steht für sich, hat einige Freunde und geht in seinem Wesen fort, kein Obrer giebt einen allgemeinen Ton an, und ieder produzirt sein kleines Original, er sey nun verständig, gelehrt, albern, oder abgeschmackt, thätig, gutherzig, trocken oder eigensinnig GWBB6,114,20 ChStein 29.12.82 [
über Ritterromane] Die Helden sind riesenmäßig, die Leidenschaften überschreiten die Wahrheit, und eine eingebildete m-e Natur hat noch weit mehr Unbequemlichkeiten als die Wunder der Mythologie und der Feerei GWB40,211,23 Staël,Dichtgn [
im Hinblick auf Cagliostro] unsere m-e und politische Welt ist mit unterirdischen Gängen, Kellern und Cloaken miniret, wie eine große Stadt zu seyn pflegt GWBB5,149,20 Lavater 22.6.81 [
betr versch Erziehungsziele] jeder suchte an mir..sein Wohlgefallen zu vermehren, indem er an mir sein m-es Ebenbild herzustellen trachtete. Olenschlager wollte mich zum Hofmann, Reineck zum diplomatischen Geschäftsmann bilden; beide..suchten mir Poesie und Schriftstellerei zu verleiden GWB26,256,13 DuW 4 Gespr(He2,462) Riemer 9.7.09 B46,54,18 Zelter 20.8.29 B22,345,23 CGKörner 23.4.12 Gespr(FfA II 12,487,16) Eckerm 29.5.31
uö speziell iSv sittliches Verhalten u Denken beurteilend Der erste m-e Blick in die Welt so wenig als der erste phisikalische bringt unserm Kopf oder unserm Herzen eine deutliche Empfindung; man sieht, eh man weiß, daß das gesehen ist, und nur sehr lange hernach lernt man erkennen was man sieht GWBB1,248,13 Hetzler dÄ 28.9.[70] K An Carlyle ist es bewundernswürdig, daß er bei Beurteilung unserer deutschen Schriftsteller besonders den geistigen und sittlichen Kern, als das eigentlich Wirksame, im Auge hat. Carlyle ist eine m-e Macht von großer Bedeutung GWBGespr(FfA II 12,620,23) Eckerm 25.7.27 27,41,16 DuW 6 b
iSv Richtlinien sozial u individuell angemessenen Denkens u Handelns vermittelnd, fördernd u lehrend, oft mBez auf literarische Texte; vereinzelt auch zugl iSv eine ausformulierte Lehre od Quintessenz enthaltend M-e Zwecke der Poesie.|„Bessern, bessern soll uns der Dichter!” GWB5
1,230 Xen 177(610) Titel Nur diejenige Erzählung verdient
m. genannt zu werden, die uns zeigt, daß der Mensch in sich eine Kraft habe, aus Überzeugung eines Bessern, selbst gegen seine Neigung zu handeln..keine m-e Geschichte kann etwas anderes lehren GWB18,188,20u24 Unterhaltungen Obrist von Massenbach..hatte ein seltsames Opus verfaßt, nichts Geringeres als ein m-es Manifest gegen Napoleon GWB35,271,4 TuJ 1806 [
Mephisto, mBez auf Gretchen:] Ich sing' ihr ein
m. Lied,|Um sie gewisser zu bethören..|Nehmt euch in Acht!|Ist es vollbracht,|Dann gute Nacht|Ihr armen, armen Dinger!|Habt ihr euch lieb,|Thut keinem Dieb|Nur nichts zu Lieb',|Als mit dem Ring am Finger GWB14,186 Faust I 3680 41
2,221,8 Epische u dramatDichtg 40,235,11 Staël,Dichtgn 42
2,427,13 Volksb histInh Schema B15,273,4 HEgloffstein 6.11.01
uö mit stark pejor Akzent iSv penetrant moralisierend; mehrf im Bild M-e Schwätzer.|Wie sie mit ihrer reinen Moral uns, die Schmutzigen, quälen! GWB5
1,307 Tab vot 15(890) Titel Ich habe die Gelegenheit ergriffen etwas über diese heitere Darstellungen [
JKGrübels Nürnbergische Mundartgedichte], die nicht gerade immer den leidigen Schwanz m-er Nutzanwendung hinter sich schleppen..zu sagen GWBB13,337,7 Schiller 12.12.98 will er [
der Dichter] doch..den m-en und Polizeiruthen nicht in's Amt greifen GWB40,244,28 Üb:Grübel,Ged es sei..daß der Dichter die Kunst besitze, die m-e Tendenz seines Stoffs durch die Behandlung zu überwinden GWB40,70,12 DramatPreisaufg [G/Schiller] B10,238,25 Jacobi 27.2.95 B7,137,3 Kayser 4.12.85 Gespr(He1,926) Böttiger 1804
uö(selten) 3
sittenstreng, anständig, tugendhaft, auch iSv hohen sittlichen Grundsätzen verpflichtet; vereinzelt ‘höchst, sehr m.’; gelegentl in ironisierendem Zshg; einmal als angeborene Qualität [
Luise zum Alten:] Wenn ein tapferer Mann mit Gefahr seines eigenen Lebens andere rettet, ist das keine m-e Handlung? Der Alte [
antwortend:] Nach meiner Art mich auszudrücken, nicht. Wenn aber ein furchtsamer Mensch seine Furcht überwindet und eben dasselbe thut, dann ist es eine m-e Handlung GWB18,190,3u7 Unterhaltungen Man hört so oft über weitverbreitete Immoralität in unserer Zeit klagen, und doch wüßte ich nicht, daß irgend einer, der Lust hätte,
m. zu sein, verhindert würde, es..zu sein GWBGespr(He2,542) Riemer 27.6.10 Ein schönes, reines, edles, höchst m-es Wesen, ohne die sinnliche Stärke, die den Helden macht, geht unter einer Last zu Grunde, die es weder tragen noch abwerfen kann; jede Pflicht ist ihm heilig, diese zu schwer GWB22,76,9 Lj IV 13~52,234,17 ThS VI 8 [
mBez auf ChHHorns Heldengeschichte] Eine Haupttugend seiner Helden preißt er die Keusch- und Züchtigkeit. Welch Wunder! die ganze Gesellschaft ist eine steife Marionettennation..Muster eines m-en Volks, ohne Leidenschaft, ohne Begierde! GWB38,351,13 FGA Canut A(FfA I 27,323,14) Aktenvermerk 11.11.17 B13,82,23 Schiller 28.2.98 B5,51,2 Krafft 11.2.81 Gespr(FfA II 12,637,33) Eckerm 8.10.27
uö(selten) ‘m-er Verehrer’ für Ehemann; wohl mBez auf JFvWerthern-Beichlingen2) Die Werthern..weis gar nicht recht worans ist, seit dem ihr alter m-er Verehrer fort ist, der die unmoralischen vertrieben hatte GWBB4,243,23 ChStein 28.6.80 4
die Moralphilosophie od einzelne moraltheoretische Fragen betreffend; mBez auf Reflexionen, theoretische Überlegungen u Diskurse Geh. Rath v. Willmer..Dank wegen des 5
n Stücks seiner Moral [
ischen] Aufsätze [
JJWillemers ‘
Bruchstücke zur Menschen- u Erziehungskunde religiösen Inhalts’, 1810-1815] GWBGT5
1,108,4 v 3.12.13 Frage ob Ihre m-en Abhandlungen [
‘Kurze Abhandlungen über einige wichtige Gegenstände aus der Religions- u Sittenlehre’, 1776] auf Ostern sollen gedruckt werden. Ich finde unter meinen Papieren drei: über die Gemüthsbewegungen, Neigungen und Leidenschaften; über Tugend und Laster, und über Religion GWBB2,213,12 Salzmann 5.12.74 [
betr Grüners geplantes Traktat ua zur Brautwerbung im Egerkreis] Punct der nächtlichen Besuche..der Widerspruch einer solchen Handlung mit der übrigen Förmlichkeit der Sitten muß doch auf irgend eine Weise psychisch und
m. gelöst werden können GWBB35,199,21 Grüner 2.12.21 bemerke..daß von dem Schriftsteller höchste m-e Bildung gefordert wird, indem man..nach herkömmlicher und geprüfter Sittenlehre das Gute nur um des Guten willen thun soll, ohne an eine Rückkehr auf sich selbst zu denken GWBB34,251,4 Gries 20.5.21 20,113,6 Wv I 10 T4,207,12 v 21.5.11
uö(selten) 5
die inneren mentalen Kräfte, Fähigkeiten u Leistungen des Menschen betreffend a
geistig-seelisch, auf das Denken u Fühlen des Menschen, seine innere Befindlichkeit bezogen; oft iUz ‘körperlich, physisch, ökonomisch’ uä; mehrf im Bild, auch hyperbol Mit Grafen Capo d'Istria wohnt ich in [
in Karlsbad] Einem Hause und kam dadurch diesem bedeutenden Manne auch
m. näher als sonst wohl der Fall gewesen wäre GWBB29,408 Reinhard 28.9.18 Var [
mBez auf Natur u Kunst Italiens] Gebe der Himmel, daß bei meiner Rückkehr auch die m-en Folgen [m-en Vortheile GWBB8,105,17 ChStein 29.12.86] an mir zu fühlen sein möchten, die mir das Leben in einer weitern Welt gebracht hat GWB30,237,14 ItR Wenn der Mensch über sein Physisches oder M-es nachdenkt, findet er sich gewöhnlich krank GWB42
2,118,20 MuR(98) Im Kriege erträgt man die rohe Gewalt so gut man kann, man fühlt sich wohl physisch und ökonomisch verletzt, aber nicht
m.; der Zwang beschämt niemanden GWB28,139,22 DuW 12 Deine Frau seh' ich..öfter..wenn der geistliche Arzt nöthig sein will. Ich habe manche Dose m-en Cremor tartari [
weinsaures Kali, bildl für beruhigendes Einwirken] gebraucht, um die Schwingungen ihrer Elektraischen Anfälle zu bändigen. Jetzt ist sie sehr vergnügt GWBB9,68,24 Herder 27.12.88 29,28,26 DuW 16 28,338,10 DuW 15 B51,130 JHGSchlegel 1.2.98 40,205,14 Staël,Dichtgn 40,55,22 Üb:Piccolom
uö b
gedanklich, ideell iUz faktisch, tatsächlich; ‘m-es Nachbild’ für poetische Fiktion [
betr Wallensteins Verrat] ob es gleich an juridischen Beweisen fehlt, so hat man doch alle m-e dafür. Seine Handlungen, seine geäußerten Gesinnungen erregen Verdacht GWB40,40,14 Üb:Piccolom [G/Schiller] [
mBez auf eine unerwartete Begegnung im Hause Brion] Entsetzen..das uns ergreift, wenn wir etwas unerwartet mit Augen sehen, das wir
m. unmöglich glaubten GWB27,367,20 DuW 10 18,69,2 Aufgeregten IV 7 28,28,19 DuW 11 moralisch-ästhetisch
‘jdm moralisch-ästhetischen Sand in die Augen werfen’ iSv jdn mit künstlerischen Mitteln sittlich verdummen; im Oxymoron [
mBez auf ChAClodius' ‘Medon’, 1764] Ich machte..einen Prolog..wo Arlekin mit zwei großen Säcken auftritt..und..den Zuschauern vertraut, daß in den beiden Säcken moralisch-ästhetischer Sand befindlich sei, den ihnen die Schauspieler sehr häufig in die Augen werfen würden GWB27,141,16 DuW 7 moralisch-didaktisch
zu ‘moralisch’ 2b [
über die Poesie] Die..Werke haben den..Zweck, durch eine glückliche geistreiche Darstellung..Lust als Schmerz zu mäßigen. Man betrachte..die..englischen meist moralisch-didaktischen Gedichte GWB28,214,6 DuW 13 moralisch-klimatisch
zu ‘moralisch’ 2a Physisch-klimatische Einwirkung auf Bildung menschlicher Gestalt und körperlicher Eigenschaften läugnet niemand, aber man denkt nicht immer daran, daß Regierungsform eben auch einen moralisch-klimatischen Zustand hervorbringe, worin die Charaktere auf verschiedene Weise sich ausbilden GWB7,40,5 DivNot FortleitBem moralisch-kritisch
zu ‘moralisch’ 2a [
mBez auf eine Pfarrersfrau] die..gar viel an der neumodischen moralisch kritischen [moralischkritischen GWBWerth
2 II] Reformation des Christenthumes arbeitet GWBAA98,32 Werth
1 II moralisch-lyrisch
nur subst zu ‘moralisch’ 5a Die Deutschen lieben das moralisch lyrische, diese subjectiven reflectirten Gesänge, die..an allgemeine Zustände des Gemüths, an Wünsche, Sehnsuchten und fehlgeschlagene Hoffnungen erinnern GWBB19,423,2 Rumohr 28.9.07 moralisch-philosophisch
Getrenntschr ‘moralisch-philosophischer Bauer’ für den Schweizer Landwirt u Landwirtschaftsrefomer JGujer (1716-1785); in Anspielung auf HCHirzels ‘Die Wirthschaft eines philosophischen Bauern’, 1771 GWBB2,268,Fußnote1 Sophie La Roche 12.6.75 moralisch-politisch a
sittlich-weltgewandtes Verhalten anstrebend3); in iron-bildhaftem Zshg [
Kilian Brustfleck:] Hab ich endlich mit vielem Fleis,|Manchem moralisch politischem Schweis|Meinen Mündel Hanswurst erzogen GWB38,47 HanswurstsHochz 2 b
iSv gesellschaftspolitisch (engagiert, tätig) Der Historiker wird die Geschichte der Farbenlehre aus der Geschichte..der übrigen Naturlehre aussondern..er wird die obwaltenden moralisch-politischen Ursachen des Übergewichts dieser oder jener Lehre aufzufinden suchen GWBN5
1,90,15 ChromatSätze Ein nordischer gelehrter Antiquarius, mit Namen Arendt [
MFArendt], befindet sich hier, der aber nicht mit jenem moralisch politischen Arendt [
EMArndt] zu verwechseln ist GWBB20,278,17 ChStein 16.1.09 B3,109,19 Lavater 16.9.76
uö(selten) im Titel ‘Neueröffnetes moralisch-politisches Puppenspiel’ iSv privat iUz öffentlich4) GWB16,1 NeueröffnPuppensp Titel B7,236,4 Bertuch u Göschen [Ende Jun 86] moraliter
lat; Adv zu ‘moralisch’ 2a GWBGespr(He2,542) Riemer 21.6.10
→ ästhetisch- *christlich- erotisch- GWB
hoch- literarisch- nordisch- physisch- poetisch- politisch- GWB
un- christlich-moralisch-GWB
ästhetisch literarisch-moralisch-GWB
politisch philosophisch-moralisch-GWB
poetisch politisch-moralisch-GWB
dramatisch religiös-moralisch-GWB
ästhetisch Syn zu 2u3 sittlich tugendlich zu 2 allgemeinsittlich ethisch zu 2a gesellschaftlich sozial zu 2b moralisieren(m-d) sittenverbessernd zu 3 anständig artig brav ehrbar gesittet gut gutartig gutdenkend gutgesinnt gütig sittenreich sittig sittreich sittsam tugendhaft tugendreich tugendsam tugendvoll zu 4 ethisch zu 5 geistig gemütlich ideell innerlich mental zu ‘das M-e’ Moral 1) Goethe u Fichte waren einander am Tag zuvor, am 8.8.10, begegnet, vgl WA III 4,146,6 u He2,552,Nr3240; die offenbar sich darauf beziehende Überlegung Goethes ist an Kants u Fichtes Gottesbegriff angelehnt, vgl HistWbPhilos3,784f; sa GWb4,386f s v Gott A1.2) Dessen Gemahlin Johanna Luise Gfin Werthern (1752-1811) zog das besondere Interesse vieler Verehrer auf sich, seit einem Aufenthalt des Ehepaares in Weimar 1779 wohl auch das Carl Augusts, vgl Eythraer Heimatblätter 6 (Beilage der Zwenkauer Nachrichten vom 20.9.2001).3) vgl JA7,368 zu 215,24) vgl DjG6,352 Juliane BrandschJ.B.