Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Metamorphose
Metamorphose
meta-, auch (vor Vokalen und h) met-, dient als erstes Glied in Zusammensetzungen zur Angabe einer räumlichen und zeitlichen Folge, einer Ortsveränderung, Umstellung und Wandlung. Es entspricht griech. méta, metá (μέτα, μετά) Adv. Präp. ‘inmitten, zwischen, mit, nach, hinter’, wohl verwandt mit mit (s. d.). Bereits im Griech. bildet meta- zahlreiche Komposita, von denen viele (zum Teil über lat. Vermittlung) in die dt. Wissenschafts- und Gelehrtensprache übernommen werden, s. Metapher, Metaphysik, Methode. Vgl. auch Metamorphose f. ‘Verwandlung’ (18. Jh.), griech. metamórphōsis (μεταμόρφωσις), lat. metamorphōsis; daher metamorphōsēs ‘die Verwandlungen’ (Titel eines Gedichts von Ovid). Metastase f. ‘Tochtergeschwulst’ (19. Jh.), griech. metástasis (μετάστασις) ‘das Umsetzen, Wegstellen, Umwandlung, Veränderung, Ortsveränderung’, bereits bei Galen in medizinischem Sinne ‘das Verschwinden einer Krankheit und Erscheinen an einer anderen Stelle’; Metathese f. ‘Umstellung von Lauten’ (19. Jh.), griech. metáthesis (μετάθεσις) ‘Umstellung, Umsetzung’. In Neubildungen der modernen Wissenschaftssprache noch produktiv, vgl. Metakritik ‘Kritik der Kritik’, Metasprache ‘Zeichensystem, mit dessen Hilfe eine Objektsprache beschrieben werden kann’.