Mass IV das Wort ist allg., u. zwar
ms, –:-, –ō:- bis zur Benr.-L.;
n. davon
m:t, –·ə.-, –ō:-, –- [Ruhr, Berg ö. Ürd.-L.
-tə; uWupp
-sə]; Pl. im Geb. von
-s wie Sg. u.
-sə(n) [im Saargeb.
mEsər];
-tə(n) im Geb. von
-tə; Demin.
mEsχə(n), –E:-, –ē:-, –:-, –tχə(n), -tšə, –tjə [NBerg, SNfrk, Klevld
--]; das Geschlecht ist heute in grossen Teilen nur
n.; doch gibt es ein grösseres Restgeb., in dem noch viele Orte
f. aufweisen, im WMosfrk an der uSaar von Merz-Saarhölzb an, Mos in Trier u. Bernk, in Bitb, Prüm u. weiterhin in Malm, Monsch, WSchleid; Eup, Aach, Köln-Stdt, Bergh nur
f.; SNfrk meist
f., doch
n. vordringend; Klevld, Ruhr, Berg (nfrk.) nur
f. [es ergeben sich im Rip hier u. da unter dem Kampfe des siegreich gewordenen
n. mit den unterliegenden
f. eigenartige Doppelungen:
n. Längenmass,
f. Hohlmass u. Bed. 1 e MüEif, Bergh-Heppend Hüchelhv, Sieg-Honnef Ägid;
n. Hohlmass,
f. Längenmass Aden-Hümmel;
m:s n. Hohlmass,
m:sə f. Längenmass Waldbr;
mt n. Hohlmass,
mtə f. Längenmass Gummb;
ms, Pl.
-sə n. Messgefäss, –band,
ms Sg. u. Pl.
f. gemessene Menge Siegld]: 1. Massinhalt u. –behälter. a. Flüssigkeitsmass; 1
M. = 3
Schobbe = 1½—2 l (genauer 1,080 l [früher in Kobl: 1
Schoppen = 0,3523 l, 1
M. = 1,4090 l, 1
Viertel = 5,6360 l, 1
Ohm = 152,1723l; auf dem Westerw
1 Ohm =
80 M., 1
M. = 4
Schoppen, 1
Sch. = 4
Viertel oder
Mengelchen; am Niederrhn. 1
M. = 4
Schoppen = 16
Kännchen]; das Demin.
Möss-chen (usf.) bes. für Schnaps, Bier
(Möss-chere petsche Schnäpschen trinken Aach, Düss) = ⅛ l [2
Kann = 1 l, 1
Hälfke = ½ l, 1
Penk = ¼ l Kemp-Grefr; 1
Kann = 1 l,
en halve K. = ½ l, 1
Ort = ¼ l; ½
O. = ⅛ l; 1
Möttje = l Mörs-Orsoy; 1
Kann = 1 l, 1
Hälefke = ½ l, 1
Schobbe = ¼ l, 1
Möttsche = ⅛ l Kref-Linn; 1
Kann = 2
Hälfcher = 4
Pengkte = 8
Möss-cher Aach = ¼
Pengk] Verbr. ist dieses Flüssigkeitsmass (neu auch Literm.) uMos, May, Westerw, Rip, Nfrk [sonst Mosfrk ganz veralt. (1 l =
M. Bitb-NWeis)]. — b.
Mäss-chen Trockenmass für Getreide, Kartoffeln; 1
Sümmer = 6
Sester, 1
S. = 4
M., 4
S. = 1
Quart; 1
M. = 2—5 Pfd. Rhfrk, Saar; 1
Malder = 16
Vierdel, 1
V. = 8
M. = 13 Pfd, 1
M. = 2
Hälfchen, 1
H. = 2
Schobben MülhRh-BGladb; 1
Möss-che (nur bei Kartoffeln) = 12 Pfd. Monsch, Rees;
e Möss-che Kaffeebohnen = 1 (½) Lot Rip. — RA. zu 1 a, b:
Got (richtig)
M. gevve; do krit mer seng M. Rip, Allg.
Dat es en anger M. Bier! ja, das ist etwas anders Sol.
Ne Schwegelspin (Schwefelspan)
en vier Del dele on en M. Weng (Wein)
en enem Zoug (Zug)
usdrenke auf falsche Art sparen Dür-Stdt.
Bei döm es et Möss-che för de Haufpengk (Halbpinte) das Kleine ist anspruchsvoller als das Grössere Aach-Stdt.
Du kris Bösekoəver (Kref-Bösinghv)
M. übervoll gemessen Kref-Osterath. Das überlaufende Fass
es voll no Frankfurter M. Bernk-Kesten.
En Möttje voll op et Öwerlope Rees.
Nu es (heste) de Mote bal voll! meine Geduld dir gegenüber ist zu Ende (auch zu 1 e stellbar) Wermelsk, Allg.;
dau mas (machst)
esu lang, bes et M. voll es! Ahr, Allg.
Wann de Mot voll es, dann löppt se öwer Klev, Allg.
Voll M. hät Gott lef (lieb),
un wer e Perd stillt (stiehlt),
es ene Rossdef (-dieb) Köln-Stdt, —
wer en Zie (Ziege)
stiehlt, es en Ziedieb Westerw.
Got M. on Gewicht giht dorch bis an't jingste Gericht Kobl-Bend;
M. on G. küt für et jöngste (Goddes) Gerich Eusk-Billig, Aden-Hümmel.
He wess nouch net, wevell M. en't Döppe geht der Dumme Dür-Birkesd.
Dät hät och de M. op de Start (Sterz) das reicht nur eben aus Kemp, Heinsb.
Itz geahr et werrer of en anner M. Bier scherzh. auf eine andere Manier, schlimmere Weise Siegld.
Et Höttje met et Möttje das Unterste aus der Kanne, alles zusammen Klev, Rees.
Met dem M., wo mer met usmiss, krit mer engemesse Köln-Stdt. — Die nach früher gültigen Gesetzen bestimmte Menge Eisenstein, die an einem Tage verhüttet werden durfte Altk, Siegld. — c. Längenmass, die mit dem Messband oder einem andern Längenmass gemessene Ausdehnung, die einem gewissen
M. entsprechende Länge (abstr. u. M.schnur) [WMosfrk gern
Mässchen], von Handwerkern benutzt,
Schnider-, Schohmächersch-, Schustermoss, et Meterm., et Ogem. Rip, Allg.;
rhinlängesch, hollännesch, englesch Mote Masse der Sägeindustrie in Zoll,
Platemote M. für die Dicke der Bleche oder Sägen NBerg;
Strickm. Streichm. des Schreiners Gummb;
Schrettm. Schrittweite Siegld;
he härr et Gardemoss ebd., Allg.;
et (de) M. nehnen (hollen); lehn mer äs (einmal)
dein M. (-schnur) Mosfrk, Allg.;
der Schnider nohm de M. für en Anzog Sol, Allg.;
en hot mer de M. gehollt der Schneider Trier, Allg.;
op de Mote = ¼ Zoll Elbf;
op de Mote genau passend,
z. B. bei Handschuhen NBerg;
du hascht e gut M. (Auemoss) kannst gut schätzen Saarbr, Allg.; fällt dem Schreiner
de Mot, sagt er:
ech mott en Särk (Sarg)
make Geilk-Birgden;
op der M. stohn zur Anprobe stehen Prü
m. RA.:
Helligen Niklos, holl mer de M., net ze gruss on net ze klän, sons werfen ech der de Bockel voll Stän (Steine)
! Saarbg.
Alles no (met) M.on, säi (sagte)
de Schnejer, dor schlug hej sin Frau mät de Ell Emmerich, Kemp, Kref, Sol-Witzhelden; sonst Nfrk
möt Mot (im Wortsp. zu 1 e) u.
met Mote(n). Alles met Mosse, der Schabau mem Hälfche! (im Wortsp. zu 1 e) Köln-Stdt, —
on der Schnaps mem Kännche Dür-Birkesd, —
mit Mote, sät de Söper (Säufer),
do dronk he de Schn. ut en Kann Kref. Der Trunkenbold
drenkt met Mossen (im Wortsp. zu 1 e) Neuw-Dierd.
Eich mänen (meine),
se hätten de M. von deiner Kap (Kappe)
iwer en Ochs gehollt so sehr zu gross ist deine Kappe Trier-Casel.
He es övver de M. gestruchelt hat sich im Messen geirrt, die Sache passt nicht Bergh-Bergerhsn. — In den Hochofen ragende Eisenstange, mit der geprüft wird, wieweit u. ob eine aufgegebene Gicht weggeschmolzen ist Altk, Siegld. —
d. im Klickersp.
mt Malzeichen Geld-Stdt;
m:sχə in einer gewissen Entfernung vom Malzeichen liegende parallele Striche, Vertiefungen (meist drei in gewissem gleichem Abstande voneinander), auf denen je zwei Klicker eingesetzt sind Rheinb-Meckenh Mü-Eif, Eusk-Zülp. Will einer nicht genau von der Liegestelle seines Schiessklickers ab schnellen, so ruft man ihm warnend zu:
küərter (kürzer)
Moss necks! Dür;
Möss-che ein Klickersp.
nowerpe, wobei jedoch die Kugel (
Bommel) des einen Spielers die des andern nicht zu treffen braucht, sondern beide auf Länge eines Strohhalmes oder Hölzchens voneinander liegen müssen Rheinb-Meckenh. RA.:
Met eəm (einem)
op et Mote (sonst ist
M. f.)
gohn einem die Spitze bieten, mit ihm nach dem Buchstaben der Gesetze verfahren Wermelsk-Tente. — e. in abstrakt. Sinne, gehöriges Grössen-, Längenmass (Körper, Zeit), Masshalten im Geniessen, Fordern usf.
De hät prezies et (de) M. die rechte Körpergrösse Rip, Nfrk.
Klen on deck hat ke Gescheck; langk on schmal hat kene Stand; meng M., die ziert de Stross Prüm-Schwirzh.
E Mädchen zu meiner M. ziert al Gassen un al Stross Saarbg-Soest, —
z. Land un Str. Trier-Schleidw.
Korz on deck es kä Gescheck, langk o schmank es och kä Gangk, äwer e meiner M., de ka gihn iwer Gassen o Stross Saarbg-Stdt.
Te gruat on te kleng (klein)
(te völl on te gereng) es der Mote geng (keine) Remschd, Sol-Leichl.
Zenter Klos (Nikolaus)
setz de Dag op de Moss nach dem 6. XII. werden die Tage nicht mehr kürzer oder länger LRip, Geilk-Bauchem. —
M. (Masshalten)
ös got bei alles Monsch-Witzerath.
Der kann net M. hale nach dem Nhd. Allg.
Ech werd em schunn M. lehren, — de M. machen! den Standpunkt klar machen Bitb-Bollend.
He weit et gein Mote in der Sache kein
M. zu halten Sol.
Der kennt (hat) kä M. on (kä) Zill nach dem Nhd. Rhfrk, Mosfrk Rip verbr., Waldbr-Wildbg, Mettm-Haan, —
ke M. on ke Enn (Ende) Aden-Liers, Sieg-Eitorf, Mörs-Wallach, —
Steck en M. Emmerich;
et Höttje mät de Möttje häbbe kein Mass u. Ziel haben Klev.
Kenner on Kalver git mer de M. Bergh-Heppend.
De Kinder de Mote, de Begierlicken öhr Del! Dinsl-Gahlen. —
Aus der M. deier über alle Massen teuer Bitb;
ut der Moten schuən (schön) Geld.
Dat woər buten (baussen, ausserhalb)
de Mot, — alle Moten Nfrk, Rip.
Dör (durch)
de Mot gründlich Emmerich.
Met Moss drinke massvoll Rhfrk, Allg.;
met Mosse kumme zur Unzeit, nicht gelegen kommen uWupp.
Dat geht üvver de (alle) Mosse (dieser Pl. auch Rhfrk, Mosfrk);
dat es jo üvver alle M.ə herus Rip, Allg.
Frauenrot (-rat)
on Bukweitensot (-saat),
wenn et gerot (gerät),
g. et ower de Mot Rees, Dinsl. — 2. übertr. a. in der Wend.:
Dat es en M. dieselbe Sorte, etwa die Jungen passen der Grösse u. Wildheit nach zusammen Gummb. — b.
en Moss verächtl. dickes Weib Eusk-Weiler Frauenbg, Rheinb-Arloff. — c.
e versoffe Möss-che verächtl. Trunkenbold Aach-Eschw. —
d. Mäss euphemist. Geld,
hascht du dei M. schunn? Saarbr.