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Markgraf

mnd. bis Dial. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
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12 in 12 Wb.
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Markgraf

Bd. 13, Sp. 320
Markgraf (Marchio, Comes marchae, Marchisus), ursprünglich der mit der Handhabung der Regierungsgewalt in einem Grenzbezirk oder einer Mark (s. d., S. 317,2. Spalte) betraute Graf (s. d.). Die Entstehung des Markgrafenamts fällt in die Zeiten Karls d. Gr. Marken des Frankenreichs waren die avarische, friaulische, nordgauische, sächsische, sorbische und spanische Mark. Die sächsischen Kaiser errichteten besonders zum Schutz Thüringens und Sachsens Marken, wie die Nordmark, Meißen, Schleswig. Die Markgrafen hatten in ihren Gebieten eine den Herzogen gleichkommende Macht und waren diesen nur insofern untergeordnet, als sie unter dem herzoglichen Banner dem Reichsheer folgten. Außer den genannten Marken an der Nordostgrenze bestand an der Ostgrenze Bayerns die Mark Österreich, seit Heinrich III. an der Kärntens die steirische Mark (Steiermark), im Westen die Markgrafschaft Namen (Namur). Die Markgrafen der Nordmark oder von Brandenburg und die Markgrafen von Österreich erlangten früh (im 12. Jahrh.) die Reichsunmittelbarkeit und dadurch eine größere Bedeutung unter den Reichsfürsten. Nach der Auflösung der Herzogtümer erhielten alle Markgrafen die Reichsfürstenwürde, der Name verlor seine frühere Bedeutung und wurde bloßer Titel, der z. B. von den brandenburgischen Hohenzollern auch auf die fränkischen überging. Es gab später in Deutschland neun Markgrafschaften: Baden, Brandenburg, Ansbach, Bayreuth, Meißen, Lausitz, Mähren, Burgau und Hochberg. In Italien, wo die Kaiser ebenfalls die markgräfliche Würde einführten, und in Frankreich sank dieselbe zu einem bloßen Adelstitel (Marchese und Marquis) herab.
1631 Zeichen · 22 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    markgrafM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch

    markgraf , M. Vw.: s. markgrēve

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Markgraf

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Der Markgraf , des -en, plur. die -en, ehedem der Graf oder Befehlshaber in einer an der Gränze eines Reiches gelegenen …

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Markgraf

    Goethe-Wörterbuch

    Markgraf auch Mar(g/ck)-, -graff fürstlicher Titel a mBez auf Personen der Zeitgeschichte; auch in Vbdg mit Vornamen bzw…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Markgraf

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Markgraf , in den christlichen Staaten des Mittelalters der höchste Militär- u. Civilbeamte der Krone in einem Gränzbezi…

  5. modern
    Dialekt
    Markgrafm., f.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Mark-graf m., f. : ' Eichelhäher ', Maʳ(k)graf [ RO-Odh NW-Weish/S FR-Tiefth ], -grof [RO-Lohnsf KB-Eisbg Göllh Harxh Or…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit markgraf

15 Bildungen · 15 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von markgraf 2 Komponenten

mark+graf

markgraf setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

markgraf‑ als Erstglied (15 von 15)

markgrafen

DRW

mark·grafen

markgrafen, Adjektiv auf den Markgrafen von Baden als Münzherrn bezogen sich bis uff halbvasten ... abzutund aller frembder müntzen, es syen…

markgrafenland

DWB

markgrafen·land

markgrafenland , n. land eines markgrafen. besonders heiszt noch jetzt so der theil des groszherzogthums Baden, der ehemals die markgrafscha…

Markgrafenporträt

GWB

markgrafen·portraet

Markgrafenporträt ‘Markgrafen Portrait’ für das in JCLavaters ‘Physiognomischen Fragmenten 1’, 1775, veröffentlichte Kupferstich-Bildnis des…

Markgrafenscheffel

DRW

markgrafen·scheffel

Markgrafenscheffel, m. Getreideabgabe an den Markgrafen den kornczins genant den markgrauenscheffel 1376 MZoll. IV 360 16 ecker, davon man p…

Markgrafenstand

DRW

markgrafen·stand

Markgrafenstand, m. Rang, Rechtsstellung eines Markgrafen dass er aus solchem furst- grafen- oder marggrafen-stand zu hertzogen sey gemacht …

Markgrafenstein

GWB

markgrafen·stein

Markgrafenstein Name zweier (102 m 3 und 250 m 3 ) großer, durch das skandinavische Inlandeis transportierter 1) Granitfindlinge bei Rauen/B…

markgrafschaft

DWB

markgraf·schaft

markgrafschaft , f. gebiet eines markgrafen: marchia mark, markgrafschaft Dief. 349 a ; marchionatus markgrafeschaft, marggraveschaft, margr…

Markgrafschafttum

DRW

markgrafschaft·tum

Markgrafschafttum, n. wie Markgrafschaft (I) ist fur uns [König Wenzel] komen ... der ... furste Joste, marggraf zu Merhern, als ein marggra…

markgrafthum

DWB

markgraf·thum

markgrafthum , n. dasselbe: marggraventhum marchia, marchionatus. voc. inc. theut. n 4 b ; markgraftum, marchionatus. Frisch 1, 644 a ; auch…

Markgraftum

DRW

markgraf·tum

Markgraftum, Markgrafentum, n. wie Markgrafschaft (I) vgl. 1Marktum Ende 13. Jh. EnikelWChr. 544 Faksimile in dem marchgrafthuem czu Merhern…