Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Margerite f.
Margerite f.
Margerite f. ‘Wucherblume’. Der heute verbreitete Name der mit weißen Strahlenblüten blühenden, zu den Korbblütlern gehörenden Wiesenblume wird im 16. Jh. aus frz. marguerite für unterschiedliche Blumen (z. B. Maßliebchen, Gänseblume) ins Dt. entlehnt (Margaritenblum 1580). Er geht zurück auf lat. margarīta ‘Perle’, aus gleichbed. griech. margarī́tēs (μαργαρίτης), einem oriental. Lehnwort. Bereits im späten Altertum wird spätlat. margarīta zum Frauennamen. Die darauf beruhenden frz. und dt. Namensformen (vgl. dt. Margarete, Grete) erhalten in den Mundarten auf Grund ihrer Häufigkeit die Bedeutung ‘Bauerndirne’. Der frz. Frauenname wird auf die oben genannten Blumen übertragen, daraus entlehntes nhd. Margerite vielfach als zu Margarete gehörig empfunden. Hiervon unabhängig wird aus lat. margarīta ‘Perle’ ahd. merigrioʒ (8. Jh.), mhd. mergrieʒe ‘Perle’ (wörtlich infolge volksetymologischer Umdeutung ‘Meergrieß’) entlehnt; danach (aus afrz. margarite) mhd. margarīte f., margarit m. ‘Perle’.