Hauptquelle · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Mannstreu
Männertreu f. (19. Jh.), älter Mannstreu f. (um 1500), Name mehrerer Pflanzen. Benennungsmotiv ungeklärt. Volkstümliche Deutungen sind widersprüchlich und entspringen wohl nachträglicher Interpretation. So gilt die Treue des Mannes als ein Sinnbild der Beständigkeit, da sich die Blumen lange im Trockenstrauß halten, oder aber der Unbeständigkeit, da sie schnell verwelken bzw. ihre Samen rasch verwehen; manchen Arten wird in früher Zeit eine aphrodisiakische Wirkung zugeschrieben.