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Mande

mhd. bis spez. · 16 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Mande

Bd. 5, Sp. 806
Mande, Mandel nehmen wir beide Worte zusammen, so ist das Wort rrhn. in unserm Geb. allg.; lrhn. n. einschl. Goar-OWesel Wiebelsh, Simm-Dichtelb Stdt Unzenbg Dickenschd, Bernk-Rhaunen, Simm-Laufersw, Zell-Irmenach Traben, Bernk-Stdt Longkamp Veldenz Hunolst Gräfendhron, Trier-Heidenbg Mehring Waldrach Geizenbg Pelling, Saarbg-Schoden Stdt Weiten Freudenbg Faha; u. zwar rrhn. nur Mande; lrhn. Mande reicht von Goar, Simm, Zell (s. o.) bis Zell-Traben, dann geht die L. nach N. über Zell-Kaimt, Koch-Beuren Meiserich, Daun-Utzerath Stdt, Aden-Kelbg, nach W. umbiegend über Schleid-Dollend Kronenbg Marmagen Dreiborn, Monsch-Rohren; ö. u. n. dieser L. herrscht Mande; n. der o. angegeb. weitern Süd-L. Mandel; doch biegt die Mandel-L. bei Bernk-Wehlen über Zelting, Wittl-Neuerbg Manderschd Eisenschmitt, Prüm-Wetteld Ihren Mützenich, Malm-Meyerode Mürring Rocherath nach NW um, so dass also w. dieser NW-L. Mandel herrscht, ö. bis zur o. angegebenen NO-L. von Mande kein Beleg für das Wort mehr vorhanden ist; der WRand von Mandel setzt sich von Malm über WMonsch, Eup, u. w. Aach-Breinig Stolbg Stdt fort [abseits Mandel noch in Saarbr-Völkl, Trier-Hermeskeil; Mande Kreuzn-Dörreb, Wittl-Cröv Binsf]; die Formen von Mande sind lrhn. im Geb. des Hunsr, der uMos von Zell-Trarb an, in May, Aden, Ahrw man, ma·n., Pl. -nə, –·n.ə, Demin. męnχə, –ę·n.-, n. davon u. in Schleid ma·ŋ. (seltener ma·ŋ.k), Pl. -·ŋ.ə, Demin. mę·ŋ.kχə (Nfrk -·ŋ.kə) bis durch das ganze SNfrk [in Köln-Ld (Frechen), Bergh (Blatzh) hier u. da, Eusk-Ahrem Lechenich mā:nt, Pl. -də, Demin. mę·ŋ.kχə; Eusk-GrVernich mā:t; im sndfr. Trübungsgeb. mǫ·ŋ., Pl. -·ŋ.ə, Demin. mę·ŋ.kə; Heinsb-Aphv Waldenr Sg. mǫ·ŋ., Pl. mŋə, Demin. mę·n.tšə; Heinsb-Lümb Demin. mę·i.ntšə; in der Selfk (Breberen Saeffelen) ma·n.] n. bis zu der -ŋ- L., die bis einschl. Geld-Niederd Herrong Wankum Wachtendonk Gelinter, Kemp-Schmalbr Broich SHubert Orbr Hüls, Kref-Stdt Traar, Mörs-Kaldenhsn Hohenbudbg geht; n. davon in Mörs bis einschl. Friemersh Rumeln Kaldenhsn Vennikel Capellen Niep Vluyn Neuk mā:n Sg. u. Pl. [Kref-Fischeln -·ă.]; n. dieser L. u. für Geld n. der -ŋ- L. bis ausschl. Geld-Veert Stdt Aengenesch Issum, Mörs-Klosterkamp Lintfort mā:nt; n. dieser L. einschl. ma·n.t, Pl. -də; n. davon mant; n. ausschl. Mörs-Ossenbg Drüpt Alspray u. weiterhin die oben angegeb. Orte mānt [Klev-Calcar maŋ; Geld-Kevelaer maŋt]; rrhn. in WNeuw, NWAltk, Sieg [hier u. da aber dazu Demin. mę·ŋ.kχə], WWaldbr, Wippf (rip.), MülhRh, Bo (rrhn.) u. lrhn. noch in Ahrw-Gelsd, Bo-Alfter Lannersd mā:n, Pl. -nə, Demin. mE:nχə; ONeuw, sonst Altk, Siegld ma·n., man [Siegld Afholderb -ǫ-; Siegld-Littf Müsen maŋ]; OWaldbr, Gummb, Wippf (nfrk.) maŋə, maŋ, Pl. -ŋən; uSieg, NBerg ma·ŋ., Pl. -·ŋ.ə; Mülh-Ruhr mǫ·u.n, Pl. -nə, Demin. mę·i.ntšə; Duisb mā:n, Pl. -nə; n. Ruhr bis einschl. Dinsl-Möllen OLohbg Hiesf Overbr Stdt Möllen Spellen mān, Pl. -nə; sonst mant, Pl. -də, Demin. mantjə, –ę-. — Das Mandel-Geb. hat ma·n.dəl in Saarbg, Trier-Stdt; -ā- Trier-Ld [Geisf Igel auch ma·ŋ.], Bitb, Wittl; -ā- u. -a- Bernk; -ā:- Prüm [Ihren daneben auch ma·ŋ.], Malm [Ameln Meyerode Ligneuville mā:nəl]; Monsch (doch Stdt Rohren ma·ŋ.) ma·ŋ.(d)əl; Aach-Stdt Bank Stolbg Würselen Verlautenheide ma·ŋ.əl; Aach-Breinig Walh -a·n.d-; Eup-Ld -a·n.d-; Eup-Raeren -a·ŋ.d-; Eup-Stdt -a·i.nd-, Pl. -əln, –ələ (Demin. fehlt durchweg) f.: 1. grösserer zilinderförmiger (oben weiter, unten enger), etwa 50—100 Pfd. fassender Korb, aus ungeschälten Weiden geflochten (de gro M. Rip, im Gegens. zur Wäschm. aus geschälten Weiden), mit einem doppelt-geflochtenem Rand, an dem zwei Ohren sich befinden, an dem zwei Mann die M. tragen (also ohne Henkel u. Deckel; im Gegens. zum Korb, der jede Art von geflochtenen Gefässen in jeder Grösse mit u. ohne Henkel, Deckel bezeichnet); man unterscheidet je nach dem Zweck oder dem gewöhnlichen Inhalt Altdings-, Appels-, Back-, Brot-, Brötchens-, Dücher-, Erden-, Erdäppels- (Grumbern-), Esels-, Fesch-, Fuder-, Häckels-, Kaf-, Kollen-, Klütten- (Torf-), Rauels-, Rauz- (Spreu-), Rossels-, Schiffels-, Stein-, Wäsch- (Mangel-), Wässels-, Wässelingsm.; nach dem Fassungsvermögen Blaffersch-, Fass-, Kopp-, Half-, Halffats- (50 Pfd.), Vierdels-, Dreivierdels-, Sümmersch- (60 Pfd.), Sesterschm. (30 Pfd.); e Mängkche als Mass = 25 Pfd., e Halfmängche = 12½ Pfd. fassend; dazu noch Pack-, Schluss-, Schluətsm. (Schliess-) (s. d. W.). RA.: Korf on Mand, et en (eine) brengk et ant (andere) das eine hat das andere im Gefolge Bergh-Blatzh, Dür-Stdt (anger). Al Mandele sei gut fir an't (ins) Feier man soll keine alten M. benutzen, weil sie Ärger bringen Trier-Mehring. Nä, nä, et Höttje (Hütchen) mät et tje (Dreck) en et Mandje mät de Knolle! sagt die Mutter, wenn das Kind nur das Beste der Mahlzeit essen will Emmerich. Füəre (vorn) wie en Tong (Zange), en de Medde wie en Mong, hänge (hinten) wie en Grafschöpp? die Gans Heinsb. Dat Mensch hät en Arsch wie en Man Kobl-Bend. He kreg ene Kopp we en hauf (halb) Maindel Eup-Stdt. So vill wert wie en al Mandel Trier, Allg. Voll wie e Mängke bezecht SNfrk. Ech tredde dir ne Bruch (Leibschaden) wie en gro Mangk! Rheinb-Meckenh. Du bös (flöck ‘flott’) wie en Mängkche Lehm (wemmer ment, et wär fort, dann steht et noch do) du bist sehr langsam Sieg, Bo, Eusk; dou setz do wie en M. L. wie ein Häufchen Elend Schleid-Dreiborn, Kref. Kinder sen schwerer ze Zong (Zaum) ze hale wie e M. Flüh Schleid-Marmag. Ech wett met dech öm e Mängche Mälm (Staub)! scherzh. gesagt Erk-Bellinghv. Hundsköttele (-kot) mät Uhren ka mer drohn bie en Man! zu dem, der einen möglichst unpraktischen Vorschlag macht Neuw-Asb. Has du och de Mang möt genoəhme? zu dem, der sich zum erstenmal rasieren lässt Erk-Keyenbg. Dat (uneheliche Kind) es ut der M. gefalle Kref-Fischeln. He es dor de M. gefalle durchgefallen (im Examen, bei der Freierei) Geld, Mörs. Sankt Kilian brengt de Rebe (Rüben) merem Won (Wagen), Jakob un Anna brengen se met de Manne Koch-Ernst. Der pompt Wasser en de M.ə er handelt recht verrückt Kobl-Rübenach. Et sein kläne Grombere in der M. es sind kleine Kinder da, die das nicht hören dürfen Zell-Trarb. Die hat et en de M. sie ist reich Jül-Linnich; der hat nüs en de M. kein Vermögen Rheinb-Meckenh. Van dem kammer de Knouche em Mängkche hemdrage von dem Verunglückten Bergh-Blatzh. Ower de M. sprenge eine Belustigung, bei der ein Topf mit Wasser auf die eine Seite der M. gesetzt wird; springt jmd. nun nicht ganz über die M., sondern auf den entgegengesetzten Rand, so spritzt ihm das Wasser in den Nacken Klev-Cal ar. Bang sen för en al M., die kenne Boəm (Bodem) en hät sich vor jeder Kleinigkeit fürchten, Angsthase sein SNfrk, Köln. — Mängdelche drage ein Kindersp.; zwei Kinder tragen ein drittes über den verschlungenen Händen Aach-Walh. — In Heischeliedern zu den Jahresfeuern werden alte M. verlangt, z. B. Dene, d., dann, gef mer en al M.; dene, d., Dorf, gef mir en ale Korf! Koch-Kobern. Stotz, st., Stollendörp, get os ene ale Märteskorf odder en al Man, wat de Mann messe kann usf. Bo-Mehlem. Au (alte) Mangele, au M., stomp Beisseme, wie decker, wie fetter, wie beister! Aach. Zent Mäərte, Z. M., Äppel on Biəre send geəte, au Mange send verbrangk, nüə komme an der Hangk (en et Langk)! Selfk. — M. steht als Begriff grösster Fülle; en M. voll Geld; en ganze M. voll kannste han! Rip, Allg.; dem lo hätt mer nigdig (nötig), et mat Mandeln ze gen man muss ihm zugeben Bitb-Wiersd. — 2. übertr. a. sachl. α. en et Mängken gohn; sek en et M. krosen zu Bett Barm, Elbf, u. so Mettm, MülhRuhr, Dinsl, Kref, Kemp-Breyell. — β. en de Mang alter Wirtshausn. Barm. — b. persönl. verächtl full Mang träges Weib Aach-Eschw Herzogenr, Geilk-Baesw; decke Mang dickes, watscheliges Weib Aach-Stdt Eschw, Geilk-Floverich; wat en Man! Neuw-Stdt; Saumang schmutziges Weib Aach-Alsd.
7936 Zeichen · 229 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    MANDEswv.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +4 Parallelbelege

    MANDE swv. folgt aus dem subst. mandunge. schon ahd. aber ist das ursprüngliche mandjan zu mendan geworden. Graff 2,808 …

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    mandeF.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +7 Parallelbelege

    mande , F. nhd. henkelloser Korb Vw.: s. stōte- Hw.: vgl. mnl. mande E.: s. mnl. mande, Sb., Korb; vgl. idg. *mand?, Sb.…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Mande

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Mande , plur. die Manden, ein nur im Niederdeutschen, ingleichen am Nieder-Rheine, und um den Main übliches Wort, einen …

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Mande

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Mande , Negersprache, s. Mandingo .

  5. modern
    Dialekt
    Mandef.

    Pfälzisches Wb. · +3 Parallelbelege

     Mande f. : ' Weidenkorb '; vgl. + Mandenkorb, -waage. a. 1521: 4 kübel 4 mannen eyn fischkorp vnd beßmn [GgHospR]. a. …

  6. Spezial
    Manden

    Dt.-Russ. phil. Termini

    Mande , n языки , мн манде

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit mande

289 Bildungen · 283 Erstglied · 5 Zweitglied · 1 Ableitungen

mande‑ als Erstglied (30 von 283)

mandeel

KöblerMnd

mandeel , M., N. Vw.: s. mandēl

Mandegôd

Wander

mande·god

Mandegôd Mandegod, Schandegôd. – Stürenburg, 143 a . Mande = Gemeinschaft, Mandegôt = Gemeinde- oder gemeinschaftliches Vermögen. Altfriesis…

Mandekoªrf

WWB

Mande-koªrf m. [verstr.] großer, zweihenkliger Korb, Einkaufskorb ( WmWb ). ⟨ „Mehnde“- ( Ahs Ot ), Man - [Rek], Mang - ( Alt Al ) Mandel - …

Mandekram

Wander

mande·kram

Mandekram Mandekram, Schandekram. ( Ostfries. ) – Stürenburg, 143 a ; Bueren, 853; Kern, 1621; Hauskalender, II. Aus Gemeinschaften keinen V…

Mandel I

SHW

Mandel I Band 4, Spalte 517-518

Mandel II

SHW

Mandel II Band 4, Spalte 517-518

Mandel III

SHW

Mandel III Band 4, Spalte 517-518

Mandelbaum

SHW

Mandel-baum Band 4, Spalte 517-518

Mandelbrot

SHW

Mandel-brot Band 4, Spalte 517-518

Mandelguts

SHW

Mandel-guts Band 4, Spalte 517-518

Mandelkern

SHW

Mandel-kern Band 4, Spalte 517-518

Mandelring

SHW

Mandel-ring Band 4, Spalte 517-518

Mandelöl

SHW

Mandel-öl Band 4, Spalte 517-518

Mandel1

MeckWB

Mandel 1 f. Mandel im Halse: tonsillae 'de Mandeln, Sochhaken' Chytr. 106; Rda.: dee heff ick œwer de Mandel utfäägt die hab' ich ausgeschol…

Mandel2

MeckWB

Mandel 2 f. Mandelkern: amygdala, nux Graeca 'ein Mandel' Chytr. 480; wenn jem. einen Ausschlag hat, meint man, er habe bittere Mandeln gege…

Mandel3

MeckWB

Mandel 3 f. Mandel, Anzahl von 15 Stück, für Eier gebraucht; die Bezeichnung des Garbenstandes mit Mandel ist im Lande nicht üblich, in den …

Mandelacker

PfWB

mandel·acker

Mandel-acker m. : FlN, amtl. Mandelacker [ NW-Ruppbg LA-Maik Nußd ]. a. 1618: im Mandelacker [BrPr. 720, Bl. 6 (LA-Nußd)]. —

mandelartig

GWB

mandel·artig

mandelartig zu 1 Mandel 1; in Beschreibung der Beschaffenheit, Konsistenz a mBez auf Pflanzenteile Wenn man den Kern [ der Dattelpalme ] ent…

Mandelbaueleⁿ

Idiotikon

Mandelbaueleⁿ Band 4, Spalte 896 Mandelbaueleⁿ 4,896 u.

mande als Zweitglied (5 von 5)

kumande

KöblerAfries

*kumande , Part. Präs.=Adj. nhd. kommend, künftig ne. coming (Adj.), future (Adj.) Vw.: s. efter-, nēi-, tō- E.: s. kuma (1) L.: Hh 149a

efterkumande

KöblerAfries

efterkumande , Part. Präs. subst.=M. nhd. Nachkomme ne. descendant (M.) Q.: H E.: s. *efterkuma (2) L.: Hh 19a, Rh 699a

Limánde

Adelung

lim·ande

Die Limánde , plur. die -n, eine Art Seefische, welche zu dem Geschlechte der Butten oder Schollen gehöret, Pleuronectes Limanda L. Franz. L…

stōtemande

KöblerMnd

stōtemande , M. nhd. Seihkorb? E.: s. stōten (1)?, mande (1) L.: Lü 383a (stotemande)

Ableitungen von mande (1 von 1)

gemande

KöblerMhd

gemande , st. N. Vw.: s. gemanede