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Märte

nhd. bis Dial. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
6 in 6 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Märte

Märte

mären Vb. (landschaftlich) ‘langsam und umständlich sein, trödeln, umständlich reden, faseln’, auch ‘herumwühlen, -rühren’. Herkunft ungewiß. Vielleicht ist rhein. mären ‘sich bemühen, beschäftigen, zaudern’, obsächs. mären ‘langsam sein, trödeln, langsam arbeiten, sich an etw. zu schaffen machen’ eine Entlehnung aus lat. morārī ‘verweilen, zögern’, während mären ‘mischend rühren’ (vgl. frühnhd. inmeren, einmeren ‘einbrocken, etw. einrühren, anstiften, beabsichtigen’, 15. Jh.), mhd. mern ‘Brot in Flüssigkeit tauchen und einweichen, umrühren, mischen’ von ahd. mērōd ‘Gemischtes, Gerührtes, Abendmahlzeit, Imbiß’ (9. Jh.), merāta, merd(a) ‘Suppe’, mhd. merāte, merōt, mert ‘flüssige Speise aus Brot und Wein, Abendessen’, nhd. Märte, Mährte f. ‘Kaltschale mit eingebrocktem Backwerk’ abgeleitet sein kann, das wohl aus lat. merenda ‘Vesperbrot’ (zu lat. merēre ‘verdienen, bekommen, erwerben’) entlehnt ist. Beide Formen mögen sich früh in einzelnen Landschaften vermischt haben. Vgl. auch Märte, Märde f. (omd.) ‘Eingebrocktes, Mischmasch’ und ‘viel Aufhebens, Umstände, Trödelei’ (17. Jh.).
1097 Zeichen · 29 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Märte

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Märte , S. Adelung Mährte .

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Märte

    Goethe-Wörterbuch

    Märte Speisegemisch aus einer Flüssigkeit (Bier, Wein, Wasser) u eingebrocktem Backwerk; hier metaphor mBez auf einen ge…

  3. modern
    Dialekt
    Mǟrtem.f.

    Westfälisches Wb.

    Mǟrte m.f. [verbr.] März. De aiste Miärz ( Bür Th ). Im Mērtse säggen (säen) ( Bri Ah ). Büd in de Mēte bis in den März …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit maerte

46 Bildungen · 46 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

maerte‑ als Erstglied (30 von 46)

Märteler

MeckWB

maer·teler

Märteler a. Spr. -e- m. Märtyrer: 'der hilghen mertelere' (1371) UB. 18, 35; 79; 'mertelers' Slagg. 124.

Märtenaffe

GWB

maerte·naffe

Märtenaffe Zusammenziehung für: Martin der Affe 50,167 ReinF XI 363 [ Reinke de Vos: Marten apens sone ] Juliane Brandsch J.B.

Mǟrtenbiᵉse

WWB

maerten·biese

Mǟrten-biᵉse f. [ Rek Lhs Dor Sos MSauerl] 1.1. (kurzer, kalter) Regenschauer im März. — 1.2. Gemisch aus Schnee und Regen im März ( Enr Xy)…

Mǟrtenblō¹me

WWB

maerten·blome

Mǟrten-blō¹me f. [verstr.] Frühlingsblume. — 1. aus der Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae). — 1.1. Knotenblume (Leucojum). — 1.2…

Mǟrtenboltse

WWB

Mǟrten-boltse m. [verstr. Münsterl] im März geborener Kater. He spölkt (glotzt) äs ’n Miätenboltsen ( Mün Ha).

Mǟrtengeiteling

WWB

maerten·geiteling

Mǟrten-geiteling m. [Münsterl Wie Mark Sos MSauerl, sonst verstr.] 1. Drossel (Turdus). De Sunne kum höchter, de Mätengaitlink singt all ( S…

Mǟrtengek

WWB

maerten·gek

Mǟrten-gek m. [verstr.] 1.1. gelbe Narzisse (Narcissus pseudonarcissus). — 1.2. Dichter-Narzisse (Narcissus poeticus). — 2. Märzbecher, Knot…

Mǟrtengras

WWB

maerten·gras

Mǟrten-gras n. [verstr.] Märzgras. — Sprichw.: Mǟtengräs will nich in de Schüer ( Stf Ka ). Märtengräß is nich wert, dat de Gans et frett ( …

Mǟrtengr¹n

WWB

maerten·gron

Mǟrten-gro¹n n. [verstr.] Märzgrün. — Sprichw.: Mätengrain dat döcht nit; entweder et verdroiget aoder et verfrüßt dem ersten Frühlingseinbr…

Mǟrtenhāse

WWB

maerten·hase

Mǟrten-hāse m. im März geborener Hase. — Ra.: Hoi fröwwet sick oss en Märtsenhase freut sich sehr, freut sich im Stillen ( Hal Bh).

Mǟrtenkatte

WWB

maerten·katte

Mǟrten-katte f. [verstr.] 1. im März geborene Katze. — 2. brünstige Katze. — Ra.: He is so veleeft as ne Meertenkatte sehr verliebt ( Ahs Vr…

Mǟrtenkīm

WWB

maerten·kim

Mǟrten-kīm m. Märzkeim. De Märzenkihm es nich et Anspien wärt ( Lüb Gb).

Mǟrtenlucht

WWB

maerten·lucht

Mǟrten-lucht f. [verstr.] Märzluft. En Schinken, do mutt ’e mǟrtse Luft dīärgn sonst schmeckt er nicht ( Olp Rh).

Mǟrtenmülm

WWB

maerten·muelm

Mǟrten-mülm n. Märzstaub; in der Bauernregel: Eun Pund Märzmüllm ess mahr os eunen Daler wert ein trockener März als Voraussetzung für eine …

Mǟrtenrōse

WWB

maerten·rose

Mǟrten-rōse f. [verstr.] Edelleberkraut ( WoeN ), Leberblümchen ( Lst Dr ) (Hepatica nobilis bzw. Hepatica triloba).

Mǟrtenrseken

WWB

maertenrose·ken

Mǟrten-roseken n. [Hellweg] 1.1. Leberblümchen. — 1.2. gefüllte Ranunkel ( Sos SchmB ). — 2. Seidelbast (Daphne Mezereum) ( Lst Dr).

Mǟrtensnē²

WWB

maerten·sne

Mǟrten-snē² m. [verstr.] Märzschnee. — Ra.: He vergāit es Mētensnē nimmt sehr schnell ab ( Stf Rh || mehrf.). — Sprichw.: Mätensnee un Prill…

Mǟrtensnō¹k

WWB

martens·nok

Mǟrten-snō¹k m. [ Stf Wdf Bek] 1. Hecht, der im März zum Laichen in die Bäche schwimmt. — 2. im März gefangener Hecht ( Wdf Wd).

Märtenstag

Campe

maerten·stag

Märtenstag , — es, Mz. — e , derjenige Tag, welcher in der Römischen Kirche zu Ehren des heil. Martin gefeiert wird und welcher der elfte No…

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APA
Cotta, M. (2026). „maerte". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/maerte/pfeifer_etym
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Cotta, Marcel. „maerte". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/maerte/pfeifer_etym. Abgerufen 15. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „maerte". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/maerte/pfeifer_etym.
BibTeX
@misc{lautwandel_maerte_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
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