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Lullen

nhd. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
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9 in 9 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Lullen v., intrs, trs, ntr

Bd. 3, Sp. 168b
Х Lullen, v. I) intrs. u. trs. 1) Ein Wort, welches die sanften einem Sange ähnlichen Töne nachahmet, womit Mütter, Kinderwärterinnen  Kinder zu besänftigen und in Schlaf zu bringen suchen, und welches solche Töne, die ein Gesang ohne Worte zu nennen sind, hervorbringen bedeutet. »I Schlummer lullen,« durch Lullen in Schlummer bringen, einschlummern machen. Kosegarten. — und die Wärterinn lullte vergebens Heiseren Wiegengesang. — Voß. Und lullte seine Schöne Des Nachts damit in Ruh. Blumauer. Lieder, die die Lerchen sangen, Die mir in die Seele drangen, Lullten mich in süße Ruh. A. Mirow. (R.) I weiterer Bedeutung auch von Tonwerkzeugen. — von der Laut' in Schlummer gelullt. — Baggesen. Auch uneigentlich vom Todesschlafe. Leere Hoffnung! nach der Abendröthe Meines Lebens einst im Ulmenhain Süß in Schlaf durch dich gelullt zu sein. Bürger. So auch, von Leidenschaften, für besänftigen, einschläfern, aufhören machen. »Wie oft lull' ich mein empörtes Blut zur Ruhe.« Göthe. 2) † I engerer Bedeutung durch Säugen oder Saugenlassen besänftigen. Ein Kind lullen, dasselbe an etwas saugen lassen. S. Luller und Ludel. Zuweilen wird es auch wol von Kindern für saugen selbst gebraucht; in härtem Sprecharten lulken. II) ntr. mit haben, in der Schifffahrt vom Winde, wo er lullet, wenn die Stärke desselben durch einen Regenschauer vermindert worden ist; auch lunen, lüven. — D. Lulen.
1403 Zeichen · 33 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Lullenv., intrs, trs, ntr

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    Х Lullen , v. I) intrs . u. trs . 1) Ein Wort, welches die sanften einem Sange ähnlichen Töne nachahmet, womit Mütter, K…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    lullen

    Goethe-Wörterbuch

    lullen ‘zur Ruhe l.’: beruhigen Wie oft lull ich mein empörendes Blut zur Ruhe AA7,7 Werth 1 I ‘in den Schlaf l.’ je ein…

  3. modern
    Dialekt
    lullen

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    lulle n [lùlə Liebsd. bis Str. ] 1. saugende Bewegung mit Lippen und Zunge machen, saugen an der Mutterbrust, am Luller …

  4. Spezial
    lullen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    lul|len vb.intr. nainé (naina) . ▬ ein Kind in den Schlaf lullen nainé n möt cina che al se indormedësc.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit lullen

7 Bildungen · 4 Erstglied · 1 Zweitglied · 2 Ableitungen

lullen‑ als Erstglied (4 von 4)

lullen I

SHW

lullen I Band 4, Spalte 425-426

lullen II

SHW

lullen II Band 4, Spalte 425-426

lullen II

RhWB

lullen II -u- verstreut in Kreuzn-Langenlonsh , Eup , Lennep , Mettm , Rees-Haldern schw.: schlafen, in der Kinderspr.

lullenpfeife

DWB

lullen·pfeife

lullenpfeife , f. ein musikinstrument: ( sie tanzten ) nach den lustigen schalmeien, seifelen, pfeifenbeukelen, hend und maul, lullenpfeifen…

lullen als Zweitglied (1 von 1)

einlullen

DWB

ein·lullen

einlullen , canendo sopire, nnl. inlullen, schw. inlulla: allmälich eingelullt von süszen sängerinnen. Wieland 10, 317 ; dann ist die seele …

Ableitungen von lullen (2 von 2)

belullen

DWB

belullen , Fischart führt Garg. 79 a unter den epitheten der schiffe auch an berollet, becompasset; beraseilet, besanet, befanet, getopfseil…

verlullen

ElsWB

verlulle n durch Kauen oder Saugen etwas beschädigen (Ecke eines Kleidungsstückes, Federhalter u. ä.). Von der Kuh, an der das Kalb soeben g…