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Lǖde

mnd. bis Dial. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
Anchors
29 in 4 Wb.
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23

Eintrag · Westfälisches Wb.

Lǖde

Bd. 3, Sp. 1358
Lǖde Pl. [allg.] 1. Leute, als Menge gesehene Personen. Ne Masse Lūi (Kr. SoestSos Kr. Soest@NatelnNa). ’n anner Slach Lüü (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@VorhelmVh). Eenselne Lüde (Kr. LüdinghausenLhs Kr. Lüdinghausen@SelmSm). Deo, watt diu wutt, de Luie kürt doch (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs). Bat sallt de Luie seggen? (KkWb). — Phras.Vbdg.: Lütke Lüe arme Leute (ohne eigenes Land), Dienstboten, Tagelöhner (Kr. MindenMin Kr. Minden@WindheimWh || (ähnl.) mehrf.). Graute Lüe reiche, vornehme Leute (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). — Ra.: Luie, Luie Ausruf der Verwunderung, auch der Klage, Trauer, Mahnung (Kr. SoestSos Kr. Soest@AmpenAm || mehrf.). Dat is anner Löö Kind geht uns nichts an (WmWb). Vör alle Lüde öffentlich (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@HalternHa). Hä gǟit nit unner de Lǖ lebt zurückgezogen (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Under de Löö kommen bekannt werden (WmWb || mehrf.). — Sprichw.: Sau Löüe, sau Veih (Kr. WarburgWbg Kr. Warburg@PeckelsheimPe || mehrf.). Aolle Lüe sind wull to entgaohen, aowwer nich to entraohen man kann alten Leuten wohl aus dem Weg gehen, aber ihr Wort und ihr Rat bleiben bestehen (Kr. WarendorfWdf Kr. Warendorf@OstbevernOb || mehrf.). Arme Löde Kalwer un riker Löde Kinner werd fro grot (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@StadtlohnSt || (ähnl.) mehrf.). Rīke Lüü Kinner un āme Lüü Kalwer kuemt wanners ann’n Mann (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@VorhelmVh). Äule Lui hätt äuk Vostand (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@BischofshagenBi). Olle Luie in Docktershand un kleine Vüegel in Kinnerhad sind liewert (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@DrewerDr || mehrf.). Et giätt allerläi Lüh in dä Welt: Spiällüh un Musekanten die Menschen sind sehr verschieden (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr || mehrf.). Iut anner Lui Hiut es ’t geoht Reumen schneun (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@LeopoldstalLt || ähnl. mehrf.). — 2.1. Gesinde, Dienstboten, Knechte und Mägde. Frümme Lü (Kr. CoesfeldKos Kr. Coesfeld@GaupelGp). Luie maien (Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@BerghausenBh). Raup de Lü biäin! (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@WesthofenWh). Do he’ fi usse Lǖ föä (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — 2.2. Hausgenossen des Hofes. De eïgenen Lü (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Ki). ⟨›Lǖ(e)‹ [verbr.], ›Lǖde‹ [Kr. SteinfurtStf Kr. TecklenburgTek Kr. MünsterMün Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. LüdinghausenLhs Kr. BrilonBri Wal], ›Lǖd’‹ [Lhs], Lo(e) (wo ›o¹‹ ≠›o²‹, dort = ›o¹‹) [WMünsterl Kr. CoesfeldKos Rek], Lode [Ahs]⟩ ¶ WWB-Source:238:RhWbRhWb 5,421: Leute; WWB-Source:207:NdsWbNdsWb 8,333: Lǖde; HnVwb 2,137: Leute. Zus.:→ Awend-ge~, Awend-mal~, Achts~, Akker~, Åldinges~, Arbēdes~, Bārd~, Bakkes~, Beªdel~, Beªrg~, Bedde~, Brūd~, Bū~, Būren~, Būten~, Bürgers~, Doªrp~, Dze~, Eªdel~, Fedders~, Fīts~, Fōr~, Frūe~, Handels~, Hof~, Hǖr~, Hūs~, Inst~, Kinder~, Kirken~, Kirmisse~, Kō²p~, Lands~, Līcheme~, Līk~, Mans~, Mǖr~, Naber~, Oªwen~, Rads~, Ge-schäfts~, Sē²~, Spiᵉl~, Stad~, Timmer~, Trūr~, Wērds~, Wiwes~.
2219 Zeichen · 55 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    luedePl.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +26 Parallelbelege

    luede , Pl. Vw.: s. lǖde (1)

  2. modern
    Dialekt
    lüde

    Rheinisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    lüde lȳdə Düss-Stdt Adj. präd.: aller Klicker verlustig; ich ben l.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit luede

200 Bildungen · 65 Erstglied · 132 Zweitglied · 3 Ableitungen

luede‑ als Erstglied (30 von 65)

Lüdecke

Meyers

lued·ecke

Lüdecke , Karl Johann , Architekt, geb. 1826 in Stettin, gest. 21. Jan. 1894 in Breslau, erhielt seine künstlerische Ausbildung an der Bauak…

Lǖdefet

WWB

luede·fet

Lǖde-fet n. Branntwein als Lohn für das Läuten ( Bek Vh).

Lüdefreter

MeckWB

Lüdefreter m. a. Spr. übertr. Tod Gry. Wed. D 6 a .

lü̂dekesch

MNWB

lü̂dekesch , adj. , (Münzen:) in Lüttich geschlagen , vgl. borbōnen, engel, +° grîfon.

Lǖdeköster

WWB

luede·koester

Lǖde-köster m. [verstr. Münsterl] Küster, Kirchendiener, der für das Läuten zuständig ist.

lü̂delêf

MNWB

luede·lef

° lü̂delêf , adj. , κοινωνικός (Bugenhagen- Bibel 1. Tim. 6, 18; φιλάνθρωπος Sap. 7, 23; Luther: leutselig, später behülflich ). Vgl. lü̂tsâ…

lü̂delêflichêⁱt

MNWB

luede·leflicheit

° lü̂delêflichêⁱt , f. , φιλανθρωπία (Bugenhagen-Bibel Tit. 3,4; Luther: leutseligkeit, danach in lutherischer Lit.). Vgl. lü̂tsâlichê(i)t.

¹lü̂delĩk

MNWB

luede·lik

1° lü̂delĩk , adj. , ansprechbar, zugänglich, affabilis (Aegid. Rom. 62).

Lüdemann

Meyers

luede·mann

Lüdemann , 1) Karl , prot. Theolog, geb. 6. Juli 1805 in Kiel, gest. daselbst 18. Febr. 1889, ward 1831 Prediger an der dortigen Nikolaikirc…

Lüdenscheid

Meyers

luden·scheid

Lüdenscheid , Stadt im preuß. Regbez. Arnsberg, Kreis Altena, auf dem Bergrücken zwischen Lenne und Volme, Knotenpunkt der Staatsbahnlinie H…

Lǖdensfeªger

WWB

Lǖdens-feªger m. Mann, der Mädchen nachläuft ( Hfd Wk).

Lǖdensfiks

WWB

Lǖdens-fiks m. [ Min Hfd] Mann, der Mädchen nachläuft.

Lǖdensfoªged

WWB

Lǖdens-foªged m. [ Lüb Hfd Wie] 1. Junge, der gerne mit Mädchen spielt. — 2. Mann, der Mädchen nachläuft ( Lüb Le).

Lǖdensgek

WWB

luden·s·gek

Lǖdens-gek m. [ Hal Bie Bek Wie] 1. Junge, der gerne mit Mädchen spielt. — 2.1. verliebter Mann ( Hal Bh ). — 2.2. „Schürzenjäger“ ( Hal Bh)…

lǖdenshaft

WWB

luden·s·haft

lǖdenshaft Adj. a) mädchenhaft. — b) schüchtern, verschämt ( Det Is).

Lǖdensjeªger

WWB

Lǖdens-jeªger m. [ Min Hal] Junge, der gerne mit Mädchen spielt.

luede als Zweitglied (30 von 132)

botterlü̑de

MNWB

botter·luede

botterlü̑de Händler mit Butter, Fettwaren , Fettkrämer. — In Dortmund eine der Sechsgilden.

brûtlü̑de

MNWB

brut·luede

brûtlü̑de 1. Zeugen, Bürgen des Ehevertrags (s. brûtman ) . 2. Hochzeitsgäste.

bûtenlü̑de

MNWB

buten·luede

bûtenman , bûtenlü̑de , m. , Nichtbürger, Auswärtiger, Fremder, der der (städtischen, ländlichen) Gemeinschaft, der Zunft usw. nicht Angehör…

bûtenwārtlü̑de

MNWB

bûtenwārtlü̑de Vorposten, Leute, die den äußeren Wachtdienst versehen, Besatzung der Außenwarten.

bû(w)lü̑de

MNWB

bû(w)lü̑de , bûwe- , bouw- , s. 2 bûman.

e.d.lü̑de

MNWB

e.-d.-lü̑de Teilnehmer am e. — echte vorstdinc s. vorstdinc. —

ê(i)nhêrige lü̑de

MNWB

° êⁱnhêrich , ê(i)nhêrige lü̑de unter einem, dem gleichen Herrn stehende Leute, e. unde ê(i)nlendige lü̑de.

Ableitungen von luede (3 von 3)

unlü̂delich

MNWB

° unlü̂delich , adj. : ungesellig, unzugänglich, „ Als de bure: sint se wonen buten anderen luden, so sint se nicht gesellich, vnde wan se k…